Herausgegeben vom Fantasy Club e.V., Hermann Ritter und Michael Scheuch ist das Magira Jahrbuch zur Fantasy ein unverzichtbarer Führer durch die Welten der Fantasy.
Negativ fällt aber dieses Mal sofort das Cover ins Auge. Es gibt sicherlich Bücher, zu denen dieses Cover passen würde, aber leider nicht zu dem hier vorliegenden.
Große Teile des Buches sind eher informativ und direkt hinter einander gelesen eher langweilig. Dafür bekommt man aber massig Informationen zum Beispiel über Fantasy in Deutschland - Rückblick und Ausblick , Wernes Bücherkiste - Eine Auswahl vom englischsprachigen Fantasy- und SF-Markt und Deutsche Fantasy - Rezensionen
Nicht alles interessiert jeden, dass ist klar, letztlich ist es stark vom persönlichen Geschmack des Lesers abhängig, ob der Inhalt ihn interessiert. Als ganzes ist das Magira Jahrbuch zur Fantasy aber eine wirklich gute Informationssammlung, die mit teilweise interessanten Interviews und Kurzgeschichten aufgelockert wird. Für den Fantasy-Freund, der wissen will, was veröffentlicht wurde und was veröffentlicht wird ist es eine unverzichtbare Informationsquelle.
Die aktuelle Ausgabe bietet für meinen persönlichen Geschmack etwas weniger als vorhergegangene Ausgaben, aber das ist wie schon gesagt auch Geschmackssache. Stephen King interessiert mich nicht, der Artikel zum Thema Drachen hat mich nicht fesseln können, das Essay zu Narnia lese ich erst nach dem Film und ist grauenhaft layoutet. Wirklich unnötig finde ich Achtzig Ideenlosigkeiten aus „Der Blumenkrieg" (von Tad Williams), so viele Seiten absolut langweilig und sinnlos gefüllt.
Das zum Beispiel Anderson und der Phantastischen Bibliothek in Wetzlar Seiten gewidmet wurden verstehe ich, auch wenn es mich nur bedingt interessiert. Die Gedichte und Zeichnungen überfliege ich eh nur.
Gut gefallen haben mir aber die Kurzgeschichte von George R. R. Martin, „Tolkien und Musik", die wirklich fundierten Hörbuchrezensionen und das Interview mit Iris Kammerer.
Auf eine Wertung in den Bereichen "Spannung" und "Brutalität" verzichte ich, da dies nur bei den Kurzgeschichten Sinn ergeben würde. Die Geschichten sind im vertretbaren Bereich, wenn auch die von George R. R. Martin eine recht grausame Welt beschreibt.