»Der Schluss, dass wir mit abwegiger Lust Feinde sehen, wo keine sind, und Konflikte beklagen, die in diesem Ausmaß nicht existieren, lässt sich jedenfalls aus einem Buch ziehen, das gerade der Philosoph Byung-Chul Han, Professor an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und Kollege von Peter Sloterdijk, vorgelegt hat. Selten hat en kleiner Essay zeitgenössische Gewissheiten, denen man sich bequemerweise hingab, so unaufwendig und nachhaltig irritiert. [...] Der Hansche Entwurf, der sich auch als Gegenentwurf zur aktuellen Integrationsdebatte lesen lässt und tatsächlich passgenau in die Diskussion über Verschleierung und schwer erziehbare Problemmgranten fällt. [...] Byung- Chul Han richtet sich mit seinem Aufsatz einerseits gegen jene Wissenschaftler, die, wie etwa der Schweizer Historiker Philipp Sarasin [...] die Virologie als Erklärungsmuster unserer Gegenwart heranziehen. Er richtet sich aber auch gegen jene Publizisten, die wie der Berliner Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin [...]im Einwanderer noch immer den Fremden zu entlarven versuchen.« --Adam Soboczynsky, Die Zeit, 09. September 2010
»Dass ein philosophisches Buch innerhalb von zwei Wochen ausverkauft ist, kommt nicht häufig vor. [...] Doch die ersten 2000 Exemplare des schmalen Büchleins sind weg, die zweite Auflage geht gerade in den Druck. [..] Der Kniff seines [Hans] neuen, gerade mal 60 Seiten umfassenden Essays besteht darin, es mit der Depression und der Weltgeschichte zugleich aufzunehmen.« --Harald Jähner, Frankfurter Rundschau, 21.09.2010
»Der...Philosoph verkündet hier...nicht weniger als einen paradigmatischen Umsturz, der die gesamte Kultur der Gegenwart heimgesucht haben soll.« --Hans Joachim Lenger, Westdeutscher Rundfunk Köln, 31. Oktober 2010
»...nach Han versteht man die Wut als produktive Ressource, als notwendige Energiezufuhr, die es dem unter Druck geratenen Bürger ermöglicht, als ein tonangebendes Kollektivsubjekt aufzutreten.« --Aram Lintzel, Taz.de, 9. November 2010
»...ein spannende[r] Beitrag zur Kultur der Selbstausbeutung....ei[n] überaus anregende[r] und streitbare[r] Essay über unsere heutige...“Müdigkeitsgesellschaft“.« --Svenja Flasspöhler, Deutschlandradio Kultur, 16. November 2010
»Ein kleines Essay eines großen Denkers: Das neue Büchlein des Karlsruher Philosophieprofessors (...) untersucht klug und originell die heutige Leistungsgesellschaft – und therapiert sie auch mit Langweile und Wut.« --Bettina Hartz, Kultiversum, 1. Dezember 2010
»Die moderne Informations- und Leistungsgesellschaft mit ihren endlosen Reizen und Möglichkeiten gilt vielen als fortschrittlich. Laut dem Philosophen Byung-Chul Han ist sie jedoch ein Rückschritt: Der ständige Versuch, alles zu wissen und zu können, sorgt für eine kollektive Ermüdung. In seinem Buch "Müdigkeitsgesellschaft" beschreibt er dieses Phänomen - und Wege, es zu lösen. "Müdigkeitsgesellschaft" ist kein wohlfeiles Besserleben-Rezept, sondern ein philosophischer Essay.« --Sandra Steffan, Kulturzeit, 8. Dezember 2010
»Dass Han mit seinem Befund einen wunden Punkt berührt, beweist die Tatsache, dass sich sein Büchlein zum Überraschungserfolg entwickelte.« --Kulturplatz SF, 15. Dezember 2010
»Han hat diese Situation, in die wir uns gesamtgesellschaftlich hineinmanövriert haben, auf brilliante Weise zugespitzt. Sein Buch ist der Entwurf eines Zeitalters der Postimmunologie, in dem nicht länger im Bild der Infektionen, sondern in dem der Infarkte gedacht werden müsse.« --Jürgen Nielsen-Sikora, Glanz&Elend, 14. Januar 2011
»Heilig ist... nicht der Tag des um-zu, sondern der Tag des nicht-zu, ein Tag, an dem der Gebrauch des Unbrauchbaren möglich wäre. Es ist der Tag der Müdigkeit. Die Zwischenzeit ist eine Zeit ohne Arbeit, eine Spielzeit. Und nur wo der Mensch spielt, ist er ganz Mensch, könnte Han - mit Schiller - schließen.« --Eike Gebhardt, SWR2, 7. Februar 2011
»[Die] ideal[e] Begleitlektüre einer Gesellschaft, die im Angesicht von Stuttgart 21 den Wutbürger als neues, wenngleich fragwürdiges politisches Subjekt entdeckte.« --Dominikus Müller, Spex, April 2011
»[Ein] originäres und zugegebenermaßen irritierendes Plädoyer für eine Welt, die statt ein Übermaß an Positivität eine Energie der Negativität braucht«. --Brigitte Siebrasse, Soziale Psychiatrie, April 2011
»[...] ein sehr anregendes Büchlein [...]« --St. Galler Tagblatt, 9. Juli 2011
»[...] ein unverhoffter Bestseller, der auf höchst elegante und klar formulierte Weise von den drängenden Lebensfragen unserer Gesellschaft handelt. Einen solchen Text bringt die akademische Philosophie nicht alle Tage hervor.« --Roland Düker, Literaturen, Juli/August 2011
»Nach dem Lesen des Büchleins beginnt man unwillkürlich über den wert der unproduktiven „Zwischen-Zeiten“ nachzudenken, in denen es um das Ruhe und das Nicht-etwas-tun-müssen geht.« --Peter Danich, polak.at, September 2011