Der Krimi ist nicht ohne Humor geschrieben, das wiegt die manchmal etwas nervigen Details der Beziehungsprobleme zwischen der Detektivin Meg Darcy und der (geouteten) Polizistin Lindstrom einigermassen auf. Aber trotzdem hat die ziemlich durchschaubare Geschichte ihre Längen, und als LeserIn weiss man eigentlich schon ziemlich früh, wer der Mörder war.
Der Schauplatz ist St. Louis, das im Schneechaos liegt, und das Lokalkolorit ist recht gut getroffen. Es geht um eine 8 Jahre zurück liegende Geschichte, bzw. einen Mord an einer 17-jährigen, deren neugeborenes Baby ein Polizist an sich nahm, um es zu "adoptieren". Die ahnungslose Adoptiv-Mutter möchte nun herausfinden, wer die leibliche Mutter ihrer Tochter Jessica ist u. beauftragt Meg Darcy mit den Ermittlungen. Dabei stösst diese und ihre Liebste Lindstrom auf allerlei Ungereimtheiten bei dem Mordfall von damals, am Ende wird aber alles gelöst.
Wie gesagt, durch die humorvolle Schreibweise ist der Roman trotz mancher Schwächen doch sehr unterhaltend und gibt ziemlich tiefe Einblicke in die Lesben-Szene. Ich kann aber im Vergleich zu anderen Thrillern lediglich 3 Sterne geben.