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Mörderwald [Taschenbuch]

Eugenio Fuentes
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1. Juni 2004
Liebe und Eifersucht, Kunst und Natur, Beschaulichkeit und Hektik – ›Mörderwald‹ ist mit seiner bildhaften Sprache und seiner wohldurchdachten Struktur mehr als reine Spannungsliteratur.

Im südspanischen Nationalpark Paternóster ist die schöne, von vielen begehrte Malerin Gloria García auf bestialische Weise ermordet worden. Kurz nach der Tat, die in der nahe gelegenen Kleinstadt Breda für großes Aufsehen sorgt, beauftragt Glorias Verlobter den Privatdetektiv Ricardo Cupido mit dem Fall. Alle Spuren weisen auf einen Täter im unmittelbaren Umfeld der jungen Frau hin, sämtliche Verdächtige scheinen aber ein stichhaltiges Alibi zu haben.

Cupido steht vor einem Rätsel. Als noch zwei weitere Morde im Naturschutzgebiet geschehen, scheint Cupidos Theorie hinfällig zu sein. Handelt es sich um das Werk eines Psychopathen? Oder besteht doch eine Verbindung zum ersten Mord? Liegt der Schlüssel zur Aufklärung in Glorias verschollenem Tagebuch?

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 368 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423207183
  • ISBN-13: 978-3423207188
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 267.372 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Das kleine Städtchen Breda scheint wie geschaffen für dringend benötigte Erholungspausen: freundliche Einheimische und ein Komforthotel nebst angrenzendem Naturschutzgebiet. Die junge, attraktive Malerin Gloria nutzt ein freies Wochenende und flieht vor dem Tumult der Großstadt Madrid dorthin. Einerseits möchte sie die Wandzeichnungen in einer abgelegenen Höhle noch einmal genauer betrachten, andererseits will sie ihre Beziehung zu dem Anwalt Marcos Anglada grundsätzlich überdenken.

Kurze Zeit später wird sie auf einem Waldweg tot aufgefunden. Die Tatwaffe, ein Schäfermesser, steckt ihr noch in der Gurgel. Die Polizei ist ratlos angesichts dieses scheinbar unmotivierten Mordes. Glorias Freund Marcos hat wenig Vertrauen in die beamteten Gesetzeshüter und engagiert einen Privatdetektiv, den ortsansässigen Ricardo Cupido. Anfangs weisen alle Spuren auf einen Täter im intimen Umfeld der jungen Frau hin. Doch dann geschieht ein zweiter Mord, der Cupidos Vermutungen ad absurdum führt.

Landflucht ist angesagt. War bis vor kurzem noch die Großstadt ausschließliches Wirkungsfeld abgebrühter Privatdetektive, entdecken Krimiautoren in den letzten Jahren das verbrecherische Potenzial der Provinz. Nach dem Sizilien Andrea Camilleris und der Provence Pierre Magnans geht die Reise jetzt in das spanische Estremadura, eine touristisch noch unerschlossene Gegend. Eugenio Fuentes gelingen großartige Landschaftsbeschreibung, Farben, Geräusche und Gerüche überwältigen den Leser fast auf jeder Seite. Die Krimihandlung dagegen ist zwar gekonnt konstruiert, aber nur mäßig originell, und Cupido, der mit seinen 35 allzu drastisch auf eine Midlife-Crisis zusteuert, ist eine eher blasse Hauptfigur.

Vergleichbares findet sich weit überzeugender in George Simenons Sonnntag, der dafür nur knapp die halbe Seitenzahl benötigt. Keine Frage: Spanienfans werden an diesem Roman ihre helle Freude haben. Routinierte Krimileser kommen eher weniger auf ihre Kosten. --Hannes Riffel -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

Ein gutes Stück Spannungsliteratur, das anspruchsvollen Krimifreunden einen Platz im Urlaubsgepäck wert sein sollte.

Liebe und Eifersucht, Kunst und Natur, Beschaulichkeit und Hektik – ›Mörderwald‹ ist mit seiner bildhaften Sprache und seiner wohldurchdachten Struktur mehr als reine Spannungsliteratur.

Ein ohne Unterlass spannender Kriminalroman...faszinierend und hervorragend...ein Genuss.

Fast alles an diesem Krimi ist eigenwillig anders […] Den Spannungsbogen zieht Fuentes mit schlichter Effizienz, wobei man seine plastischen Porträts der Figuren mindestens ebenso gern liest. So verrät nicht erst die (verblüffende) Lösung, dass außerhalb der leergejagten Krimi-Reviere die reizvollste literarische Beute wartet.

Besonders originell und lesenswert ist ›Mörderwald‹, weil dieser Autor einen prägnanten Umgang mit der Sprache beherrscht und es ihm gelingt, Krimigeschehen und Introspektion so miteinander zu verknüpfen, dass man beim Lesen durch Wechselbäder von Spannung, Rätsel, Unterhaltung und Tiefgang getrieben wird.

Dass die gesamte Konstruktion über 400 Seiten den Schwung hält, sich die Schlinge um das Böse langsam und genüsslich immer enger zieht, schließlich auch die Auflösung angemessen und plausibel erscheint, lässt nur einen Rat zu: kaufen!

Die Annäherung an die dunklen Seiten der Natur und des Menschen muß mit literarischer Kaltblütigkeit geschehen – genau das ist Fuentes gelungen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mörderwald 22. Februar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Ein ungewöhnliches Buch, welches mir sehr gut gefallen hat.
Einerseits wird aus der Sichtweise von mehreren Personen (u.a. auch aus der Sichweise einer Ratte, was mich einerseits abgestoßen anderseits fasziniert hat) erzählt, was die Geschichte sehr vielschichtig macht. Anderseits ist die Handlung selbst auch sehr spannend: Eine junge Frau, welche alleine in den Bergen im Naturschutzgebiet wandern gegangen ist, wird auf brutale Weise ermordert. Der Verlobte der Ermordeten engagiert einen Privatdedektiven, welcher neben der Polizei den Mord aufklären soll. Nachdem ein zweiter Mord an einer anderen jungen Frau wenige Tage später sich ereignet, zieht der Verlobte den Auftrag zurück und schreibt den Mord an seiner Freundin der Tat eines Wahnsinnigen zu, nach dem Motto: am falschen Ort zur falschen Zeit. Der Privatdedektiv hat daran jedoch seine Zweifel und recherchiert auf eigene Faust weiter...
Schade finde ich, daß eine gewisse Effektheischerei betrieben wurde. Denn zum Ende, als alles aufgeklärt worden ist, fragt sich der Leser, warum diese Morde auf so brutale Art-und-Weise begangen werden mußten. Etwas weniger wäre für meinen Geschmack mehr gewesen.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eifersuchts- und Wahnsinnsmord 2. August 2004
Von Uli Geißler TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Mountainbiker machen einen grausigen Fund im Wald des Nationalparks Paternoster. Damit beginnt ein ohne Unterlass spannender Kriminalroman aus Spanien. Kriminalistischer Protagonist ist Privatdetektiv Ricardo Cupido, der sich zunächst in dem nahe des Tatortes gelegenen Breda umhört und doch zunächst keinen Schritt weiter kommt.

Bis zum letzten Kapitel drängt sich keine Verdächtige und kein Verdächtiger auf und jede Spekulation bleibt flach.

Die Recherchen des Privatdetektivs bleiben gut nachvollziehbar und beschaulich. Lange bleibt alles unklar und vor allem grundlos. Bis sich ein Hinweis auf das Tagebuch der Ermordeten ergibt. Cupido stürzt sich in die Vermutung, dass ihm darin die Lösung des Falles gegeben werden könnte und macht sich fieberhaft auf die Suche nach dem Büchlein.

Nebenbei gibt es ein realistische Psychogramm über den stillen Detektiv und seine eigenen Lebenswirklichkeit, welches ihn sympathisch und normal erscheinen lässt.

Ein zweiter und schließlich ein dritter Mord bringt zunächst seine Überlegungen ins Wanken doch wie so oft beschert Intuition gepaart mit akribischer Recherche und einem Quäntchen Glück dem Aufklärer die entscheidende Idee und den Hinweis auf das Versteck des Tagebuchs. Tatsächlich findet er darin des Rätsels Lösung und auch als Leserin beziehungsweise Leser beginnt man, Zusammenhänge herzustellen und sich auf eine mögliche Täterschaft bestimmter Personen hin einzustellen. Klar ist allerdings alles erst am Schluss.

Es ist faszinierend und hervorragend, wie sich von Zeile zu Zeile anregende Dichte aufbaut und auch bis zum Ende der im weiteren Verlauf sich vielschichtig und raffiniert entwickelnden Geschichte bestehen bleibt. Keine Information wird zu früh preisgegeben und kein Detail zieht die Geschichte in die Länge.

Mir hat auch der etwas melancholisch stimmende Stil des Autoren und seines Protagonisten angesprochen. Er erzeugt eine wundersame Ruhe und verhindert jegliche Ungeduld. Das Buch zu lesen war trotz des - genrenötigen - schaurigen Inhalts ein Genuss.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannendes aus Spanien 21. Februar 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Liebe und Eifersucht, Kunst und Natur, Beschaulichkeit und Hektik - von diesen Gegensätzen erzählt Eugenio Fuentes in seinem Roman „Mörderwald". Und natürlich - wie der Titel schon verrät - von Mord. Vordergründig ein Krimi, ist dieses Buch mit seiner bildhaften Sprache und seiner wohldurchdachten Struktur mehr, als reine Spannungsliteratur.

Der Krimiplot ist einfach: Die junge Malerin Gloria wird an einem Herbstmorgen in dem südspanischen Nationalpark Paternóster, nahe der kleinen Ortschaft Breda, ermordet. Die junge Frau aus Madrid befand sich auf dem Weg zu den Höhlenzeichnungen, die verborgen im Wald auf einer Anhöhe liegen, als sie ihrem Mörder begegnete. Kurz nach der Tat, die in Breda für Aufsehen sorgt, beauftragt Glorias Verlobter, der Anwalt Marcos Anglada, den Privatdetektiv Ricardo Cupido mit der Aufklärung des Falls.

Anglada will noch vor der Polizei wissen, wer seine Freundin ermordet hat. In Cupido findet er den idealen Detektiv: Er ist ortskundig und mit den Geschichten und Gepflogenheiten der Landbevölkerung bestens vertraut. Cupido geht bei seinen Ermittlungen einen Handel mit der Polizei ein: Während er im privaten Umfeld der Toten und somit in Madrid ermitteln soll, sucht die Polizei in Breda.

Cupido, ein nachdenklicher Mann Mitte Dreißig, vermutet als Mordmotiv tatsächlich einen privaten oder familiären Hintergrund. Er befragt Freunde und Kollegen von Gloria. Durch Rückblenden und Erinnerungen entsteht nach und nach ein Bild der Toten: Sie war zu Lebzeiten eine wunderschöne Frau, stand mit ihrer lebenslustigen Art im Mittelpunkt, war als Künstlerin erfolgreich und hatte neben ihrem Verlobten eine ganze Reihe von Liebhabern. Darüber hinaus hört sich Cupido auch in Breda um, erfährt Details über Glorias Familie, die durch ihren Tod Anspruch auf ihr Erbe hat. Ebenso könnte ein alter Rechtsstreit, bei dem es um Gebietsansprüche im Naturreservat geht, mit dem Mord in Zusammenhang stehen.

Als eine zweite junge Frau im Wald ermordet wird, scheint Cupidos Theorie hinfällig zu sein. Ein Wahnsinniger - so die allgemeine Ansicht - geht dort um. Es verwundert den Detektiv daher nicht, dass Glorias Verlobter den Ermittlungsauftrag zurückzieht. Doch Cupido sucht auf eigene Faust weiter. Vor allem Glorias Tagebuch scheint dem Detektiv für die Lösung wichtig zu sein, nur ist es wie vom Erdboden verschwunden. Dann geschieht ein dritter Mord...

Faszinierend erzählt Fuentes in einer sachlich-kühlen, bildreichen Prosa eine Mordgeschichte, eingebettet in klaren, wunderschönen Beschreibungen der Landschaft und Menschen. Der Roman lebt von Gegensätzen: Die kluge, schöne Künstlerin, die sowohl die Vorzüge der hektischen Großstadt wie auch die Zurückgezogenheit und Stille des Landlebens genießen kann, steht neben den herben, einfachen Bewohnern Bredas. Brutale, intensive Mordszenen an Menschen und Tieren wechseln sich ab mit malerischen Landschaftsbeschreibungen.

Durch die unterschiedlichen Sichtweisen von Freunden, Familie und Bekannten legt Fuentes raffiniert schichtweise das Bild der ermordeten Gloria frei und erzielt so eine fesselnde Dichte und Spannung. Im Mittelpunkt bleibt aber sein lebenserfahrener Detektiv Cupido, der unaufdringlich und nachdenklich ermittelt. Seine Reflexionen über Kunst, Natur, Leben und Mord sind geistreich ohne dabei in einen überheblichen Ton abzurutschen.

Die vielfältigen Themen, die Fuentes anspricht, hat er in eine wohldurchdachte, ruhige Erzählstruktur gebracht. Ein kluger, anspruchsvoller Krimi, gespickt mit vielen archaischen Symbolen wie Blut, Sperma oder den bedrohlichen Wald. Ein lustvolles, prächtiges und rätselhaftes Gedankenspiel über das Leben und den Tod und gerade deswegen eine spannende Geschichte.

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2.0 von 5 Sternen Mit dem Mörder im Wald
Eugenio Fuentes (Jg. 1958) ist ein in Spanien mehrfach ausgezeichneter Autor und so verbindet er hier seinen Krimi mit literarischem Anspruch und lässt das Mordopfer, die... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Tagen von Joachimski Leseteufel veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein herkömmlicher Krimi
.... leider und mehr nicht. Also die Darstellungen aus verschiedenen Perspektiven find ich (wie eh schon des öfteren geschrieben) gut (vor allem, die der Ratte :-) ... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Monika Schwirtz veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Auf die Dauer überzeugend!
Das spanische Örtchen Breda ist mit seinem Nationalpark "El Paternoster" das Erholungsziel für Einheimische und Touristen, bis eines Tages die junge Malerin Gloria Garcia... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. September 2008 von Buchkolumne.de
5.0 von 5 Sternen Spanischer Kriminalroman als exquisite Literatur
"Mörderwald" (dtv 20718 - "El interior des bosque", 1999) ist Spannungsliteratur um eine Mordserie im Süden Spaniens. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. August 2007 von Ewald Judt
1.0 von 5 Sternen Zu grausame Morddarstellung
Eigentlich kann ich mir etwas über das Buch kein fundiertes Urteil erlauben. Ich habe nur einen Teil des ersten Kapitels gelesen, aber vor diesem Anfang wäre ich gerne... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2007 von Hamburgerin
4.0 von 5 Sternen Sehr spannender und lesenswerter Krimi!
Eigentlich bin ich ja nicht der typische Krimi-Leser, aber dieses Buch konnte ich doch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich alle Seiten durch hatte und der Mordfall aufgedeckt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Januar 2002 von "angua24"
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