Ein Buch, das man nicht mehr auf die Seite legen kann. Auch wenn man nicht an Weisagungen glaubt, kann man sich doch nicht ganz den Visionen des Mühlhiasl, die erschreckend aktuell sind, entziehen. Stellenweise beschlich mich beim Lesen ein beklemmendes Gefühl,aber immer wieder konnte der Autor auch die Hoffnung wecken, daß nicht alles verloren ist, das durch unser vorausschauendes und barmherziges Handeln, unabhängig welcher Religion jemand angehört, das Schlimmste, das "dritte Weltabräumen", wie es der Mühlhiasl genannt hat, verhindert werden kann. Das Schicksal der Bauern um die Zeit Napoleons ist sehr gut beschrieben; die andere Seite der Barockbauten, die durch ihre Arbeit erst möglich wurden. Klerus und die Institution Kirche kommen in diesem Buch allerdings nicht sehr gut weg, obwohl oder gerade weil der Mühlhiasl auf die "christlichen" Tugenden der Menschheit hofft.