Guten Tag,
der Megapulse vollbringt keine Wunder, aber er funktioniert im Rahmen seiner Möglichkeiten sehr gut.
Die genaue Funktionsweise möge sich jeder auf der Homepage des Herstellers ansehen; ergänzend bleibt aber zu sagen: der Resulfatisierungsprozess benötigt vor allen Dingen eines: Zeit!
Der Einbau im Fahrzeug ist gut und sinnvoll, aber niemand sollte davon ausgehen dass der Megapulse ein Ladegerät ist! Der Megapulse kann höchstens den unweigerlichen Alterungsprozess eines Bleiakkumulators verzögern, zumindest was die Bildung von Bleisulfatkristallen angeht.
Zu den negativen Rezensionen kann ich nur sagen: Erst mit der Funktionsweise vertraut machen, dann beurteilen! Der Megapulse schaltet bei einer Spannung von unter 12,6 Volt aus, der kann den Akku also gar nicht tief entladen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich mit dem Megapulse unter folgenden Bedingungen gemacht: In der Werkstatt / für die Saisonfahrzeuge, benutze ich ein Labornetzteil in Verbindung mit dem Megapulse. Die Spannung auf 13,8 Volt eingestellt (bei höheren Spannungen fangen die Akkus an zu gasen) und einen maximalen Ladestrom von 1 A; dann dauert der Ladevorgang unter Umständen mehrere Tage oder gar Wochen, aber es geht hier nicht um das schnelle Laden, sondern um den Abbau von Sulfatkristallen und das braucht eben Zeit.
Sobald der Akku vollständig geladen ist, geht der Strom auf etwa 200 mA runter, das ist der Strom den der Megapulse selbst aufnimmt. An vielen Akkus aus Motorrädern und PKW getestet, keine Wunder vollbracht, aber gute Akkus dabei, die mitlerweile über 8 Jahre alt sind und trotz langer Ruhephasen in gutem Zustand sind. Einige Wiederbelebungsversuche an älteren Akkus unternommen: Einen Zellenschluss oder große Mengen Schlamm am Boden des Akkus kann der Megapulse nicht umkehren und alte Akkus werden nicht wieder wie neu, aber es ist schon erstaunlich, wie viel Kapazität und Kaltstartleistung man so manch einem totgesagten Akku noch entnehmen kann.
Natürlich wird jetzt nicht jeder seinen Akku ständig ausbauen und tagelang ans Ladegerät hängen. Und da kommt der Vorteil des Megapulse montiert im Fahrzeug. Sobald der Motor läuft und die Lichtmaschine lädt, fängt der Megapulse an, den Akku zu bepulsen, auch wenn der Motor abgestellt wird, arbeitet der Megapulse so lange weiter, bis die Spannung auf 12,6 Volt (laut Aufkleber sollte das bei 12,8 Volt sein) sinkt. Dadurch arbeitet der Megapulse in relativ langen Zeitspannen, genau das, was man braucht.
Vor einigen Jahren hat man noch gesagt, dass ein Bleiakku nach 5 Jahren seinen Dienst getan hat, heute würde ich diese Zeitspanne eher auf 7 Jahre anheben. Das liegt sicherlich an besseren Materialien und Erfahrungen der Hersteller; es spricht aber auch nichts dagegen, da vielleicht noch ein oder 2 Jahre mehr rauszuholen und ich behaupte, das geht mit dem Megapulse.
Ich kann sicherlich nicht von Laborbedingungen reden, unter denen ich den Megapulse getestet habe, aber wer nuzt sein Auto schon im Labor?
Fazit:
- Funktioniert gut im Rahmen seiner Möglichkeiten
- günstige Alternative zu einem Resulfatisierungsladegerät aus dem Werkstattzubehör
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Update Februar 2011
Ich habe einen weiteren Megapulse 12V für ein weiteres Fahrzeug erworben und im Fahrzeug montiert. Es handelt sich dabei um eine neuere Version des Megapulse (zumindest geänderter Aufkleber). Dieser soll laut Beschriftung bei 12,9 Volt ausschalten und das tut er auch bei genau 12,92 Volt. Bisherige Beobachtungen decken sich hier mit den oben genannten bei der älteren Version.