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Münchhausen: Eine Geschichte in Arabesken [Gebundene Ausgabe]

Peter Hasubek , Karl Immermann
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
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Kurzbeschreibung

10. Oktober 1977
Der Anhang enthält die Paralipomena Immermanns zur Entstehungsgeschichte des Romans, Dokumente zur Wirkungsgeschichte, Sacherläuterungen, eine Zeittafel sowie ein Nachwort

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 930 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser (10. Oktober 1977)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446124357
  • ISBN-13: 978-3446124356
  • Größe und/oder Gewicht: 19,8 x 13,2 x 4,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.341.343 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Buchrückseite

»Was für ein schändliches Laster ist das Lügen! Denn erstens kommt es leicht heraus, wenn einer zu arg flunkert, und zweitens kann jemand, der sich's angewöhnt hat, auch einmal die Wahrheit sprechen, und keiner glaubt sie ihm dann.

Daß mein Ahnherr, der Freiherr von Münchhausen auf Bodenwerder einmal in seinem Leben die Wahrheit sagte, und niemand ihm glauben wollte, das hat bei dreihundert Menschen das Leben gekostet.« »Wie?« riefen der Baron und seine Tochter aus einem Munde. »Geschätzte Freunde und liebe Wirte, mäßiget Euer Erstaunen«, versetzte der Gast, indem er, wie ein Kaninchen, die Nasenflügel zitternd bewegte, und mit den doppelfarbigen Augen zwinkerte. »Nichts natürlicher, als das. Hört nur zu.« Karl Immermann, »Münchhausen«


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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5.0 von 5 Sternen einer der wichtigsten deutschen Romane 14. August 2000
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Karl Immermann ist eine der interessantesten Schriftstellerpersönlichkeiten zwischen Romantk und Realismus, und es ist schade, daß neben seinem "komischen Heldengedicht" Tulifäntchen (ein Vetter des "Atta Troll") nur der Roman "Münchhausen" einigermaßen leicht erhältlich ist. DER Roman? Eigentlich handelt es sich um ZWEI raffiniert ineinander verschachtelte Romane, nach Vorbild des "Kater Murr" von E.T.A. Hoffmann. Da ist zum einen die surreale, exzessiv komische Geschichte vom Freiherr Münchhausen, der hier als kaum verkappter Bruder des aufschneiderischen, Englisch, Deutsch und Französisch durcheinanderwirbelnden zeitgenössischen Reiseschriftstellers Hermann von Pückler-Muskau durch die Erzählung schwirrt und allerhand Unfug anstellt. Und dann die schon fast rührend-süße Liebesgeschichte, die sich auf dem westfälischen "Oberhof" zuträgt - in einer zuweilen fast wie "finsteres Mittelalter" wirkenden düsteren Atmosphäre. In der Mischung der Extreme liegt der eigentliche Reiz dieses Romans. Auch ohne daß man die vielen Seitenhiebe auf literarische Zeitgenossen Immermanns verfolgt - von Pückler über den geistergläubigen schwäbischen Arzt-Schriftsteller Justinus Kerner ("Die Seherin von Prevorst") bis hin zu Platen -, kann man die Komik des Romans (eines der lustigsten der deutschen Literatur schlechthin) genießen; kennt man sich aber in der zeitgenössischen Literatur ein wenig aus, so wird die Lektüre zum lauthals lachenden Vergnügen ... Der Roman ist sicher Immermanns Meisterwerk, auch wenn die Erzählungen (Der Karneval und die Somnambüle, Papierfenster eines Eremiten) und der andere Roman (Die Epigonen, ein Roman in der Linie des Bildungsromans a la Wilhelm Meister, aber voll von Zeitkolorit und liebevollen Details) ebenfalls nicht zu verachten sind. "Münchhausen" ist farbig, humoristisch, empfindsam, eine kleine Welt für sich, und zwischen den zwei Buchdeckeln finden sich Situationen in allen Stimmungen von Trauer bis zu Übermut. Immermanns Karriere fand mit diesem Roman kurz vor seinem recht frühen Tod ihren Höhepunkt. Und am Schluß des Romans treffen sich die beiden Teilromane ... und alles wird gut?
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