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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein Buch gegen das Vergessen der Opfer,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Mörder aus Besessenheit (Taschenbuch)
Dieses Buch mag teilweise nicht so spannend sein, wie die anderen Profiling-Bücher von John Douglas. Es beschäftigt sich nämlich viel mehr mit den Opfern und den Hinterbliebenen als die anderen Bände. Doch gerade darin zeigt sich der Mut von John Douglas, auch dieses ungeliebte Thema einmal anzusprechen. Die Medien beschäftigen sich meist nur mit den Tätern, die durch ihre bestialischen Taten natürlich Interesse hervorrufen. Doch meist bleiben die Opfer für die Öffentlichkeit das, was sie für die meisten auch Täter sind: gesichtsloses Schlachtvieh. Daher räumt John Douglas den Opfern einen großen Platz ein, denn das sind die Leute, die sich nichts zu schulden kommen ließen und die trotzdem von der Gesellschaft vernachlässigt werden.John Douglas berichtet über Betreuung der Hinterblieben, der überlebenden Opfer und deren Familie und Freunden; über Bürgerinitiativen, Gesetzesinitiativen und Gerichtsprozesse. Als kriminologischer Aspekt geht es in diesem Buch über Viktimologie, d.h. darüber, was sich zwischen Täter und Opfer abspielt. Außerdem enthält das Buch 2 Kapitel über eine Täterkategorie, die in den anderen Büchern noch nicht erwähnt wurden, den sog. "Stalkern", das sind Leute, die ihren Opfern - Prominenten oder normalen Bürgern - das Leben durch Aufdringlichkeit und Drohungen zur Hölle machen (z.B. verblendete "Verehrer"). Douglas vermittelt, was es mit dieser Täterkategorie auf sich hat. Dies ist ein Buch das die Opfer endlich ins rechte Licht rückt und sich angenehm von der tumben Sensationsgier der Medien abhebt. Für wen die Opfer langweilig und nur die Täter schillernd und darstellenswert sind, der braucht über die Täter nicht zu urteilen - er oder sie ist dann schon auf dem besten Weg zu deren Gefühllosigkeit. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Serienmord, Vergewaltigung, Stalking,
Von
Rezension bezieht sich auf: Mörder aus Besessenheit (Taschenbuch)
Der deutsche Untertitel täuscht: es geht hier nicht um profiling sondern um die gewaltverbrechen, die von triebtätern begangen werden. Von tätern, die oft hochintellegent sind und ihre verbrechen vorsätzlich und ohne gewissensbisse begehen. Menschen, die sich daran berauschen, anderen menschen gewalt anzutun um so macht auszuüben. Anhand von konkreten fällen wird auf die motive und verhaltensweisen von vergewaltigern eingegangen. Dabei zeigen sich viele parallelen zu serienmördern und stalkern. Stalking wird anhand von beispielen genau erklärt. Man gibt auch tipps, wie sich opfer von stalking verhalten sollen.Douglas spart auch nicht mit kritik an der gesellschaft und justiz: dass in der vergangenheit vergewaltigungsopfer oft verhöhnt wurden (frauen sind selber schuld)und dass man stalking überhaupt für einen witz hielt. Wieder kommen auch die hinterbliebenen zu wort und wird für eine verschärfte anwendung der todesstrafe geworben. Wer vor allem über profiling lesen will ist am besten mit "Die Seele des Mörders" bedient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Profiling im Weichspülerformat,
Rezension bezieht sich auf: Mörder aus Besessenheit (Taschenbuch)
Dies ist das unmehr 3. Buch des FBI-Profilers John Douglas, dessen Untertitel ("Profiling: Die erfolgreiche Jagd nach Triebverbrecher") dem Leser aufschlußreiche Informationen über die Arbeit und Techniken von Profilern verspricht. In den ersten Kapiteln kommt der vornehmlich an Profiling interessierte Leser auch auf seine Kosten. Doch die anfangs so spannend begonnen Schilderungen flachen im weiteren Verlauf des Buches ab. Erst gegen Ende legt Douglas zu und zieht den Leser noch einmal mit spektakulären Fällen in seinen Bann. Dazwischen ergeht er sich in der zu langatmigen Beschreibung von Einzelfällen und Opferbetreuung. Zum ersten Mal geht Douglas ausführlich auf den Tatbestand "Stalking" ein. Dies erachte ich als besonders interessanten Aspekt, da man in Deutschland erst jetzt beginnt, dem Terror durch Stalker einen gesetzlichen Riegel vorzuschieben. Wie alle Douglasbücher ist auch dieses äußerst verständlich gehalten. Leider verzichtet Douglas nicht auf den (manchmal ermüdenden) heroischen Schreibstil, dem anzumerken ist, dass er sich gerne als Helden darstellt. Anzukreiden is im Übrigen auch die von Douglas betriebene Schwarz-Weiss-Malerei zwischen Tätern und Opfern. Auf das, was den Täter zum Täter macht geht Douglas nicht oder nur am Rande ein. Somit ist auch dieses Buch ein Plädoyer für die Todesstrafe. Etwas mehr Neutralität wäre wünschenswert. Schade ist auch, dass man im Grunde nichts über Profiling Techniken von Psychologen erfährt, dann hätte man allerdings Abstriche bei Spannung und Verständlichkeit machen müssen. Für den nebenbei an Profiling interessierten Leser ist dieses Buch jedoch geeignet.
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