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Zwar stand ihm neben Koravirtuose Toumani Diabaté und Percussioncrack Mino Cinelu auch sein langjähriger Weggefährte, der Elektro-Gitarrist Kante Manfila, zur Seite, dennoch zeichnet Salif Keita unter der Regie von Jean Lamoot in zehn superben Songs ein vorwiegend akustisches Klangbild, das auch inhaltlich relativ kompromisslos 'Back-To-The-Roots' führt. Damit entpuppt sich "M'Bemba" als gelungenes Sequel zu Salifs letztem Longplayer, der - ebenfalls von Lamoot produziert - unter weitgehendem Verzicht auf elektronische Effekte entstanden war. Mit "Moffou" vermochte Keita zum ersten Mal in seiner vier Jahrzehnte umspannenden Karriere auch jene Kritiker zufrieden stellen, die den unkonventionellen Afrikaner auf seine Rolle als Hüter der Tradition festnageln wollten. Paradoxerweise rockt sein letzter Hit "Madan" seither den Ethno-Dancefloor im Elektro-Remix von Martin Solveig. Mit "M'Bemba" jedenfalls hat sich der Albino aus dem Geschlecht des vielbesungenen Mandingo-Herrschers Sundjata Keïta (1190 - 1255) noch einmal selbst übertroffen. Das in seiner Schlichtheit grandiose Werk bringt Keitas goldene Stimme und sein überragendes Songwriter-Talent perfekt zur Geltung. Und dafür kann es nur die Bestnote geben. -- Wolfgang Zwack
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Ähnlich zu Moffou bleibt die konzentrierte, klare Produktion auf den Klang der akustischen Instrumente wie auch der Stimmen hin. Fast alle Stücke gehen von perkussiven Strukturen aus, auch die akustischen Gitarren, neben afrikanisch-perlendem Spiel übrigens oft mit spanischen Anklängen, werden rhythmisch, perkussiv eingesetzt.
Das bluesige Laban, der echte Hit Ladji mit Ko-Komponist und Gesangsgast Buju Banton, das melodische Tu me manquer und Yambo stechen für mich besonders heraus. Doch es ist ein inspirierendes Album fast ohne Schwächen, das bei jedem Hören - das geht auch, drei, viermal hintereinander, ohne Probleme - weiter wächst. Mir imponiert die ausserordentliche Raffinesse bei der Komposition aus mal komplexen, mal einfach wirkenden Strukturen, der wunderbare Gesang, die Arrangements etwa auch bei den Frauenchören, und immer wieder tauchen am Tag Versatzstücke und Gesangssätze in meinem Kopf auf.
Dies Album ist mit Sicherheit eines der besten Alben des Jahres (egal, welches) und es ist eines der besten Alben von Salif Keita. Kurz gesagt - geniessen Sie es, kaufen Sie es, denn es ist eins für alle und jeden.
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