ein-freigeist.de, 28. August 2007
Darüber klärt im Nebeneffekt die von Günter Krieger zusammengestellte Anthologie "Mönche, Meuchler, Minnesänger" auch auf. Zwölf lesenswerte Kurzkrimis jüngerer Autoren, die in der heute zumeist verklärten Zeit handeln, zeigen: Das Mittelalter war roh, finster, schmutzig und kriminell... Gewalt, Mord und Totschlag regierten die Welt. Im Hochadel mordete man der Macht wegen, Stadtbürger taten es der Geldkatzen ihrer Kunden wegen. Aber auch deren Dienstboten und Leibeigene standen nicht abseits, ebenso wenig wie der Klerus...
Krieger und die anderen Autoren blicken in ihren Geschichten lobenswerterweise über den deutschen Tellerrand und erzählen, wie es wohl damals so gewesen sein könnte, als es noch keine Detektive gab und die meisten Kapitalverbrechen unentdeckt blieben. Und sie tun dies auf fesselnde, ironische und nachdenklich machende Weise. Auch Groteskes kommt nicht zu kurz. Hierfür stehen insbesondere die Fälle um den Seifensieder mit des Teufels Rezepturen oder die schöne Wirtin mit dem seinerzeit unter Giftmischern so beliebten Bilsenkraut, beides Geschichten mit überraschenden Wendungen.
Siegfried R. Krebs, freier Journalist
Dresdner Neueste Nachrichten, 17. September 2007
W. Zimmermann, Redaktion
Kurzbeschreibung
Der Verlag über das Buch
Günter Krieger hat in seiner Anthologie Mönche, Meuchler, Minnesänger eine feine Auswahl von spannenden Kurzkrimis zusammengestellt. Zwölf renommierte Autorinnen und Autoren entführen den Leser in die mörderisch gefährlichen Abgründe des tiefsten Mittelalters. Die Reisen führen mitten hinein ins pralle Leben – oder Sterben – in Palästen, schmutzigen Gassen und flohverseuchten Betten. Ein Dutzend fesselnde Geschichten über Burgherren und Ritterfräulein, Wegelagerer und Leibeigene!
Über den Autor
Bisher sind von ihm erschienen: "Teufelwerk" und Mönchsgesang" (beide bei Pandion Verlag) sowie "Gertrudisnacht" (GEV 2001) und "Das Haupt der Anna" (GEV 2001).