Endlich!! Lil Jon's neuer Schützling Pitbull hat nun sein lang ersehntes Album "M.I.A.M.I." veröffentlicht, das seit Februar 2004 ständig verschoben wurde. Zum ersten mal hörte man von dem aus Cuba stammenden Pitbull etwas auf dem 2Fast2Furious Soundtrack wo er mit dem Song "Oye" vertreten war und so wurde auch Lil Jon auf ihn aufmerksam und holte ihn zu seinem Label BME Records. Pitbull machte seine ersten Schritte unter Lil Jon als der den Track "That's Nasty" zusammen mit Lil Scrappy aufnahm, der dann später auf der "Crunk & Disorderly" CD, die im Dez 2003 veröffentlicht wurde, erschien. Anfang 2004 wurde "That'S Nasty" als erste Single veröffentlicht und der Track "Culo" als Promo Single benutzt und später auch als zweite Single des Albums veröffentlicht. Beim Track "Culo" erkennt man schon das Pitbull viele musikalische Elemente aus seiner Heimat Cuba mit eingebaut hat, was ein gutes Sommerfeeling verleiht, aber wenn ich ehrlich bin musste ich mich anfangs doch erst etwas an den Track gewöhnen, da dieser für eine Lil Jon Production doch etwas seltsam klingt. Beat und Melodie von "Culo" haben übrigens auch diese 2 Mädels die sich Nina Sky nennen in ihren Song "Move yo body" eingebaut, nur mal so nebenbei erwähnt. Weitere Tracks mit diesem karibischen Flair sind dann noch "Tomo" und der Miami Remix zu "Culo". Natürlich dürfen bei Lin Jon Productionen auch einige Crunk Tracks nicht fehlen, da wäre der ultra geniale Song "305 Anthem", "Dammit Man", "We don't care" oder der Remix zu "That's Nasty", obwohl mir die normale Version mit Lil Scrappy besser gefällt. Wer Lil Jon kennt weiß aber auch das er ein Händchen für ruhigere Tracks hat und solche wurden auch auf Pitbulls Album untergebracht. "Shake it up" und "I wonder" sind mit einem leichten RnB Touch angehaucht, vor allem durch Oobie, die hier wieder ihre grandiose Stimme in den Hooks zum Einsatz bringt. Das war aber noch nicht alles, auch einige schnelle Songs, die gut zum tanzen geeignet sind, hat Lil Jon mit eingebaut, so wie man sie eigentlich aus seiner Zeit 1996-2000 kennt, wo er viel Miami Bass Einfluss in seinen Songs benutzte. Da wären z. B. "She's Freaky" oder "Get on the floor" (wo wieder Oobie's traumhafte Stimme zum Einsatz kommt). Die restlichen Tracks des Albums sind auch verdammt gut geworden, sind eben normale solide Rap Songs wobei der Track "Melting Pot" besonders heraussticht. Gäste auf dem Longplayer sind: Lil Jon, Oobie, Bun B, Picallo, Cubo, Fat Joe, Trick Daddy und Mr. Vegas. Also an Abwechslung ist das Album wohl kaum zu übertreffen, ist sicherlich für jeden etwas dabei, finde es nur etwas schade das gegenüber der Vorab-Tracklist, 4 Tracks nicht mit aufs Album gekommen sind, die CD hat also nur 16 Songs. Bin schon mal gespannt wann endlich Solo-Alben von den BME Click Membern Chyna White und Oobie veröffentlicht werden und hoffe mal das um Pitbull nicht so ein Hype entsteht wie seit einiger Zeit um Lil Jon und seine Schützlinge Lil Scrappy & Trillville oder Leuten mit denen er zusammen gearbeitet hat wie Ying Yang Twins oder Petey Pablo, weil dieses ganze plötzliche "Oh ist Lil Jon cool" Gelabber von jedem zweiten geht Leuten wie mir die schon seit 3-4 Jahren Crunk Rap hören langsam so richtig auf die Nerven.
PeAcE