In den siebziger Jahren entstanden Horrorfilme die mit Tieren als Hauptdarstellern aufwarteten wie Sand am mehr. Die meisten davon waren aber so schnell wie sie gekommen sind auch wieder vergessen. Der Klassiker schlechthin aus besagter Zeit ist wohl definitiv Spielbergs Monsterfisch Der weisse Hai" von 1974. Neben Haien gab es unter anderem auch Piranhas, Frösche, Schlangen, Bienen und ähnliches Getier in diesen damals beliebten Horrorfilmen zu bestaunen.
Spinnen durfte man an dieser Stelle natürlich nicht vergessen, handelt es sich doch hierbei um das Krabbeltier vor dem die meisten Frauen eine wörtlich gesagt tierische Angst haben. Hier brauche ich nur mal an meine eigene Schwester zu denken die beim Anblick einer Spinne aus dem Stand wahrscheinlich höher springt als ein Hochspringer bei den olympischen Spielen.
Diese Angst (Arachnophobie) machte sich Regisseur Jon Cardos zu nutze und drehte 1977 den gelungenen B-Movie Horrorfilm "Kingdom of the Spiders". Der Film spielt gekonnt mitbesagter Spinnenphobie und bietet sehr unterhaltsame, kurzweilige und spannende Unterhaltung.
Die Handlung ist relativ schnell erzählt und nicht sehr spektakulär. In dem kleinen idyllischen Örtchen Verde Valley verendet eines schönen Tages der Stier von Farmer Colby (Woody Strode aus Spiel mir das Lied vom Tod) und bei der Untersuchung stellt man fest das Spinnengift der Auslöser für den Tod des Tieres waren. Dr. Hanson, genannt Rack (William Captain Kirk" Shatner) hat den Fall untersucht und verständigt die zuständige Behörde. Von dort wird die Expertin Diane Ashley nach Verde Valley geschickt um sich genauer mit dem Fall zu beschäftigen. Schon bald entdeckt man hinter dem Grundstück von Famer Colby einen Spinnenhügel aus dem unzählige der kleinen Krabbeltierchen unterwegs sind. Als dann die ersten menschlichen Opfer zu beklagen sind spitzt sich die Lage zu. Man endeckt unzählige weiterer dieser Spinnenhügel womit man es mit zig tausenden der Krabbler zu tun hat. Der Versuch die Gegend mit Gift zu besprühen schlägt fehl und langsam besiedeln die Spinnen das ganze Örtchen. Ein paar wenige suchen Zuflucht in einem Gasthaus und verbarikadieren sich dort vor den Spinnen, welche aber jede Möglichkeit nutzen ins Haus zu kommen.
Die Aufnahmen mit den Spinnen sind große Klasse und ich staune immer noch über die Menge an Krabblern die im Film zu sehen sind. Dazu gibt's in einem sehr umfangreichen Booklet etwas zu lesen. Der Film ist sehr kurzweilig und spannend in Szene gesetzt. Er gehört für mich zu den Klassikern des Tierhorrors der auch heute noch absolut sehenswert ist. Die Landschaftsaufnahmen sind sehr gelungen und als die Country Musik tut Ihr übriges zum gelingen des Films. Die DVD Ausgabe ist absolut zu empfehlen. Unter einer Papphülle mit dem hier auch abgebildeten Cover befindet sich ein Armaray Case auf dessen Cover unzählige kleine Spinnen abgebildet sind. Das Booklet ist vorbildlich, sehr informativ und vor allem sehr umfangreich. Dort befindet sich jede Menge interessantes zur Enstehung des Films. Das Bonusmaterial selbst ist auf der DVD sehr spärlich ausgefallen, den außer Trailern gibt es hier nichts mehr zu finden. Bild- und Tonqualität sind für einen Film dieses Alters absolut o.k. Von mir gibt's vier Sterne für einen Klassiker des Tierhorrors der auch auf DVD anständig umgesetzt wurde.