43 Angebote ab EUR 4,50

Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
 
 
Müller haut uns raus: Roman
 
Größeres Bild
 

Müller haut uns raus: Roman (Taschenbuch)

von Jochen Schmidt (Autor)
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


36 neu ab EUR 9,50 7 gebraucht ab EUR 4,50

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch


Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423132345
  • ISBN-13: 978-3423132343
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 318.608 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Als Heiner Müller im Dezember 1995 stirbt und ihm zu Ehren im Berliner Ensemble ein einwöchiger Lese-Marathon über die Bühne geht, pilgern tausende Fans des Dramatikers nach Berlin. Unter ihnen, auf einem unbequemen Schemel genau vor seiner aktuell Angebeteten, geht auch der Held von Jochen Schmidts erstem Roman seiner Lieblingsbeschäftigung nach: Er leidet. "Zwei Schauspieler lasen Quartett, und während ich versuchte, von hinten interessant auszusehen, tat mir der Nacken weh."

In Wahrheit sitzt Jochen Schmitt, so der kaum camouflierte Name des Protagonisten, zwischen allen Stühlen. Er ist ein hoch reflektierter Verlierertyp, beherrscht von vager Unzufriedenheit und einer auf die DDR-Vergangenheit gerichteten Sehnsucht -- nicht weil sie besser, sondern weil sie anders war und mit den eigenen Kindheitserinnerungen verknüpft ist. Die Wende erscheint ihm folgerichtig als Vertreibung aus dem Paradies; während sich die karrierebewussteren unter seinen Altersgenossen, beraten von besorgten Eltern, auf die Finanzierung ihrer dritten Zähne vorbereiten, verweigert Schmitt das Erwachsenwerden.

Seine Erinnerungen an die Jahre nach dem Mauerfall, mehr Tagebuch als Roman, bieten reichlich Projektionsraum für flott erzählte Anekdoten in skurrilem Lokalkolorit. Jochen ist ein Virtuose des Scheiterns, egal, ob er in der Möchtegern-Bohème des Prenzlauer Bergs in die Fußstapfen seines Idols Heiner Müller zu treten versucht oder als Punk-Gitarrist dilletiert. Und als wären die Dinge nicht schon kompliziert genug, verstrickt sich unser Held heillos in nervenaufreibende Frauengeschichten: Die keusche Hobbylyrikerin Judith hält ihn in Berlin, die liebestolle Spanierin Lucia in der französischen Provinz auf Trab. Wegen Deborah, der schönen Jüdin aus New York, wagt sich der ewige Bedenkenträger Jochen am Ende sogar in den Big Apple.

Bereits Schmidts Debütband Triumphgemüse glich einer belletristischen Wundertüte; inzwischen weiß man, dass der Autor ein begnadetes Erzähltalent ist. Großkritiker, die noch immer moralinsauer den ultimativen ostdeutschen Wenderoman einfordern, werden dieses hinreißende Selbstbildnis des Künstlers als junger Mann wohl wieder einmal wiegen und für zu leicht befinden. Sei es drum!

Begünstigt durch eine andere "Gnade der späten Geburt" unterscheidet sich Schmidts Blick auf die späten 80er-Jahre und die Wendezeit erheblich von dem älterer Autoren; sein Ton ist ein anderer -- leichter, selbstironisch, selten zynisch. Schmidt ist ein leidenschaftlicher Sammler und Archivar mit zielsicherem Blick für die Grotesken des Alltags. Im Gewand des melancholischen Schlitzohrs hilft er uns bei der Suche nach der verlorenen Zeit. --Niklas Feldtkamp -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

N. N., Der Spiegel, 2. September 2002

"Autor Schmidt, 32, erzählt erfrischend und skurril vom Erwachsenwerden seines Helden, das sich etwas länger hinzieht - und durchaus charakteristisch ist für die Berliner Studenten- und Pseudokünstler-Boheme vom Prenzlauer Berg, bei der der Begriff "Regelstudienzeit" Angstreflexe auslöst. (...) Mit erfrischendem Understatement lässt Schmidt seinen Schmitt auch von mühsamen Schreibversuchen berichten ("Nur wenn ich über meine grundlose Traurigkeit schrieb, ging es etwas flotter"): Hinter den munteren Schilderungen aus dem Milieu - Frauengeschichten inklusive - verbirgt sich das Porträt des Künstlers als junger Mann. (...) Wie unbekümmert Jochen Schmitt vom Dasein seines Doppelgängers Schmitt bericht, erinnert bisweilen an den US-Autor David Sedaris." -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Was kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?

Müller haut uns raus: Roman
61% kaufen den auf dieser Seite vorgestellten Artikel:
Müller haut uns raus: Roman 4.7 von 5 Sternen (3)
Meine wichtigsten Körperfunktionen
24% kaufen
Meine wichtigsten Körperfunktionen 4.5 von 5 Sternen (2)
EUR 16,00
Schmidt liest Proust
7% kaufen
Schmidt liest Proust 4.8 von 5 Sternen (4)
EUR 19,90
Chaussee der Enthusiasten - Die schönsten Schriftsteller Berlins erzählen was!
5% kaufen
Chaussee der Enthusiasten - Die schönsten Schriftsteller Berlins erzählen was! 5.0 von 5 Sternen (1)
EUR 12,80

Tags, die Kunden mit diesem Produkt verbinden

 (Was ist das?)
Klicken Sie zum Suchen verwandter Artikel, Diskussionen oder Personen auf ein Tag.
 

 

 

Kundenrezensionen

3 Rezensionen
5 Sterne:
 (2)
4 Sterne:
 (1)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
4.7 von 5 Sternen (3 Kundenrezensionen)
 
 
 
 
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel:
Die hilfreichsten Kundenrezensionen

 
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswert, 19. September 2004
Jochen Schmidt leidet an einer halbseitigen Gesichtslähmung und muss deshalb ständig grinsen. Um den Grund dafür herauszufinden, lässt Schmidt sein Leben Revue passieren. Das fängt mit seinen Jugendjahren kurz nach der Wende in Berlin an. Dort versucht er sich als Gitarrist in einer Punk-Band. Bald darauf lernt er Judith kennen und fängt mit dem Schreiben an. Bei einem Aufenthalt in der Bretagne begegnet Schmidt jedoch Lucía aus Valencia. Das geht dann auch mehr oder weniger gut, bis er, zurück in Berlin, die New Yorkerin Deborah trifft und es schließlich bis dorthin schafft.

Jochen Schmidt ist eigentlich ein ziemlicher Versager. Aber so wie sich das gehört, ist er natürlich auch unheimlich sympathisch. Es macht sehr viel Spaß, seinen Lebens- und Leidensweg zu verfolgen. Das Buch ist nämlich sehr witzig, man muss einfach andauernd lachen. Sehr schön war für mich persönlich auch die Wahl der Orte, da ich sowohl mit Berlin als auch mit Brest vertraut bin. Von daher kann ich auch sagen, dass der Autor vor allem letztere Stadt wirklich realitätsnah beschrieben hat.

Auch die restlichen Personen sind schön gestaltet und runden die ganze Geschichte ab. Einfach alles ist ein klein bisschen verdreht und so kann man sagen, dass die (vielleicht auch ein bisschen autobiographische) Geschichte ihre fünf Punkte locker wert ist. Ein einziges Lesevergnügen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wendezeit Berlin, 28. Oktober 2002
Jochen Schmidt gibt ein detailgetreues Zeitbild der Wendejahre in Berlin ab. Bissig sarkastisch und selbstironisch zeichnet er autobiographisch die Jugendzeit eines heute wohl Dreißigjährigen im Ostteil Berlins. Soweit anders waren die drüben wohl auch nicht, vieles erinnert an den eigenen Lebensweg. Mit Tiefgang gibt der Autor ein Bild über die Späten Achtziger ab. Erfrischend, daß hier nicht nur Platitüden a la "Liegen Lernen" erzählt werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


 
2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Chaotischer Intellektueller auf Reisen, 7. Dezember 2003
Trotz des seltsamen Titels hat mir das Buch wirklich recht gut gefallen.

Es ist ziemlich amüsant, die Abenteuer des Studenten Schmitt zu verfolgen, hinter dem sich - nur vage verpackt - wohl der Autor selbst verbirgt.

Vor allem schreibt hier einer, der sein Handwerk, nämlich das Schreiben, versteht. Sehr ansprechend wirken z.B. die Darstellungen von Landschaften und Städten, die man in den Beschreibungen deutlich wiederfinden kann. Ich kenne z.B. sowohl Brest als auch New York. Außerdem verhindert der schnodderige und selbstironische Unterton, dass man sich je langweilt.

Was man noch vermisst, ist eine klare Aussageabsicht des Autors. In der Hinsicht wirkt das Buch etwas flach. Andererseits kann die Aussage mit zunehmendem Alter ja noch hinzukommen.

Insgesamt ein recht bemerkenswerter Debütroman.

Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen  
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel: Eigene Rezension erstellen
 
 
 
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen



Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Noch keine Diskussionen

Fragen stellen. Meinungen austauschen. Neues erfahren.
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
   
Ähnliche Foren
  • romane  (1023 Diskussionen)


Lieblingslisten


Ähnliche Artikel finden


Anhand des Sachgebietes nach ähnlichen Produkten suchen:










Das bedeutet, jeder Titel/Artikel muss zu Sachgebiet 1 UND zu Sachgebiet 2 UND... gehören.

Ihr Kommentar


Für Sie dokumentiert

 (Was ist das?)

Sobald Sie sich Produktseiten oder Suchergebnisse angesehen haben, finden Sie diese Seiten zu Ihrer Information hier aufgeführt.