Wer von einem Atlas in erster Linie Kartendarstellungen erwartet, wird von diesem Buch etwas enttäuscht sein. Zwar gibt es einige Übersichtskarten und Skizzen, aber wer sich für die geographische Ausbreitung eines bestimmten Ordens interessiert, ist mit dem von Jedin u. a. herausgegebenen Atlas zur Kirchengeschichte besser bedient. Der von Laboa herausgegebene Atlas stellt eher ein reich illustriertes Sammelwerk über die Geschichte des christlichen Mönchtums dar; vergleichbare Phänomene in anderen Religionen werden nur am Rand erwähnt. Der Titel Mönchtum in Ost und West ist durchaus wörtlich zu nehmen: Das östliche, hier zu verstehen in erster Linie als orthodoxes Mönchtum, wird sehr ausführlich dargestellt. Wer bereits Bekanntschaft mit dem Mönchtum in der katholischen Kirche gemacht hat, wird in den entsprechenden Kapiteln nur wenig Neues finden; aber wer beispielsweise Informationen zu den Mönchen sucht, die die eindrucksvollen rumänischen Klosteranlagen geschaffen haben, wird hier fündig werden.