Jochen Schmidt leidet an einer halbseitigen Gesichtslähmung und muss deshalb ständig grinsen. Um den Grund dafür herauszufinden, lässt Schmidt sein Leben Revue passieren. Das fängt mit seinen Jugendjahren kurz nach der Wende in Berlin an. Dort versucht er sich als Gitarrist in einer Punk-Band. Bald darauf lernt er Judith kennen und fängt mit dem Schreiben an. Bei einem Aufenthalt in der Bretagne begegnet Schmidt jedoch Lucía aus Valencia. Das geht dann auch mehr oder weniger gut, bis er, zurück in Berlin, die New Yorkerin Deborah trifft und es schließlich bis dorthin schafft.
Jochen Schmidt ist eigentlich ein ziemlicher Versager. Aber so wie sich das gehört, ist er natürlich auch unheimlich sympathisch. Es macht sehr viel Spaß, seinen Lebens- und Leidensweg zu verfolgen. Das Buch ist nämlich sehr witzig, man muss einfach andauernd lachen. Sehr schön war für mich persönlich auch die Wahl der Orte, da ich sowohl mit Berlin als auch mit Brest vertraut bin. Von daher kann ich auch sagen, dass der Autor vor allem letztere Stadt wirklich realitätsnah beschrieben hat.
Auch die restlichen Personen sind schön gestaltet und runden die ganze Geschichte ab. Einfach alles ist ein klein bisschen verdreht und so kann man sagen, dass die (vielleicht auch ein bisschen autobiographische) Geschichte ihre fünf Punkte locker wert ist. Ein einziges Lesevergnügen.