Mörderische Dividende: Roman und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr

Gebraucht kaufen
Gebraucht - Gut Informationen anzeigen
Preis: EUR 3,08

oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
 
   
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Mörderische Dividende
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Mörderische Dividende: Roman auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Mörderische Dividende [Taschenbuch]

Anne George , Christiane Filius-Jehne
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

kulturnews.de

Patricia Anne und Mary Alice zicken sich mal wieder an - natürlich geht es ums Alter, ist doch Mary Alice nicht 68, wie ihre Schwester (61 Immerhin auch schon!) behauptet, sondern erst spritzige 64! Doch das nur nebenbei - die "Southern Sisters" wollen einen Investmentclub gründen. Für Mary Alice Grund genug, sich mal wieder ein paar Herrn der Schöpfung an den Hals zu werfen. Patricia Anne hat dagegen zwischen Schweinepastete und dem täglichen (langwierigen!) Klatsch am Telefon weitaus wichtigeres auf dem Zettel: Eine Bekannte ihres Nachbarn Arthur starb plötzlich und unerwartet nach dem Genuss von gesüßtem Tee und der, so erfährt sie beim Plausch über die Hecke, wurde jetzt als Mörder verhaftet. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen! Die 2001 nach einer Operation gestorbene Anne George hat sich mit den beiden rüstigen Schwestern aus Alabama ein nicht zu übersehendes Denkmal im gleißendem Lokalkolorit gesetzt. Mit Schirm, Charme und Käsekuchen rücken die alten Schachteln den Unholden zu Leibe und gebärden sich dabei wie Miss Marple im Doppelpack. Herrlich! (bl)

Pressestimmen

Einfach köstlich: die beiden unwiderstehlichen Schwestern erneut in einer schrägen Südstaaten-Idylle mit Witz und Wärme, ein herrlicher Spaß für jeden, der gerne seine Krimis im Bett liest, ohne dass ihm dabei von jeder Seite eine Leiche entgegen fällt.

›Die Southern Sisters‹ – das verspricht Spannung und eine ordentliche Portion Witz.

Witzig und spannend.

Zwei alte Schachteln in Action: So viel Power wünscht sich jede Leserin.

Viel Charme und Gefühl für Lokalkolorit. Die beiden streitlustigen Schwestern sind eine überaus liebenswerte Abwandlung des Schemas der beiden ungleichen Ermittler, vermischt mit einer Prise Miss Marple. Fazit: Widerstand zwecklos – die Southern Sisters sind unwiderstehlich!

Ich gestehe es: Ich liebe diese Schwestern!

Kurzbeschreibung

Der zweite Krimi um die streitlustigen Schwestern Patricia Anne und Mary Alice – witzig und unwiderstehlich!

Eigentlich könnte Patricia Anne schwören, daß man entweder sie oder ihre Schwester Mary Alice bei der Geburt vertauscht haben muß – Mary Alice ist nicht nur fünfzehn Zentimeter größer und ungefähr doppelt so schwer wie Patricia Anne, sie stellt auch dreimal mehr Verrücktheiten an.

Diesmal hat sie es fertiggebracht, sie beide ins Kittchen von Birmingham, Alabama, zu bringen. Alles hat damit angefangen, daß Patricia Annes Nachbarin Mitzi einen Investmentclub für Damen gegründet hat. Daß Mitzis Mann Arthur kurz darauf bei einem Tête-à-tête mit einer attraktiven (und viel jüngeren) Rothaarigen gesichtet wird, mag ja noch angehen – als aber dann besagte Rothaarige ermordet wird, Arthurs Haus in Flammen aufgeht, er selbst des Mordes verdächtigt wird sowie eine Schußwunde in einem sehr empfindlichen Körperteil davonträgt, können Mary Alice und Patricia Anne es nicht mehr mit ansehen. Dem Manne muß geholfen werden (was würde sonst aus Mitzi und dem Investmentclub?). Die Schwestern greifen ein.

Über den Autor

Anne George hat sieben Krimis um die »Southern Sisters« geschrieben und erhielt dafür den begehrten Agatha Award. Sie veröffentlichte außerdem einen literarischen Roman und Lyrik, wurde zum »Alabama State Poet« ernannt, gründete den Verlag Druid Press und wurde für ihre Lyrik für den Pulitzer-Preis nominiert. Sie starb 2001 an den Folgen einer Operation.

Auszug aus Mörderische Dividende. von Anne George, Christiane Filius-Jehne, Christiane Filius- Jehne. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Meine Schwester Mary Alice sorgte auf höchst einfache Weise dafür, daß wir verhaftet wurden: Sie briet dem Bankdirektor mit meinem Schirm eins über. Riß mir den Schirm einfach aus der Hand, und klatsch, hatte er ihn auf der Birne. Ich glaube, er war mehr überrascht als verletzt. Es war kaum Blut zu sehen, und jeder weiß doch, wie stark Kopfwunden bluten. Er hatte nicht einmal eine große Beule. Wahrscheinlich hätte es überhaupt keine gegeben, wenn er noch ein paar Haare gehabt hätte.

Aber er kreischte, als wollte sie ihn umbringen, woraufhin ein Wachmann hereinstürmte und mit einem Blick auf den taumelnden, schreienden Mr. Jones die Waffe zog und auf uns richtete. Er, also der Wachmann, sah wie der dümmliche Polizist Barney Fife aus der Andy Griffith Show aus, und die Patronen hatte er möglicherweise in der Tasche, aber man ließ es besser nicht drauf ankommen. Zumindest ist das meine Einstellung. Schwesterherz sagte später, daß sie ohne weiteres dem Wachmann einen Hieb hätte versetzen können oder ihm zumindest die Waffe aus der Hand schlagen, wenn er nicht einen so mitleiderregenden Eindruck gemacht hätte, wie er so dastand, zitternd wie Espenlaub. Außerdem fände sie es erstaunlich, sagte sie, daß Alcorn Jones als Bankdirektor keine höhere Schmerzschwelle habe.

Das klingt so, als sei meine Schwester brutal und rücksichtslos. Ein wenig ist sie das auch. Seit sechsundsechzig Jahren (sie behauptet vierundsechzig) macht sie sich nur selten die Mühe, an Türen zu klopfen. Solche Sachen eben. Aber sie ist nicht in einer Weise brutal, daß sie herumgeht und Bankdirektoren mit dem Schirm eins überbrät. Zumindest üblicherweise nicht. Tatsächlich war sie die ganze Zeit über, in der wir im Gefängnis darauf warteten, daß uns Fred, mein Mann, dort rausholte, damit beschäftigt, sich Sorgen zu machen, ob die Damen aus dem Investmentclub ihren Schlag auf Alcorns Haupt wohl für vulgär hielten. Ich versicherte ihr, daß man sie als Heldin betrachten würde, eine wahre Stahlmagnolie, die ihre Ehre verteidigt hatte.

»Glaubst du?« Sie blickte mich hoffnungsvoll an.

»Absolut. Und den Club hast du auch verteidigt. Schließlich hat Alcorn uns allen Unrecht angetan.«

»Das ist richtig.« Sie machte einen nachgerade fröhlichen Eindruck. »Er hat nur bekommen, was er verdient!«

Ich wußte nicht so recht. Wir waren dafür im Gefängnis von Birmingham gelandet. Ich hatte es in den einundsechzig Jahren meines Lebens erst auf einen Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitung gebracht, und jetzt saß ich hier, eingekerkert.

»Maus«, sagte Schwesterherz, »laß uns die Frau, die uns hier reingeführt hat, nach Briefpapier fragen. Wir könnten doch Haley einen Brief aus dem Birminghamer Gefängnis schreiben. Sie würde sich riesig freuen.«

Wahrscheinlich. Haley ist meine Tochter. Gegenwärtig lebt sie in Polen, in Warschau. Sie fände es sicher äußerst komisch, daß ihre Mama und Tante Schwesterherz im Gefängnis gelandet waren.

»Alle möglichen berühmten Leute schreiben Briefe aus dem Birminghamer Gefängnis«, fuhr Mary Alice fort.

»Wir sind nicht berühmt.« Allmählich sehnte ich mich nach meiner Tasche und dem Aspirin darin; ich rieb mir die Schläfen. »Was glaubst du, warum hat die Polizei unsere Taschen an sich genommen?«

»Sie passen auf, daß wir nicht Selbstmord begehen.«

Ich sah meine Schwester an. Sie kann mich immer wieder in Erstaunen versetzen. Tatsächlich hätte ich, wenn meine Mutter nicht geschworen hätte, daß wir zu Hause geboren wurden, darauf gewettet, daß man eine von uns vertauscht hatte. Wir sehen uns nicht einmal irgendwie ähnlich. Mary Alice ist einen Meter dreiundachtzig groß und wiegt nach eigenem Eingeständnis hundertunddreizehn Kilo. Ich bin einen Kopf kleiner und bringe achtundvierzig Kilo auf die Waage. Sie hatte früher brünettes Haar und olivfarbene Haut; ich war, was meine Mutter als rotblond zu bezeichnen pflegte.

Mary Alice war eigentlich auch fünf Jahre älter als ich, doch sie hatte angefangen, den Zeiger rückwärts zu bewegen. An diesem Tag im Gefängnis von Birmingham war sie platinblond und ich ziemlich grauhaarig. Aber Vernunft hatte ich immer noch dreimal soviel.

»Weshalb sollten sie sich Gedanken machen, daß wir Selbstmord begehen könnten? Sie haben uns doch nicht einmal eingeschlossen.« Das war die Wahrheit. Eine sehr nette Polizistin hatte uns in einen kleinen Raum geführt und die Tür mit einem »Wenn Sie irgendwas brauchen, melden Sie sich« hinter sich zugemacht.

»Das gehört zur üblichen Routine.« Mary Alice setzte sich mir gegenüber an den kleinen Tisch und blickte sich um. »Wenn diese Wände reden könnten.«

»Mein Gott.« Ich rieb meine Schläfen fester. »Weißt du, daß du meinen Schirm zerbrochen hast?«

»Ich kauf dir einen neuen.«

»Aber das war mein Katzenschirm. Der mit den Kätzchen, die aussahen, als würden sie durch Buntglas schauen. Fred hat achtunddreißig Dollar bei Rosenberger’s dafür ¬bezahlt, weil er mir so gefiel.« Tränen schossen mir in die Augen. »Wir waren im Chick-Fil-A essen, und da habe ich ihn bei Rosenberger’s im Schaufenster gesehen.«

Schwesterherz seufzte. »Ein Chick-Fil-A-Geflügelsalat-Sandwich hätte ich jetzt auch gern.«

Die Tür ging auf, und ein Polizist mit einem Clipboard in der Hand kam herein. »Patricia Anne Hollowell?«

Ich sah auf. »Ja.«

»Und Mary Alice Crane?«

Schwesterherz nickte.

»Ihre Rechtsanwältin ist hier.«

Unsere Rechtsanwältin?

»Mein Mann kommt uns gleich abholen«, sagte ich. »Wir brauchen keine Anwältin.«

»O doch.« Debbie Nachman, die Tochter meiner Schwe¬ster, stand in der Tür und sah trotz des erkennbar schwangeren Bauchs mit ihrer Aktentasche höchst anwaltsmäßig aus. »Was habt ihr zwei denn jetzt wieder angestellt?«

»Es ist alles die Schuld deiner Mama«, sagte ich ohne ¬Zögern und ohne jegliche Gewissensbisse.

»Daran zweifle ich keine Sekunde.« Debbie stellte ihre ¬Aktentasche auf dem Tisch ab, setzte sich und zog ihre Schuhe aus. »Mein Gott, ich glaube, meine Füße schwellen schon an.«

Mary Alice nutzte unverzüglich ihre Chance: »Meine Füße waren vor deiner Geburt geschwollen wie Luftballons. Ich mußte die letzten beiden Monate im Bett bleiben.«

Debbie grinste. »Alles klar, Mama.« Sie zog einen Notizblock heraus. »So, wie wär’s, wenn ihr mir jetzt erzählt, was passiert ist.«

»Das ist eine lange Geschichte«, sagte ich.

Schwesterherz packte mich am Arm. »Nur die Highlights, Maus. Ich sterbe vor Hunger.«

‹  Zurück zur Artikelübersicht