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am 22. Juli 2009
Mir fällt ein Kommentar eigentlich wirklich schwer. Das Buch hat mich zu einem großen Teil gefesselt und ich wollte stets wissen, wie es nun weitergeht, sodass ich teilweise nur sehr, sehr ungern aufgehört habe, zu lesen.
Dennoch hat der Autor es am Ende "geschafft", dass ich dem Roman nur 3 von 10 Punkten geben kann.
Ich bin mir zwar nicht sicher, aber ich vermute, er selbst hat einen recht hohen IQ, denn anders kann ich mir die Anhäufung hochintelligenter Personen kaum erklären(Zwei 17-Jährige, die schon studieren, mit einem IQ von über 170. Der Mörder und dessen Frau mit einem IQ von 160, der leitende Ermittler mit einem IQ von 143 usw.) Irgendwann wird dies schlichtweg unglaubwürdig und dass das Wunderkind, das natürlich auch noch bezaubernd aussieht, am Ende den Ermittlern, die 30 Jahre Diensterfahrung haben, einfach mal so die Lösung zum Fall offenbart, macht das Ganze sicher nicht besser. Ich musste mich mehrmals zwingen nicht laut loszulachen, als der Autor in diesem Sinne noch einen "drauf gesetzt" hat.
Ebenso hat er sich einige Male wiederholt und dass im Klappentext schon erwähnt wird, was erst nach 330 von 500 Seiten passiert, ist auch nicht gerade spanungsfördernd. Zum Glück habe ich diesen, warum auch immer, vorher nicht angeschaut.
Insofern kein richtig schlechter Thriller, der aber durch "immer höher, immer weiter" auch im Sinne der perversen Morde doch so stark an Glaubwürdigkeit verliert, dass ich ihn nicht weiterempfehlen kann.
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am 2. August 2009
Dies war mein erstes Buch von Andreas Franz und auch erstmal das letzte. Die Geschichte wirkt komplett an den Haaren herbeigezogen, die Charaktere werden nur flach beschrieben und auch das Motiv des Mörders ist vollkommen unglaubwürdig. Leider ist schon früh klar, wer als Täter in Frage kommt. Ungünstig finde ich auch im Klappentext bereits zwei Drittel der Handlung zu beschreiben. Macht die Geschichte nicht unbedingt spannender. An vielen Stellen habe ich quer gelesen, weil es mich langweilte. Und auch die Auflösung des Falles war dann ohne jeden Showdown. Schade.
Der Schreibstil des Autors hat mir überhaupt nicht gefallen. Die vielen, oft platten und unglaubwürdigen Dialoge, puh. Am besten fand ich die Reaktion der Ehefrau, als ihr mitgeteilt wurde, dass ihr Mann ein Mörder ist und mehrere Frauen umgebracht hat. "Mehrere? Wie viele?" Sollte sie nicht entsetzt sein, dass ihr Mann überhaupt jemanden getötet hat? Das kam erst eine Seite später. Das fand ich dann schon wieder lustig.
Nachdem ich schon soviel über diesen Autor gehört habe, hatte ich mehr erwartet. Ich gebe für "Mörderische Tage" nur zwei Sterne.
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am 4. März 2009
Ihr schwerster Fall?
Hier kann man antworten, wie sich eigentlich fast alles von Andreas Franz bewerten lässt: Mit einem kräftigen 'naja''

Ich habe alle Bücher von Andreas Franz gelesen. Und immer wieder komme ich zum selben Ergebnis: So richtig 'dolle' ist es nicht'

Ist es dreist oder peinlich, diese mantrahafte Wiederholung des Mottos von Herrn Franz, das sich in jedem seiner Bücher findet: 'Die Leser fesseln und trotzdem (vielleicht) zum Nachdenken anregen (aber nie den Zeigefinger erheben!' ' Abgesehen davon, dass es kein gutes Licht auf einen Autoren wirft, einen stilistisch so schlechten Satz mehr als einmal drucken zu lassen: Wieso sollte das Fesseln der Leserschaft ein Nachdenken ausschließen? Was soll dieses 'Trotzdem'?? Zum Nachdenken anregen? Worüber denn? Mehr, als dort geschrieben ist, lässt sich doch nicht finden. Außer vielleicht mal einem 'wie schrecklich' oder 'das möchte ich nicht erleben' (diese Stimmung lässt sich mit jedem schlechten Horrorfilm oder 'roman erzeugen) bietet Andreas Franz nicht viel, über das sich nachzudenken lohnt.
Ich wünschte, der zitierte Zeigefinger ließe sich wenigstens schemenhaft erkennen! Man müsste nicht seiner Meinung sein; aber man hätte wenigstens das Gefühl, das ist jemand, der neben einer Schema-F-Kriminalgeschichte auch etwas sagen will ' und sei es nur um des Erzählens willen.

Eine der größeren Chancen, nämlich über die Schiene 'Vater gläubiger Christ - Tochter zweifelnde Suchende' die Frage nach Leben, Tod, Sinnhaftigkeit, Gerechtigtkeit und was sich da alles böte auch nur ansatzweise zu streifen, lässt er konsequent ungenutzt. Mehr als die Binsenweisheiten 'Wenn es denn Gott gäbe, sind ihm die Hände gebunden, weil er den Menschen einen freien Willen gegeben hat' und der Quintessenz aus Hellmers Leben 'Geld allein macht auch nicht glücklich' lassen sich nicht wirklich aus seinem Werk hervorkratzen'

Schade, dass es Herrn Franz bis heute nicht gelungen ist (bzw. nicht von ihm beabsichtigt zu sein scheint), seinen Figuren etwas mehr Profil zu verschaffen. Allen voran Julia Durant, deren Leben zwischen meist unangenehmer Launenhaftigkeit, irgendwelchen flüchtig eingestreuten 'Intuitionen' (die es dem Autor ermöglichen, ohne den Aufwand einer gewissen erzählerischen Vorbereitung den Plot in eine neue Richtung zu bringen), eben das Pseudo-Religiöse gerade mal streifenden Telefonaten mit ihrem Vater und die allabendliche Tomatensuppen-, Salamibrot-mit-Gurke- und Bier-Langeweile verläuft.
Eine irgendwie geartete Tiefe ist da nicht zu finden. Und das liegt nicht am Genre! Was hätte man alles machen können aus Protagonisten, die die Chance hatten, in inzwischen bereits zehn Romanen glaubhafte Konturen zu bekommen.
Es ist schade und gleichermaßen erstaunlich, wie sich eine Julia-Durant-Serie entwickeln konnte, ohne dass sich wirklich greifbare Charaktere erkennen ließen.

Zugegeben, es liest sich flott, in ein oder zwei Tagen ist das Buch durch. Aber diese Stärke ist zugleich der Makel: Kein Satz, bei dem man verharren könnte 'schöner Satz, gute Wortwahl, treffende Formulierung', kein Gedanke, der des Nach-Denkens lohnt. Unterhaltung ohne jeglichen Nachhall. Die gibt's inzwischen an jeder Ecke ' und oft besser.

Bei inzwischen siebzehn Romanen nicht einmal gedacht 'Ha, das ist Andreas Franz'. Wer würde hier irgendeinen Stil erkennen können? Würden nicht die Protagonisten immer wieder genannt: Kein Roman ließe sich auf diesen Autor zurückführen.

Es gibt so viele Kriminalromanautoren, schlechte, gute und welche mit Schwächen.
Meine Meinung zu Herrn Franz: Leider kann er nichts besonders gut'
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am 22. September 2009
Andreas Franz ist einer der vielverkauften deutschen Thrillerautoren und wer seine Bücher kennt, weiß, wie schlecht es um den deutschen Thriller bestellt sein muss.
Zu sagen, der Roman sei schlecht recherchiert ist ein Euphemismus: Er ist vermutlich gar nicht recherchiert, an die Stelle einer Recherche treten Versatzstücke und Klischees, die der Autor vermutlich einem Donald-Duck-Heft entnommen hat. Es genügt nicht, dass jemand reich ist, die Familien des Andreas Franz müssen gleich zu den reichsten Deutschen zählen. Sie besitzen 15 Häuser auf der ganzen Welt und fügen sich so in das Gesamtbild von Millardären und Superreichen, das Franz zeichnet und in dem seine Thriller angesiedelt zu sein scheinen, prima ein.
Auffällig ist, dass bei ihm gerade superreiche Frauen nur darauf warten, von armen Schluckern (einem Autor, einem Vertreter der Werbeabteilung eines Verlages und einem Polizisten) geheiratet zu werden. Und wenn man schon so reich ist, muss man das auch zeigen: All diese Figuren fahren Porsche, etwas anderes fällt dem Autor nicht ein, um Reichtum zum illustrieren - es sei denn, dass sie bei der Bezahlung ihres Psychotherapeuten ohne zu fragen, den dreifachen Preis auf den Tisch knallen ...
Intelligenz scheint dem Autor ein wichtiger Faktor in diesem Thriller. Es tummeln sich haufenweise Menschen mit einem IQ über 145 (den nur 2 Promille der Bevölkerung haben) - die Krönung sind zwei Jugendliche mit einem IQ von 175 (den haben ca. 10 Deutsche). Die Intelligenz äußert sich dann .. natürlich im Schach (auch hier bedient sich der Autor gängiger Klischees). Leider wird bei der Beschreibung überdeutlich, dass der Autor auch vom Schach keine Ahnung hat, aber das ist angesichts der restlichen Fehler schon beinahe eine Randbemerkung.
Die Dialoge sind armselig, ein Sechstklässler schreibt sie vermutlich realistischer - ich bin mehrfach aufgefallen, wenn ich das Buch in der Öffentlichkeit gelesen habe, weil ich beim Lesen laut lachen musste.
Die Handlung .. tja, die ist bei dem Setting beinahe egal, niemand nimmt sie dem Autor mehr ab. Erwähnenswert ist doch, dass der Täter am Ende durch eine obskure Eingebung des ermittelnden Polizisten gefasst wird, der dann die Wahrheit aus ihm herausprügelt ... so sieht kriminalistischer Scharfsinn bei Andreas Franz aus.

Wenn man zuvor einen guten Thriller gelesen hat (bei mir war es Simon Becketts "Leichenblässe"), sollte man diesen lieber noch ein zweites Mal lesen statt dieses Buches.
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am 19. Dezember 2010
Dieser Krimi von Andreas Franz ist bisher wirklich das beste, was ich von ihm gelesen habe. Die Handlung ist sehr spannend und ich konnte das Buch teilweise kaum aus der Hand legen. Trotzdem habe ich einige Kritik anzumerken, die ich vor allem auch auf die anderen Bücher von ihm (die ich bisher gelesen habe) zutreffen würden. So ist es erneut so, dass unterschwellig der Glaube an Gott wieder eine große Rolle spielt und der Leser quasi bekehrt werden soll. Mich haben die haltlosen Argumente teilweise wieder aufgeregt, weil die dargestellten "Ungläubigen" kaum ein Gegenargument gegen den Glauben bringen können, wo ich zehn hätte. Ich als Atheist fühle mich da sehr wehrlos und benachteiligt. Außerdem ist es erneut so, dass die Protagonisten eine sehr gewählte Sprache haben und ständig so reden, wie kein normaler Mensch reden würde - stets gewählt und ausführlich. Ab und an kommt dann eine derbe Fäkalsprache zum Vorschein, die dann total im Widerspruch steht. Zudem läuft die Handlung wie auch in den anderen Romanen, die ich gelesen habe, nach demselben Muster ab. Das sind die Punkte, die wohl allgemein auf Franz' Werke zutreffen. Zusätzlich fand ich an diesem speziellen Krimi sehr schlecht, dass nach 400 Seiten vergeblicher Suche nach dem Mörder, ein Kommissar plötzlich eine Eingebung hat, den Mörder entarnt und das Happy End in kürzester Zeit von ca. 50 Seiten besiegelt ist. Das kam einfach zu abrupt. Schade eigentlich, denn die bis dahin 400 Seiten waren recht spannend.
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am 9. November 2009
Mein Mann und ich lesen uns vor dem Einschlafen oder auf langen Autofahrten oft gegenseitig Krimis vor. DAs macht insbesondere dann Spaß, wenn die Charaktere komisch, dreist und drollig sind und dem ganzen noch eine spannende, halbwegs reele Krimihandlung zugrunde liegt. Dabei ist natürlich der Witz, gemeinsam über Verdächtige zu diskutieren, deren Motivation für die Verbrechen aufzudecken und bestimmte Dialoge auch mal abzuwandeln. Nachdem Lesen zahlreicher Krimis wird man als Leser garantiert auch anspruchsvoller, so soll der Mörder durch gekonnte Verwicklungen natürlich nicht vorher zu erraten sein, gleichwohl auch nicht einfach so aus dem nix auftauchen ohne dass man überhaupt die Chance hatte, Zusammenhänge zu erkennen, da diese einfach überhaupt nicht ansatzweise aufgezeigt werden. So ungefähr könnte man Andreas Franz Krimi beschreiben. Ein spannender Beginn mit vielen Toten, was aber nicht die Kunst ist, und dann gibt's keine weiteren Ermittlungen mit denen man irgendetwas anfangen kann. Die stinkreichen, genialen und überaus attraktiven Protagonisten kommen nicht weiter und die Handlung erlahmt in langatmigen Dialogen, Besprechungen und Wiederholungen. Furchtbar!!!!!!!!! Natürlich war es am Ende einer der "guten", der aber erst ganz am Ende so aus dem Hut gezaubert wurde. Vorher wurde von ihm nur laaaange (gähn) erzählt! Unserem einjährigen Sohn dient das Buch als Spielzeug, er hat seine wahre Freude daran, herauszufinden,in wie viele Schnipsel sich die viel zu vielen SEiten zerlegen lassen... Damit hat sich die Investition doch noch gelohnt!
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am 31. August 2012
Habe den Roman gerade ausgelesen, mein erster Franz. Ich kann mich den vielen genannten Punkten der 1 und 2 Sterne Rezensenten nur anschließen. Eine Sache möchte ich hier noch ergänzen:
Achtung Spoiler: als der entlarvte Mörder abgeführt werden soll, sagt seine BLINDE Ehefrau zu den Polizisten: "darf ich meinen Mann vorher nochmal sehen?" Das ist für mich der absolute Gipfel der Lächerlichkeit und zeigt nur das mangelnde Interesse des Autors an seinem Werk, und ein Lektor hats wahrscheinlich auch nie gelesen, wenn ja, hat er auf jeden Fall seinen Job verfehlt. Dafür rutscht die Bewertung von zwei auf einen Stern. Die ganze Geschichte kommt so unmotiviert und simpel gestrickt rüber, dass ich mir echt die Frage stelle, mich an einen weiteren Franz zu wagen oder meine Zeit anderen Autoren zu widmen.
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am 19. September 2012
Ich lese gerne deutsche Thriller, aber dieses Buch ist nicht sehr spannend. Und wenn man bedenkt, daß auf der Rückseite beiets 3/4 des Buches erzählt ist, nimmt das noch die letzte Spannung aus der Geschichte.
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am 13. Februar 2009
Wie bei den vorherigen Bücher auch, konnte ich das Erscheinen kaum abwarten und habe auch dieses Buch nicht aus der Hand legen können.
Dieses lag jedoch weniger an der spannenden Handlung, sondern an dem Interesse daran, wie es mit Julia Durant weitergeht und wie der Fall schließlich und endlich doch zur Aufklärung gelangt.
Den Täter hatte ich schon bei der ersten Nennung des Namens als Täter ausgemacht, gleichzeitig hoffend, dass vielleicht doch noch eine überraschende Wendung kommt. Die Auflösung des Falles geht dann lapidar und völlig unaufgeregt - im Gegensatz zum vorherigen Geschehen (nichts für Zartbesaitete) - über die Bühne und wird zudem unbeteiligt beschrieben und abgespult, insb. auch das Verhalten der direkt Beteiligten. Auch die Beschreibung eines superintelligenten Geschwisterpaares kommt völlig unglaubwürdig 'rüber.
Deshalb gibt es dieses Mal nur drei Sterne. Trotzdem die Empfehlung an alle Franz-Fans, das Buch zu lesen, schon um zu wissen, wie es mit den bekannten Protagonisten weitergeht. Auch das nächste Franz-Buch werde ich mir deswegen wieder sofort zulegen...
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am 7. Januar 2011
Wer diese Presseprodukte schmerzfrei lesen kann, der sollte auch mit diesem Krimi zurechtkommen.
Das Buch fängt sehr spannend und vielversprechend an: Eine Frau läuft nachts auf die Autobahn, ist desorientiert, spricht nicht. Ein zufällig anwesender Polizist identifiziert sie als eine Person, die seit einigen Monaten vermisst wird. Der Notarzt bringt sie ins Krankenhaus, wo sie zunächst körperlich unversehrt scheint. Doch binnen weniger Tage stirbt sie an multiplem Organversagen. So weit, so gut.
Die erste Ahnung, dass Andreas Franz nicht der beste Krimiautor ist, ereilt einen, als eine Gerichtsmedizinerin behauptet, Einzelhaft mit Reizentzug könne Organversagen und Tod auslösen. Ich habe Franz das an dieser Stelle sogar noch abgenommen, weil ich davon ausgegangen war, dass er seine Recherche korrekt gemacht hat. Erst später, als klar wurde, dass dieser Autor absolut ahnungslos ist, habe ich nachgeforscht und festgestellt, dass es sich bei dieser Behauptung um baren Unsinn handelt. Gut recherchiert ist in diesem Roman nur das geographische Setting: Wer in Frankfurt am Main wohnt, erkennt vieles wieder.
Doch zunächst zurück zur Handlung: Es gibt einen Serientäter, der Frauen in einem unterirdischen Verließ gefangenhält und gelegentlich auch mal zu Tode foltert (damit Herr Franz eine Gewaltszene beschreiben darf), aber hauptsächlich hält der Täter die Frauen eben in Einzelhaft bei schummrigem Licht und beobachtet, wie sie binnen weniger Wochen allein dadurch körperlich und geistig verfallen, bis er sie als Todeskandidaten entlässt. Einges spricht dafür, dass der Täter aus den Kreisen der Polizei selbst kommt. Nach etwa 300 Seiten entführt er auch Julia Durant, die Ermittlerin. Deren Kollege trifft auf eine hochintelligente, wunderschöne junge Frau, die ihn daran erinnert dass er ebenfalls hochintelligent ist (IQ 140) und daher den zweifellos auch hochintelligenten Täter finden wird. Nach dieser Offenbarung hat unser Held eine Eingebung, wer der Täter sein könnte. Selbiger wird von den Polizisten gestellt, geprügelt, damit er die genaue Lokalisation des Verlieses auf seinem Grundstück bekannt gibt (im realen Leben hätte eine Hundertschaft die Tür gesucht und gefunden), sowie primitivst beschimpft und die Frauen werden befreit. Als Motiv für die Verbrechen gibt der Täter an, dass er halt immer schon böse war.
Außerdem ist er krösusmäßig reich und intelligent hat eine ebenfalls von Geburt an ultrareiche, wesentlich jüngere Frau, die als warm von Charakter und (natürlich) hochintelligente Physikerin beschrieben wird, sich jedoch benimmt wie ein dummes Partygirl: liegt den ganzen Tag nackt am Pool, zeigt ihre Kurven, fragt ihren Mann, ob er womöglich die polnische Putzhilfe schöner findet als sie, und teilt ihm Dinge mit wie "Mein Hengst, nimm mich jetzt." Auf die Offenbarung der Polizisten, ihr Mann habe mehrere Frauen umgebracht, reagiert sie später mit der Frage: "Wie viele?"
Leider gibt es in dem Buch zu viele ultrareiche und ultraintelligente Personen, die allesamt davon zeugen, dass Franz sich weder mit Reichen noch mit Hochbegabten gut auskennt. Die Krönung ist das wunderschöne, ebenfalls stets kurvenreich am Pool anzutreffende junge Mädchen von 16 oder 17 mit IQ 175 (!), das gerade in den USA in einem wissenschaftlich-kriminalistischen Studiengang promoviert und die unsäglichsten, häufig auch noch falschen Platitüden von sich gibt, worauf sich unser Polizist von ihren Kenntnissen tief beeindruckt zeigt. Dass Franz von Wissenschaft keine Ahnung hat, weiß man da schon. Ich habe trotzdem noch mächtig gestaunt, als die schöne, hochbegabte "Wissenschaftlerin" die Worte sprach: "Zufall gibt es nicht, schon das Wort ist unwissenschaftlich. Es hat einen Grund, warum wir uns getroffen haben". Zur Erinnerung: Der Zufall spielt in der Wissenschaft eine wichtige Rolle, ähnlich wie die Naturgesetze, und ist die Grundlage zahlloser Theorien und Verfahren, wie schließende Statistik, Wahrscheinlichkeitslehre, Chaosforschung und Evolution. Doch von Evolution hält Herr Franz vielleicht wenig, denn er hat eine Neigung zu pseudoreligiös verquasten Gedanken, die er im Roman regelmäßig den "Sympathieträgern" unterschiebt. ("Es hatte sicher alles einen tieferen Sinn. Welchen, werde ich wohl erst erfahren, wenn ich diese Welt dereinst verlasse.")
Den deutschen Wortschatz beherrscht Franz nicht durchgängig. Das Wort "kongenial" benutzt er, als sei es die Steigerung von genial, und dass Mitleid und Mitgefühl Synomyme sind, ist ihm nicht klar. (Frau über den krebskranken Ex-Mann: "Ich habe keine Mitleid mit ihm, nur Mitgefühl.")

Wer sich von dieser Beschreibung nicht abgeschreckt fühlt, wird das Buch wahrscheinlich gerne lesen. Für alle anderen ist es schwer erträglich.
11 Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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