"Das ideale Integral durch SOLTI (?!) Irgendwas das man davon denken soll, bleibt der ungarische Chef furchtbar wirksam. Der Gipfel liegt in den 1°, 6° und 8°. Parfait, um Mahler aufzudecken!"
"1°> GIULINI hat nicht das ganze Corpus vorgenommen, aber seine Interpretationen von 9° und "Lied von der Erde" bleiben Referenzen. Genauso wie dieser "Titan", dessen Klassizismus unveränderlich ist."
"1°> In den 1970er Jahren hat Rafael KUBELIK das Corpus durch sein unbehaartes und leuchtendes Konzept abgesogen. Das "Erste" bleibt durch seine transparente Klarheit eine der Blüten dieses Integrals."
"1°> In den 80er Jahren wurde das Integral von Eliahu INBAL widersprüchlich durch die Kritik wahrgenommen. Heilsame Rückkehr zu den Quellen oder vereinfachende Lektüre ? Und Sie, was davon denken Sie?"
"2°> Versuchshieb, Meisterhieb: Zubin MEHTA in Wien hat sich sofort in oberem Teil der Diskographie eingetragen. Die 1°, 3° und 4° werden auch erfolgreich gewesen, mehr als die neuen Remakes."
"2°> Otto KLEMPERER. Was von seiner legendär "Wiederauferstehung" zu sagen? Ein Orchester an der Traumklangfülle, und insbesondere ein epischer Hauch, der das Genie erreicht. Eine mythische Platte."
"3°> Bernard HAITINK hat zwei Integrale vorgeschlagen, in Amsterdam und in Berlin (dieses unvollständig). Sowie diese von Horenstein, bleibt seine im Concertgebouw aufgenommene "Dritte" ein Modell."
"3°> Ich bewundere die Mahlerischen Aufrisse von Pierre BOULEZ nur gemäßigt. Aber seine "Dritte" geht für eines der am meisten erfolgreich gewesenen Volumen seines Integrals über."
"4°> Man mußte alle von Paul KLETZKI verlassenen sonoren Spuren sorgfältig horten. Und besonders diese prächtige "Vierte" : vielleicht der schönste und bewegende Beitrag zu der ganzen Diskographie."
"4°> Fritz REINER hat Mahler selten aufgenommen. Außer einem legendären "Lied von der Erde" prägte er mit Lisa Della Casa diese 4° Symphonie ein, deren Durchsichtigkeit unaussprechlich ist."
"4°> Ein Herzhieb: ABBADO. Die Wiener sind unvergleiclich, um den zarten-bitter Charme von dieses opus zu erwähnen. Und die reine Stimme Fr. von Stades diskreditiert (fast) alle anderen. Ein Wunder!"
"5°> John BARBIROLLI hat sich ziemlich spät auf Mahler geneigt: außer einig "lives" überließ er nur die 1°, 2°, 5° und 9°. Seine "Fünfte" wird wortwörtlich durch den Geist von Mahler "verfolgt"."
"5°> Im Moskau hat KONDRACHINE die 1°, 3°, 4°, 5°, 6°, 7° und 9° eingeprägt. Seine abgeklärte und blietzende Phrasierung gehorcht nur zu ihm. Aber man davon heilt nicht, wenn man sie einmal gehört hat."
"6°> KARAJAN hat nicht ganzes Mahler aufgenommen, sondern immer erfolgreich. Im Berlin schmeichelt seine begüterte "Sechste" der formellen Schönheit dieses fatalistischen Opus."
"6°> Wie jene von Scherchen sollen die Erfahrungen von Mitropoulos, getrennt in der Diskographie klassifiziert werden. Weit weg von der Handreichweite der Kinder..."
"7°> Die zurückgestrahlte und poetische Akustik des Concertgebouw paßt ideal zu dieser Naturalistsymphonie. Haitink hatte dort eine prächtige Auslegung vorgestellt. CHAILLY ist rückfällig geworden."
"7°> Am Ende der 70er Jahre hat NEUMANN das Integral im Prag aufgenommen. Aber seine vorhergehende Lesarte im Leipzig ist vorzuziehen: dieses Opus findet dort eine kennzeichnende Transparenz."
"8°> Diese spektakuläre Symphonie könnte kaum das Bild auskommen. "Live" an Konzerthaus von Wien geschmückt in Pomp, führt BERNSTEIN sie zum Triumph. Gänzlich begeisternd !"
"8°> 1984 in London hatte TENNSTEDT bereits ein majestätisches 8° aufgenommen. Dank entfesselten Sängern und blitzenden Chören ist dieses gefilmte Konzert von 1991 besonders mehr aufgeregt."
"8°> Dieses Konzert wurde 1981 für die Wiedereröffnung der alten Oper von Frankfurt auggenommen. Die flinke Richtung von Mickaël GIELEN zerschneidet wie ein Hackmesser. Störend ! Aber Genial !"
"9°> Mit seinem tschechischen Orchester hat Karel ANCERL eine beißende Darstellung unterzeichnet, die bereits die Türen des 20° Jahrhunderts öffnet ..."
"9°> ... während WALTER sich noch an das 19° Jahrhundert erinnert. Der Ton bleibt datiert (1938), aber trägt gut sein Alter. Irgendwie wird dieses Meisterwerk durch das Genie des Dirigenten verklärt."
"10°> RATTLE zeigt sich als einen Dirigent, der fähig ist, die Tradition von den grössten Alten zu verfolgen. Diese in Bournemouth aufgenommene "Zehnte" bleibt meines Erachtens seinen besseren Beitrag."
"10°> Die Mehrzahl der Dirigenten beschränkt sich nur auf die Bewegung der Hand von Mahler. Unter den großen Originalfassungen gibt es die irreführende Reise, dass Hermann SCHERCHEN genial vorschlage."
"DER GRÖSSTE DIRIGENT ? Das ist unmöglich, Jascha HORENSTEIN in dieser Anthologie zu ignorieren! Diese Albumplatte bleibt eine Legende, die durch ihre Seltenheit am Katalog akkreditiert wird."
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Sinfonie 1
Living Stereo - Fritz Reiner dirigiert Mahler (Aufnahme 1958)