Dieser neue Bildband betrachtet einmal mehr sensibel wie provokant die nackten Tatsachen des "starken" Geschlechts.
Seite um Seite vermag der Betrachter die Schönheit des männlichen Körpers zu entdecken, über dessen Rundungen und weiche Formen man von Zeit zu Zeit einfach nur erstaunt ist.
Frau Blum scheint mit wunderbarem Feinsinn und viel Gefühl für Licht und Schatten, Körperlinien geschaffen zu haben, derer man gewillt ist zu folgen, wie einem Flusslauf.
Arme schlingen sich begierig um Bustkörper, haände falten sich ineinander und ein Gewirr aus verhakelten Beinen bildet trotz allem, einen geschlossenen Kreislauf, der quasi im Nirgendwo endet.
Männliche Zweisamkeit, die sehr empfindlich und zerbrechlich ist umd für den Betrachter einfach wunderschön anzuschauen ist.
Eine männliche Seite wird aufgeschlüsselt und zeigt, wie Männer untereinander Umgang pflegen und es ist schön zu sehen, dass Sie ein Anlehnungsbedürfnis, eine Form von Geborgenheit suchen, was in der heutigen Gesellschaft fast untergeht.
In einer zeit in der die Fotografie schon fast alles gesehen hat, und fast jegliche Darstellung und Inszenierung schon einmal gewesen ist, schafft es Frau Blum immer von neuem, einen neuen Schwerpunkt zu legen, wenn es darauf ankommt durch die eigene Sicht der Dinge Details von Körpern zu beleuchten.
Und dann ist da noch der Penis, in allen Facetten kommt er daher und man kann Ihn bewundern!!
Ist gebannt von seiner Größe und Richtung und fasziniert mit wieviel Selbstbewusstsein, man(n) ihn vor sich herträgt.
Endlich kann man stundenlang hinschauen, ohne dass einem einer komisch kommt!
Einziges Makel der ansonsten vollends gelungenen Zusammenstellung von Schwarz/Weiß Fotografien, sind die immer wieder gesehenen Bilder von muskelgestählten Fitnesskörpern, die daruf aufmerksam machen, wie schwer EIN Medizinball wirklich sein kann, und wieviel Schweißperlen übers Waschbrett laufen, wenn man sich beim Shooting mal richtig anstrengt!
Tri- und Bizeps zittern unter der Last, auf einem Foto auch anständig zur Geltung zu kommen...aber wem kann man das schon zum Vorwurf machen?
Mann(n) zeigt, was Man(n) hat, und kehrt manchmall auch der feinfühlig zu weiblichen Attitüden....
Vielseitig, immer wieder Interessant und meist ganz anders "M"!!