29 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Überzeugend!, 7. Oktober 2002
Von Ein Kunde
Das Buch macht auf mit zwei Fallgeschichten, die eines der Kernprobleme bei Serienmördern herausstellen und belegen. Es gelingt den Tätern nicht selten, sich viele Jahre hinter der Maske des unscheinbaren Biedermanns zu verstecken. Und dann kommt alles heraus, und niemand will etwas gewusst oder geahnt haben.
Auch belegt der Autor, dass in den vergangenen 50 Jahren eine Vielzahl von Mordserien ungeklärt geblieben sind. Diese Fälle sind spannend zu lesen, da teilweise - jedenfalls mir - unbekannt. Und die Gründe, warum dies so ist, werden angehängt.
Übrigens ein dickes Plus dieses Werks, dass nicht nur einfach Geschichten erzählt werden, sondern jeweils der motivische und soziale Hintergrund aufbereitet und analysiert werden. Dieser rote Faden zieht sich durch das ganze Buch, ich hatte das Gefühl, mehr als ausreichend informiert und aufgeklärt zu werden.
Besonders aufschlussreich empfand ich die Schilderung der Gespräche mit Tätern. Die Aussagen der Täter sprechen für sich, bisher habe ich Derartiges noch nicht lesen dürfen.
Auch für kriminalistisch oder kriminalpsychologisch Interessierte hält das Buch einiges bereit. Beispielsweise wird das "Profiling", seit "Das Schweigen der Lämmer" überaus populär, nachvollziehbar, aber auch kritisch gewürdigt. Jedenfalls dann, wenn es um ehemalige FBI-Agenten geht, die sich auch publizistisch hervorgetan haben. Die Argumente, die Harbort vorbringt sind durchaus plausibel und werden jeweils durch Fälle belegt. Ich habe hier in einigen Bereichen umdenken müssen.
Über dieses Buch darf sicher auch gestritten werden. Über den Umgang mit solchen Tätern (Therapiechancen, -erfolge und-misserfolge) wird sich die Gesellschaft noch ihre Gedanken machen müssen. Ob tatsächlich ein "Systemfehler", so urteilt der Autor, vorliegt, ist sicher diskussionswürdig. Man muss dem allerdings nicht unbedingt zustimmen.
Zusammenfassend darf ich festhalten, dass diese Abhandlung zum Thema Serienmörder gelungen ist. Ich darf diese Lektüre guten Gewissens empfehlen.
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32 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Exzellente Darstellung, 11. Oktober 2002
Durch die überbordende Berichterstattung zu den Ereignissen in den USA (der wahllos mordende Heckenschütze im Großraum Washington) bin ich auf dieses Buch gestoßen. Im Fernsehen ist ja mehrfach darauf hingewiesen worden. Alle Welt fragt sich, wie Serienkiller "ticken". Ich kann nach der Lektüre nun nicht behaupten, daß ich es weiß, aber ich habe sehr interessante Eindrücke gewinnen können. Wenn der Autor Motive und Ursachen dieser menschlichen und emotionalen Exzesse beleuchtet, erscheint mir vieles plausibel. Besonders interessant fand ich die Erläuterungen zu den Arbeitsmethoden der Polizei, wenn die Hatz auf das "Monster" eröffnet wird. Besonders angenehm war die "Schreibe" des Autors: kein lagatmiges Geschwafel, sondern kurz und trocken auf den Punkt gebracht. Hilfreich ist auch das ausführliche Literaturverzeichnis. Durch die Kombination von Fallbeschreibungen und wissenschaftlichen Erklärungen hebt sich dieses Buch deutlich von anderen Werken zu diesem Thema ab. Den Kauf habe ich nicht bereut.
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38 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spitzentitel!, 14. Oktober 2002
Schon das erste Buch des Autors ("Das Hannibal-Syndrom") war ein Knüller. Die Fortsetzung ist nicht minder gut gelungen, auch wenn sich das Werk nicht ganz so flüssig liest. Dafür enthält es aber eine Vielzahl von zum Teil erschütternden Kriminalgeschichten, die mich wieder das Fürchten gelehrt haben. Erneut überzeugt Harbort durch seine einfühlsamen Beschreibungen und seine klaren Analysen. Ihm ist es gelungen, nicht nur scheußlichste Verbrechen zu dokumentieren, sondern auch die Hintergründe transparent zu machen. Auch die Erläuterungen zu Fahndungsmethoden, die speziell für Serientäter entwickelt worden sind (z. B. geografische Profilerstellung), lasen sich zwar etwas trocken, waren dafür aber sehr aufschlußreich. Der Schluß des Buches hat mich lange nachdenken lassen, und ich habe schon mehrfach mit Freunden darüber diskutieren müssen. Mehr möchte ich nicht verraten!
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