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Mörder und Marder
 
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Mörder und Marder [Taschenbuch]

Gisbert Haefs
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Broschiert --  
Taschenbuch, 1999 --  

Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Goldmann (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442444128
  • ISBN-13: 978-3442444120
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 1,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 554.251 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In einem abgelegenen Haus im Westerwald trifft sich jährlich eine Gruppe von Freunden.

Sie kennen sich vom Philosophiestudium her, aber jetzt rangieren ihre Berufe vom Auftragsdichter bis zum Tierverleiher. Auch Amateur-Detektiv Baltasar Matzbach ist mit von der Partie - und bald im Einsatz, denn eines Morgens erscheint einer der Freunde nicht am Frühstückstisch: er ist des Todes wegen verhindert...

Über den Autor

Gisbert Haefs, 1950 in Wachtendonk am Niederrhein geboren, lebt und schreibt in Bonn. Als Übersetzer und Herausgeber ist er unter anderem für die neuen Werkausgaben von Ambrose Bierce, Rudyard Kipling und Jorge Luis Borges zuständig. Zu schriftstellerischem Ruhm gelangte er nicht nur durch seine Kriminalromane, sondern auch durch seine farbenprächtigen historischen Werke „Hannibal“, „Alexander“ und „Troja“. Mit „Raja“, der abenteuerlichen Lebensgeschichte des historischen George Thomas, hat Gisbert Haefs ein grandioses Werk vorgelegt, das einmal mehr seinen Ruf als Meister des historischen Romans bestätigt. Zuletzt bei Heyne erschienen: "Roma".

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bernhard Nowak TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Erneut hat Gisbert Haefs hier einen Krimi mit seinem korpulenten Meisterdetektiv Baltasar Matzbach geschaffen. Zusammen mit seinem aus: "Und oben saß ein Rabe" bekannten Freund, dem Philosophen Henry Hoff, wird er zu einem Treffen mit Hoffs frueheren Studienkommilitonen in den Westerwald eingeladen. Die 7 Personen ueben alle ausgefallene "Berufe" aus, um nicht zu verhungern. Unter anderem stoesst Gaspar Schuster zu dem Treffen, der Tiere aus verschiedenen Zoos aufkauft und an interessierte Personen vermietet. Als Matzbach und Hoff ankommen, tobt ein Schneesturm, alle Verbindungen nach außen sind unterbrochen. Die klassische "Locked-Room"-Atmosphäre, d.h. der Mord in einem verschlossenen Raum, so dass der Täter zu einem fest umrissenen Personenkreis gehoert. Und so kommt es auch: der allseits unbeliebte Schuster wird ermordet und Matzbach findet innerhalb eines Tages den wahren Täter. Allerdings nicht das Motiv: dieses liefert der entlarvte Täter nach, nachdem ihn Matzbach mit mehreren Beweisen überführt hat.

Der Krimi lebt erneut von der Schlagfertigkeit und dem Wortwitz der imposanten Hauptfigur, des "Universaldilettanten" Matzbach, sowohl offensichtlich Alter-Ego des bekannten Autors wie auch offenkundig nach dem bekannten Vorbild des Nero Wolfe gestaltet. Allerdings kann man meiner Meinung nach gerade im Vergleich mit dem "Raben" eklatante Schwächen entdecken: Der als Raben-Ersatz eingesetzte Marder findet nicht die Aufmerksamkeit und das "Mitleiden" des Lesers, die Figuren erscheinen mir zu skurril, zu sehr überzeichnet und damit irreal. Das ganze kommt mir wie ein Spiel und nicht so sehr wie ein realer Kriminalfall vor; die Charakterzeichnung, im "Raben" noch sehr überzeugend, leidet meiner Meinung nach unter dieser Überzeichnung. Außerdem kann der Leser die Lösung des Falles nicht nachvollziehen, da ihm relevante Informationen nicht oder zu spät geliefert werden (die Größe des Täters und seine Beziehung zu dem Opfer). So kann der Leser die Gedankengänge Matzbachs nicht nachvollziehen, ein "Watson", eine Rolle, die der Philosoph Henry Hoff ausüben soll, fehlt hier völlig; Hoff scheint hier fast deplaziert, überflüssig - im Gegensatz zum Raben. Insofern leider nur ein schwacher Abglanz des Raben. Für Liebhaber von Matzbachs Humor dennoch amusant.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Balthasar Matzbach ist ein Universal-Dilettant, will heißen, er ist in unendlich vielen Fachgebieten bewandert, von denen er sich abwandte, kurz bevor er dort absolute Meisterschaft erreichte. Eine Eigenschaft, die ihm bei seinem neuesten Steckenpferd, der Verbrechensermittlung, sehr zustatten kommen würde, wäre er nicht auch noch außerordentlich fett und ungehobelt, kurz: ein richtiges respektloses Scheusal - sehr zum Vergnügen der Leser. Die Balthasar-Matzbach-Krimis leben von seiner unangepaßten Persönlichkeit, "Mörder und Marder" indeß von weiteren skurrilen Charakteren: z.B. dem eines Bestattungsunternehmers, der aus ausgefallenene Wünsche auf seinem Privatfriedhof erfüllt; dem eines Auftragsdichters für alle Gelegenheiten; dem der großen "Scharlatante", die ihren Computer Kunstwerke herstellen läßt; dem einer Hexe und dem eines Tierverleihers (Marder, Ratten, Wisente) mit erpresserischen Neigungen. Diese illustre Schar, alles ehenalige Philosophiestudenten, verbringt jedes Jahr ein Wochenende zu allseitigem körperlichen Vergnügen miteinander - um der alten Zeiten willen. Diesmal ist jedoch alles etwas anders: der etwas abgelegene Treffpunkt, eine alte Villa, ist nach kurzer Zeit vollständig zugeschneit und von der Außenwelt abgeschnitten und ein Mitglied der Gruppe wird ermordet aufgefunden. Doch glücklicherweise hat einer der Ex-Studenten seinen Freund Matzbach mitgebracht, der, mit allen Wassern gewaschen, das Verbrechen aufklären wird. Schwachpunkt des Krimis ist, wie Matzbach am Ende selbst feststellt, daß das Motiv vor Auflösung des Falles nicht ersichtlich ist - macht aber nichts. Schließlich sorgt bei dem Krimi vor allem das "Wie" für Spaß. Ein Tip für Leser, die vorneweg gern den letzten Satz oder die letzte Seite lesen - diesmal unbedingt vermeiden. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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