Kurzbeschreibung
Das Münzwesen im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation war durch eine beispiellose Zersplitterung gekennzeichnet. Jede Territorialherrschaft war bestrebt, das Münzrecht zu erlangen, um durch eigene Prägetätigkeit wenigstens einen begrenzten Einfluß auf Münzumlauf und Geldwirtschaft zu gewinnen. Der Mainzer Landesherr, Erzbischof, später Kurfürst und Erzkanzler des Reiches, erreichte schon früh den Besitz des Rechts, Münzstätten zu unterhalten und Geld in Umlauf zu setzen. Er behielt diese Befugnisse bis zum Ende des Reichs. Diese Seite seiner Rechts- und Machtstellung ist bislang nur in Einzelaspekten untersucht. Die Darstellung ergänzt das Bild von Landesherrn und Kurstaat um eine wichtige wirtschaftliche Facette mit besonderer Anschaulichkeit. Die Münzprägungen beginnen in Mainz schon in römischer Zeit und werden in Mittelalter und Neuzeit in zahlreichen Prägestätten fortgesetzt. Sie spiegeln die wechselhafte Geschichte von Stadt und Kurstaat und der dort wirkenden Mächte wider. Die Münzen als verständlichste Form der alltäglichen Kommunikation waren Mittel der Selbstdarstellung, Propaganda, aber auch Ausweis der Kunstfertigkeit der an der Gestaltung von Münzen und Medaillen Beteiligten. Mit zahlreichen farbigen Abbildungen werden beispielhafte Prägungen dokumentiert und in den Kontext der politischen, rechtlichen und ökonomischen Bedingungen gestellt, die ein höchst interessantes Territorium prägten.
Der Verlag über das Buch
Mehr als nur Zahlungsmittel - Münzen als Rechts- und Machtmittel im Spiel politischer Kräfte von römischer Zeit, über Mittelalter und Neuzeit
Über den Autor
Professor Dr. jur. Eckhart Pick, Professor für bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Deutsche Rechtsgeschichte, Verfassungsgeschichte an den Universitäten Hamburg und Mainz. Veröffentlichungen zur Rechts- und Verfassungsgeschichte und zum geltenden Recht