Der Antiquitäten-,Trödelhändler und verhinderte Privatdetektiv Gossec findet nachts unerwartet einen Betrunkenen vom nahegelegenen Oktoberfest vor seinem Geschäft, der offensichtlich ausgeraubt wurde. Wie sich herausstellt, handelt es sich dabei um einen bayerischen Staatssekretär. Gossec kümmert sich um den Mann, was bereits am nächsten Tag zu Nachfragen und Dankbesuchen seitens des Büros des Politikers führt. Allerdings scheint man im Büro des Staatssekretärs Unterlagen über ein Immobilienprojekt zu vermissen, die man bei Gossec vermutet. Als dann Gossec einem Freund bei dessen unfreiwilliger Entmietung durch eine Immobilienfirma unterstützt, wird er in einen Mordfall verwickelt und gerät zeitweise unter Tatverdacht. Bei seinen eigenen Nachforschungen stösst er auf den Versuch der Immobilienfirma, am noch nicht bekannten Sanierungsplan für das Schlachthofvietel finanzielle Vorteile zu erringen und auf die Verwicklung und Beteiligung der Münchner Politik. Gossec bleibt hartnäckig und ermittelt mit seinen ungewöhnlichen Methoden weiter.
Max Bronskis Kriminalroman ist in Wirklichkeit mehr eine unterhaltsame Kriminalkomödie als spannender Krimi. Seine handelnden Personen bewegen sich abseits der Münchner Schickeria, sind regelrechte Originale und werden mit ihrer teilweise direkten Sprache sehr schön im Roman dargestellt. Wer München kennt und liebt wird sich schnell mit dem Buch anfreunden können. Wer allerdings einen spannenden Kriminalroman oder gar Thriller erwartet, der wird enttäuscht.