Pressestimmen
"Der Leser erfährt das Lager als Ort des Leidens, der Abschirmung bis hin zur Isolierung, das Sterben der Gefangenen und solidarische Hilfe von innen und außen. Er lernt das Denken und Handeln der Gefangenen und ihrer Wärter verstehen und erkennt kopfschüttelnd, wie viele Schicksale, ja Leben oder Tod, oft von Zufälligkeiten abhingen. Der Autor, der eher distanziert schreibt und sich erlebnisbetonter Berichterstattung weitgehend enthält, mahnt dennoch unverhohlen zur Nächstenliebe, zur weltweiten Achtung der Menschenrechte." (Mitteldeutsche Zeitung)
"Der Weinheimer Achim Kilian, der seit 1990 im Fachbereich des emeritierten Professors und DDR-Wissenschaftlers Hermann Weber an der Universität Mannheim forscht, hat ein Buch über das Lager geschrieben. (...) nüchtern trägt der Verfasser zahlreiche Berichte, Zeugenaussagen, Bilder, Dokumente und Archivalien zusammen, um sie zu einer lückenlosen Geschichte des Gefangenenlagers Mühlberg zusammenzufügen. Es ist eine Nüchternheit, die dem Verfasser eine wissenschaftliche Darstellung und eine Distanz zum selbst Erlebten ermöglicht. Denn Kilian war von 1945 bis 1948 Häftling im Lager Mühlberg. (...) In Kilians Buch gibt es Sätze, die man vor diesem Hintergrund nicht einfach überlesen kann." (Björn Hengst, Mannheimer Morgen und Weinheimer Nachrichten, 15. Februar 2002, 09.04.2002)
"Achim Kilians Darstellung bietet zum ersten Mal die gesamte Geschichte des Lagers Mühlberg in den beiden Epochen als deutsches Kriegsgefangenen- und sowjetisches Speziallager. Sie ist die Frucht einer zehnjährigen Forschungsarbeit, die der Autor (...) seit dem Zusammenbruch des Sowjetsystems und damit auch der DDR geleistet hat. Kilian (...) war unter 'Werwolf'-Verdacht im Oktober 1945 ins Lager Mühlberg gekommen, wo er bis August 1948 festgehalten wurde. Er ist also ein 'Betroffener'. Doch bereits sein erstes (...) Buch über das Speziallager Mühlberg unterscheidet sich deutlich von der gemeinhin üblichen Erinnerungsliteratur. Kilian hat seine detaillierten Erinnerungen von Anfang an nicht nur durch Kontakte mit Historikern und Leidensgenossen - sehr bald auch mit ehemaligen Insassen des Kriegsgefangenenlagers -, sondern auch und vor allem durch hartnäckig betriebene, umfangreiche eigene Recherchen in einschlägigen, nicht zuletzt russischen Archiven unterfüttert. Seine eigene Leidensgeschichte tritt dabei ganz in den Hintergrund. So ist aus dem Zeitzeugen ein Zeithistoriker geworden, dessen vorurteilsfreie Sachlichkeit und wissenschaftliche Gründlichkeit in der vorliegenden Gesamtgeschichte des Lagers Mühlberg beeindrucken." (Peter Jochen Winters, Deutschland Archiv 3/2002, 21.06.2002)
Rüdiger Overmans, Militärgeschichtliche Zeitschrift, 63 (2004)
[...] Achim Kilian [entfaltet] ein erstaunlich breites Wissen [...].