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Eric Bana , Daniel Craig , Steven Spielberg    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
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Produktinformation

  • Darsteller: Eric Bana, Daniel Craig, Geoffrey Rush
  • Regisseur(e): Steven Spielberg
  • Komponist: John Williams
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Paramount Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 4. Januar 2007
  • Produktionsjahr: 2006
  • Spieldauer: 157 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (30 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000LPR21E
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.365 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Am 5. September 1972 töteten Mitglieder einer palästinensischen Terrorgruppe während der Olympischen Spiele in München elf Israelis. Als Reaktion auf deren Ermordung beauftragt Israels Präsidentin den Geheimdienstmann Avner Kauffman, die Drahtzieher des Attentats ausfindig zu machen und zu eliminieren. Zusammen mit einem Spezialistenteam begibt er sich auf die Suche nach den Mördern und zieht dabei eine blutige Spur durch Europa. Bald plagt Kauffman das Gewissen, und er beginnt an der Racheaktion zu zweifeln.

Video.de

Differenziert nähert sich Hollywoods ewiges Wunderkind Steven Spielberg seinem heiklen Thema. Das Ergebnis ist politisch brisantes, filmisch exzellent umgesetztes Hochspannungs-Kino. Unterhaltung, die Gemüt und Geist gleichermaßen anspricht und zudem mit einer ausgesuchten, perfekt harmonierenden internationalen Besetzung - darunter auch die Deutschen Hanns Zischler, Moritz Bleibtreu und Meret Becker - aufwartet. 160 Minuten intensives, sorgfältig reflektiertes Drama mit Tiefgang.

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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wenn man Feuer mit Feuer bekämpft - TOP MOVIE!, 23. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: München (DVD)
Obwohl ich eigentlich kein sehr großer Bewunderer von Spielbergs Filmen bin, so muss ich nun neidlos zugestehen, dass er ohne Zweifel ein Meister seines Faches ist. Bei den meisten seiner Filme war es bisweilen ja so, dass am Anfang aller Mühen ein überragendes Drehbuch stand, bei dem der ausführende Regisseur oder auch Produzent rein theoretisch nur sehr wenig falsch machen konnte. Doch auch dieser letzte Zweifel sollte sich bei mir legen, nachdem ich mir dieses Werk - München - zu Gemüte geführt hatte.

Es ist unnötig zu sagen, dass es sich bei dieser, in dem Film behandelten Thematik, um cineastisch sehr spröde Materie handelt, bei der der Regisseur sehr darauf Acht geben muss, die Dinge nicht ins falsche Licht zu rücken. Man mag vielleicht versucht sein, eigene Statements wirksam im Film zu platzieren, aber trotzdem muss man auf eine alles begleichende Objektivität bedacht sein, um den Film nicht unnötigerweise zu polen.

Ich finde, dass gerade dieses unpolitische oder besser gesagte - politisch korrekte Arrangement - Spielberg vortrefflich gelungen ist. Sowohl die Protagonisten, als auch ihre Gegenspieler wirken kaum überzeichnet oder gar karikiert. Das sorgt für die nötige Authentizität, von der gerade solche politisch motivierten Filme zehren. Am Ende vergewissert sich der Zuschauer nur noch ein weiteres Mal der Tatsache, dass Feuer nur in Ausnahmen, mit Feuer bekämpft werden kann. Und genau aus dieser Aussage erschließt sich einem die gesamte Brisanz dieses Filmes - angesichts einer Nahostpolitik, die seit Jahrzehnten in Gewalt und Chaos versinkt. Einmal mehr ist es aber auch die Topbesetzung von Spielbergs Filmen, die ihnen einen ganz eigentümlichen Stempel aufdrückt. Eric Bana (Chopper, Troja, Hulk) läuft förmlich zur absoluten Topform auf und es gelingt ihm somit auch dem Zuschauer einen Blick hinter die Fassaden der angeblich eiskalten Mossadagenten zu eröffnen. Doch auch der schweigsame Daniel Craig brilliert und rundet den gesamten Film etwas ab.

Fazit: Einfühlsamer Politthriller auf sehr hohem Niveau! Nur mit den Extras wurde ein wenig geknausert - aber um den Preis ist das durchaus legitim.

Empfehlung: Kaufen und Genießen!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schon ein besonderer Film, 24. Januar 2007
Von 
Niclas Grabowski "niclas grabowski" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: München (DVD)
Erst einmal ist mir im Kino aufgefallen, dass dieser Film nicht wirklich wie ein Steven-Spielberg-Produkt aussieht. Der Film hat nicht nur bei Kostümen, Design und Maske den Charme der 70er herausragend eingefangen, sondern man fühlt sich auch ein bißchen an die Optik der Fernsehbilder der damaligen Zeit erinnert. Das hinzukriegen ist schon eine außergewöhnliche Leistung, und das bringt einen auch dazu, sich selbst immer wieder die Frage nach der Authenzität des Geschehens zu stellen.

Der Film basiert auf Fakten. So war die Verfolgung der und Liquidierung Terroristen ein Teil der israelischen Strategie im Kampf gegen den Terror. Ich habe aber den Eindruck, dass sich Spielberg hier nicht wirklich für die Verlauf dieser Racheaktion (oder geht es doch um Abschreckung?) interessiert. Das würde auch ein paar handwerkliche Schwächen im Drehbuch erklären, die sicherlich vorhanden sind. Im Mittelpunkt stehen vielmehr die Menschen, die diese Aktionen durchführen. Und sich dabei verändern. Und so werden die Helden immer wieder zwischen einem - scheinbar - normalen Leben gezeigt und dem Job, der Sie nicht viel anders leben lässt als die Terroristen, die sie verfolgen.

Vielleicht ist deshalb - für mich persönlich - der Höhepunkt des Films ein fast humoristischer. Das israelische Team wird in einem leeren Haus einquartiert. Dort trifft es auf eine Gruppe von Terroristen. Alle ziehen ihre Waffen, und das Blutbad kann nur verhindert werden, indem die Israelis behaupten, selbst Terroristen zu sein. Was die anderen auch noch glauben, weil es damsls so viele Gruppen gab (IRA, PLO, RAF, Rote Brigaden usw.), dass auch die Terroristen selbst keinen Überblick mehr hatten. Und so gehen die Guten problemlos als die Bösen durch - oder kann man beides zu diesem Zeitpunkt ohnehin nicht mehr unterscheiden?

Was lernen wir daraus? Dass Gewalt ein Irrweg ist? Nein, so einfach macht es uns der Film nicht, denn wir sehen auch die Gewalt, den Teror gegenüber den Sportlern in München, auf den man in irgendeiner Form doch reagieren muss - ein Blick auf die jüdische Geschichte des 20. Jahrhunderts zeigt, wohin man sonst kommt. Wir lernen daher vor allem, dass Gewalt, sei sie berechtigt oder nicht, die verändert, die sie benutzen. Und dies scheint mir auch ein sehr aktuelles Problem zu sein, was nicht nur in die 70er Jahre gehört.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein hochaktueller, hochspannender historischer Thriller mit komplexen moralischen Fragen, 16. Dezember 2011
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: München (DVD)
In einem Jahrzehnt, in dem sich Steven Spielberg hauptsächlich mit dem Science-Fiction- und Komödiengenre beschäftigt hat, ging er mit "München" sein bisher vielleicht größtes Wagnis ein: Ein ernsthafter, provokanter und hochrelevanter Thriller, der Fragen stellt, aber nicht unbedingt antwortet. Auch in seinen ernsthaften Dramen "Die Farbe Lila", "Das Reich der Sonne", "Schindlers Liste" und "Der Soldat James Ryan" schwang immer noch eine für Spielberg typische Sentimentalität mit (mal mehr, mal weniger), doch mit "München" präsentierte er seinen bislang wohl reifsten und riskantesten Film.

Vordergründig ist "München" ein überaus packender Thriller mit historischem Hintergrund und grandiosen Suspense-Szenen. Er zeigt das Nachspiel des Schwarzer September-Massakers auf elf iraelische Athleten bei den Olympischen Spielen von München 1972, bei dem der israelische Geheimdienst in einer Geheimoperation Mossad-Agenten einsetzt, um die Schuldigen in einem Racheakt (Operation "Wrath of God") zu exekutieren. Im Zentrum steht Avner (Eric Bana), ein jüdischer Agent mit deutschen Vorfahren ohne große Vorgeschichte, der ein Team von fünf weiteren Agenten anführt, darunter der Südafrikaner Steve (Daniel Craig), der belgische Sprengstoffbauer Robert (Mathieu Kassovitz), der deutsche "Cleaner" Carl (Ciarán Hinds) und der deutsche Dokumentenfälscher Hans (Hanns Zischler).

Die fünf Mannen begeben sich pflichtbewusst auf eine Mission, die von der israelischen Regierung unter Golda Meir (Lynn Cohen) nicht offiziell anerkannt wird. Avner lässt seine hochschwangere Frau Daphna (Ayelet Zurer) zurück, die keine Details über den Auftrag ihres Mannes erhalten darf. Die Gruppe erhält elf Ziele, die sich auf der halben Welt verteilt befinden. Infos über den Aufenthaltsort der Ziele erhält Avner von dem zwielichtigen Franzosen Louie (Mathieu Amalric).

Der Film zeigt eine Gruppe von Menschen, von denen keiner ein echter Killer ist. Sie führen bis ins Detail geplante Mordanschläge aus, die bald jedoch Spuren bei den Männern hinterlassen, die sie ihre Mission in Frage stellen lassen. Es sind sympathische, ganz normale Männer, die versuchen ihre Seele nicht zu verlieren. Spielberg gelingt es großartig, einen stark charakterbasierten Thriller zu gestalten. Er inszeniert die Anschläge auf der einen Seite mit großer Sachlichkeit, aber auch mit enormer, nägelkauender, herzklopfender und virtuoser Spannung. Wie auch schon bei "Schindlers Liste" und "Der Soldat James Ryan" ist die Gewalt schockierend realistisch und mit großer Sachlichkeit dargestellt, die teilweise schwer unter die Haut geht. Ganz klar, in filmischer Hinsicht ist "München" grandios gemacht und ist über jeden Zweifel erhaben.

"München" hat einen großartig-vitalen Erzählrhythmus, wodurch der Film immer packend ist und regelrecht nach vorne prescht. Beginnend mit einer dokumentarisch anmutenden Rekonstruktion der Geschehnisse in München inklusive Original-Archivmaterial lässt Spielberg den Zuschauer bis zum immens kraftvollen Schlussbild, das zu den besten des Jahrzehnts gehört, nicht mehr los. Spielberg schickt den Zuschauer auf eine Reise der Gewalt, er zeigt im Grunde den Beginn einer Gewaltspirale, die bis heute anhält und die Geburtsstunde des modernen Terrorismus begründet.

Es handelt sich um enorm heikles Material, bei dem Spielberg positiverweise keine klare Stellung bezieht und Ambivalenz walten lässt. "München" basiert auf dem Buch "Vengeance" des Ungarn George Jonas, das bereits in den Achtziger Jahren als TV-Film adaptiert wurde. Die historische Authentizität des Films wird oft angezweifelt, jedoch sind viele Details geschichtlich belegt, darunter die Namen und größtenteils die Todesumstände der Ziele. Fiktiv sind u.a. die Informantenfigur und laut den Produzenten der preisgekrönten Dokumentation "Munich: Mossad's Revenge" war das Mossad-Team viel größer. Die historisch bedeutende "Lillehammer-Affäre", die das Ende des Mossad-Auftrags bedeutete, wird in "München" ausgelassen.

Doch "München" ist keine Dokumentation, sondern ein Spielfilm. Es handelt sich um einen der stärksten und forderndsten Filme Spielbergs, der den Zuschauer mit starken Emotionen zurücklässt und zudem Fragen moralischer und ethischer Natur stellt, die sich nicht so leicht beantworten lassen. Der intellektuelle Ansatz von "München" ist hoch komplex und zeitlos: Was ist der Sinn von Gewalt? Provoziert diese nicht automatisch Gegengewalt? Müssen Zivilisationen, so wie es Golda Meir zu Beginn des Films feststellt, manchmal ihre eigenen Werte aufs Spiel setzen, um sie zu verteidigen? Es gibt keine klaren Antworten auf diese Fragen. Spielbergs "München" ist ein enorm kraftvolles, eindringliches filmisches Manifest, das viele Denkanstöße präsentiert, brutale Spannung liefert und Geschichte lebendig macht.
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