ich freute mich sehr über dieses Weihnachtsgeschenk einer Bekannten, und obwohl ich sonst nicht die passionierte Krimileserin bin, hat mich dieses Buch über mehrere Tage in den Bann genommen. Es ist ein Roman, der in mir nachhallt. Natürlich fragte ich mich: Warum? Diese Geschichte spielt nicht irgendwo auf der Welt, sie ist ganz nah und könnte nebenan passieren oder passiert sein. Ich fand so Vieles aus meinem eigenen Alltag wieder. Sehr nah ist mir dieser Fall des Kommissar Rosenbaum auch gegangen, weil ich selbst eine Tochter in dem Alter habe, und Sorgen und Ängste ebenso zum Alltag gehören. Das Kind hat sich nicht gemeldet nach der Schule ... was geht mir da alles durch den Kopf ... dieses Gefühlsleben ist so nachvollziehbar. Kindesmissbrauch ist ein schlimmes Thema, und an manchen Stellen musste ich das Buch beiseite legen ...
Doch es hat seine erholsamen und noch dazu informativen Seiten, denn die Beschreibungen der Mindener Umgebung und des Mindener Stadtlebens, die Sehenswürdigkeiten und die Landschaft, das ist alles gekonnt eingeflochten in die spannende Krimihandlung. Schon oft mit dem Zug dran vorbei gefahren, werde ich sicher irgendwann bei einer meiner nächsten Reisen mal aussteigen und die Gegend etwas erkunden. Schöne Radtouren, die der Protagonist der Handlung dort so abfährt ...
Also ich freue mich schon auf den nächsten Krimiroman von Andrea Gerecke, der hoffentlich wieder nebenan spielen wird und mich vor lauter Neugier auf Weiteres erst morgens irgendwann einschlafen lässt.