Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren calendarGirl Cloud Drive Photos Sony Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

3,5 von 5 Sternen2
3,5 von 5 Sternen
5 Sterne
0
4 Sterne
1
3 Sterne
1
2 Sterne
0
1 Stern
0
Preis:7,50 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime

Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 18. Juli 2013
Das Merian-Heft Slowenien bietet Informationen zu Städten wie Ljubljana und Piran, zu Themen wie Höhlen, Unabhängigkeit, Wandern und Angeln.

Ich habe das Merian-Heft nach unserem Slowenien-Urlaub gelesen, da ich mich sehr in das Land verliebt habe und mehr darüber wissen wollte. Ich habe hier viel Bekanntes wiedergefunden und zudem Neues über Slowenien gelernt. Die Abbildungen sind - wie von Merian gewohnt – hochwertig und sehr schön, machen Lust auf Reisen und bieten einen gelungenen Einblick in die schönsten Städte und Regionen des Landes. Die Texte sind abwechslungs- und lehrreich, informieren über verschiedenste Aspekte des Landes.

Leider ist das Merian-Heft schon ein wenig in die Jahre gekommen. Seit 2005 ist einiges passiert, unter anderen gehört Slowenien seit 2007 zur Euro-Zone. Das ändert natürlich nichts an der Schönheit des Landes, allerdings sollte man sich auf Informationen, die ab und zu aktualisiert werden müssen, nicht allzu sehr verlassen.

Einen Reiseführer ersetzt das Merian-Heft Slowenien in keinem Fall, aber man kann beim Durchblättern und Lesen sehr ins Schwärmen kommen, sich auf eine Reise in dieses wunderschöne Land freuen oder in Erinnerungen schwelgen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Juli 2010
Manche verwechseln es mit der Slowakei, was irgendwie total daneben scheint, da es nicht daneben liegt. Näher an den Namen und näher an die Geografie kommt da schon Slawonien. Doch dieser kroatische Landesteil ist nicht sonderlich bekannt, so dass Verwechslungen hier nur bei irregeleiteten Insidern möglich sind. Für wieder andere ist es nicht mehr als ein Stückchen Transit auf den Wegen zum Badeurlaub nach Kroatien. Slowenien, die Terra Incognita zwischen Adria und Alpen.

Es ist der slowenische Schriftsteller Drago Jan'ar - dessen Essay "Terra incognita" schon im Jahre 1989 vorgenannte Bezeichnung im Buchtitel trug -, dem die Ehre des gesellschaftspolitischen Eröffnungsaufsatzes des Merian-Heftes vom Frühjahr 2005 gebührt. Er beschäftigt sich mit der Frage, ob Slowenien ein Land ist, dessen Geschichte man ruhig verschlafen könne, so wie es sein Freund und Schriftstellerkollege Tomaž Šalamun in einem Gedicht behauptet. "Die Slowenen, ein erkälteter Gegenstand der Geschichte", gibt Šalamun gleich noch eines obendrauf. Drago Jan'ar sieht das bedeutend differenzierter. Mit schönen Sätzen wie "in Ljubljana ahne man bereits die Sonne des Mittelmeers" bringt er den Leser nahe an die slowenische Stimmung und Befindlichkeit. Von ihm erfahren wir, wie Primus Truber, ein Prediger mit Hang zum Protestantismus, im 16. Jahrhundert so etwas wie eine slowenische Identität schuf, dann jedoch gegen Ende seines Lebens vor der Gegenreformation fliehen musste und im evangelischen Schwaben landete. "So kommt es", so Jan'ar, "dass Tübingen für die heutigen Slowenen eine Art heiliger Ort der slowenischen Kultur ist."

Die Slowenen kokettierten wohl vor wenigen Jahren noch immer - vielleicht auch heute noch - mit der Tatsache Neueuropäer zu sein. Und der Jahreszeitenverlag (Merian) kokettiert mit ihnen. So stellt er zehn Fragen an zehn neue Europäer. Vilenka Jakac-Bizjak von der Nationalbibliothek in Ljubljana auf die Frage, ob ihre Heimat Slowenien, Europa oder der Balkan sei, antwortet geografisch: "Wir gehören nicht zum Balkan! Im Vergleich zu Ljubljana liegt Mailand weiter im Süden, Wien weiter im Osten. Wir wollten auch noch nie zum Balkan gehören - die meisten Slowenen hielten sich schon immer für etwas Besseres."

Karin Ceballos Betancour, Journalistin und Buchautorin, oblag das besondere Vergnügen, die Hauptstadt "Ljubljana - Laibach, Metropole im Kleinstadtformat" vorstellen zu dürfen. Der Name "Ljuba" bedeutet "Geliebte", und so lag die Frage nahe: "Kann es einen schöneren Namen für eine Stadt geben?" In "Proski-Voski", den unveröffentlichten Erinnerungen einer Balkanrundreise im Jahre 1997 des hier rezensierenden Rhein-Neckar-Poeten, heißt es in einem sogenannten Ersten Brief "Liebes Ljubljana, was bist Du nur für eine Stadt, die wenig nur zu bieten hat? Ich habe das beste versucht, aus Dir herauszulocken, Dir zu entziehen, es mir zu geben, einzuverleiben. Da war nicht viel." Bestimmt tat ich damit der Stadt am "kleinen Flüsschen Ljubljanica" soviel Unrecht wie Tomaž Šalamun den Slowenen. (Siehe oben.) Und Karin Ceballos Betancour muss es wieder richten.

Merian-Hefte der Neuzeit sind, wie auch die der konkurrierenden Zeitschriften von GEO-Special, verkappte Reiseprospekte. Diese touristische Werbeplattformen werden inhaltlich gefüllt durch drei Bereiche:

Wandern! - "Julische Alpen: Wandern, wo die Murmeltiere pfeifen" mit vier Routenvorschlägen. Der bayrische Wandervogel Detlev Vetten entführt uns u.a. ins Hochtal der Sieben Seen. "Hier unten hat einer", warum benennt Vetten den Herrgott nicht beim Namen, "mit einer gigantischen Palette ein Multicolor-Spektakel in die Wälder gezaubert: Glutrot, orangefarben, sattgelb, in allen Variationen des Grüns leuchten Blätter, Nadeln, Gräser. Farbenfroher kann der Altweibersommer nicht sein."

Angeln! - Vom Egon-Erwin-Kisch-Preisträger Christoph Scheuring erfahren wir einiges Wissenswerte z.B. übers Fliegenfischen. So auch: "Nachtangeln ist in Slowenien verboten."

Höhlen! - Martin Rasper, Journalist und Geologe, nimmt uns an die Hand und zeigt die sieben "schönsten, größten, spektakulärsten und ältesten Höhlen" des Landes. Es ist "ein unterirdisches Gefühl", dort "in den Tiefen des Karstgesteins", wo sich "mehr als 8000 Höhlen und Schluchten" verbergen. Vom sich hier äußernden Rezensenten schon zweimal besucht und daher wärmstens anempfohlen, die Adelsberger Grotte (Postojnska Jama). Man kommt an ihr nicht vorbei, wenn man sich in Slowenien bewegt. Fast immer liegt sie irgendwie am Weg.

Slowenien am Meer. Viel ist es nicht, was dem Land von der adriatischen See als Uferstück geschenkt ist. Drei Perlen an ungefähr zwanzig Kilometern istrischen Ufers. "Drei kleine Schwestern der italienischen Lagunenstadt" Venedig "sind die Schmuckstücke der Küste." Verena Carl, Roman- und Kinderbuchautorin, präsentiert sie uns: die slowenischen Hafenstädte Piran, Izola und das geheimnisvolle Koper. Alle drei gehörten vom 13. bis 18. Jahrhundert zur Republik Venedig - eine historische Tatsache, die man den Städten bis heute noch anmerkt. Wir flanieren übern Tartini-Platz in Piran, dort wo der italienische Geiger und Kompositeur Giuseppe Tartini (das ist der mit der legendären Teufelstriller-Sonate) Ende des 17. Jahrhunderts ganz in der Nähe das Licht der Welt erblickte, dem man seines Angedenkens vor etwas mehr als hundert Jahren auf dem nach ihm benannten Platze eine Bronzestatue errichtete. Seither hält sie "Wind und Wetter stand, das Instrument", die Violine, "hat er trotzig hinter dem Rücken versteckt. Eines Tages wird er darauf wieder seine Teufelstriller-Sonate spielen, (...) aber erst, wenn in der Kirche des heiligen Georg eine Jungfrau ihr Ja-Wort gibt." Da kann er ewig warten. - In Koper legen wir Pause ein, genießen die Ruhe "auf der überdachten Prachtterrasse des 'Café Loggia'", ganz genau wie im 15. Jahrhundert, "als sich die Stadtoberhäupter aus dem Prätorenpalast mit Würdenträgern im Ruhestand" beratschlagten. - In Izola, dort wo man die Bewohner die "Italiener Sloweniens" nennt, staunen wir nicht schlecht. "Spielte da nicht ein Geiger ein Lied? Und sitzt nicht mittendrin", auf dem Vorplatz von St. Maurus, "ein bärtiger Mann mit Picasso-Augen und porträtiert eine schöne Nackte?"

Die Štajerska ist - das sagt ja schon ihr Name - "slowenische Fortsetzung der österreichischen Steiermark." Die Untersteiermark. "Was für eine Landschaft" fragt mit gesetztem Ausrufezeichen der Autor Nicolaus Neumann. Grüne Hügel, mildes Klima, guter Wein im stillen Winkel zwischen Österreich, Ungarn und Kroatien. Das Weinanbaugebiet um Jeruzalem ist ein sanft gewelltes Hügelgelände. "'Kelch des Glücks' nennen die umliegenden Winzer ihre fruchtbaren Sonnenhügel, auf denen die besten Kreszenzen Sloweniens gedeihen - meist halbsüße oder halbtrockene Weißweine."

"Ferien in Lipizza", deutsch-jugoslawische Fernsehserie der letzten Sechziger Jahre - wer erinnert sich noch an Helga Anders? -, bringt nostalgische Rückbesinnung auf alte Fernsehzeiten. Lipizza, slowenisch Lipica, Nachschubgebiet für die Spanische Hofreitschule in Wien, "ist die Urheimat der Lipizzaner", eine alte Kulturpferderasse von meist weißen Schimmeln. Kaiserschimmel. Ob Charlotte von Saurma, die uns in das nahe bei Italien gelegene Gestüt einlädt, die Fernsehserie kannte, ist nicht überliefert. "Kein touristischer Anziehungspunkt des Landes wird so geschätzt wie das 460 Jahre alte Gestüt Lipica (...), Wallfahrtsort aller tierliebenden Besucher Sloweniens", nur fünf Kilometer Luftlinie von der Adria entfernt.

Ein Infoteil, Kurzberichte und die obligatorische geologische Merian-Straßenkarte ergänzen den redaktionellen Teil. Merian, als Foto- und Bildband, bietet wie immer eine kleine Reihe fotografischer Höhepunkte. Da wäre zunächst das Titelbild von Giovanni Simeone hervorzuheben: "Kircheninsel im Bleder See". In der als Portfolio titulierten eröffnenden Fotostrecke überzeugt "Die Fischer von Piran" von Marc-Oliver Schulz. Klein, aber ganz groß, "Mann und Katze: Museumsbesucher im Mithräum", ebenso von Schulz wie auch seine "Gemeinschaft der Heiligen". Wer Pferdebilder mag, der liegt bei den Lipizza-Fotos von Joco Žnidarši' natürlich auch nicht falsch.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden