SPIEGEL-Online am 12.12.2001 -- Thorsten Meise
Von Platons Höhlengleichnis bis hin zur Heisenbergschen Unschärferelation behandelt das Buch so ziemlich alles, was zum ganzheitlich aufgeklärten Bildungskanon des frühen 21. Jahrhunderts gehören sollte. Das macht den Roman nicht gerade zu einer leichten Lektüre, auch wenn sich der Autor bemüht hat, alles sehr populär zu halten. Umso erstaunlicher sind die Eleganz und die Leichtigkeit, mit der das virtuelle Gegenstück des Romans daherkommt. Ureda.de ist konzeptionell gut durchdacht und hervorragend gestaltet. ... Inhaltlich weckt es beim Besucher nach wenigen Klicks eine immense Neugierde. Denn Ureda ist nicht nur eine Teilinszenierung des Buches sondern auch eine netzadäquate Form der Enzyklopädie.
EthikMagazin 1 / 2001 -- Prof. Dr. Michael Wörz
Lesern und Internetsurfern wird die Chance geboten, sich einmal spielerisch' von den Wogen (ent)führen zu lassen, die die Verschränkung von Realität und Virtualität, Bewusstsein und Menschsein erzeugt. Ein Spiel für ein so ernstes Problem? Heraklit zufolge gibt es nichts Ernsteres als ein Spiel.
FH-Intern 14/2001 -- Gerhard Schmücker
Alles ist Werden, alles braucht Möglichkeiten, sich zu entfalten. Jedes bewusst werdende Wesen braucht den Spiegel, um sich der Welt und sich selbst zu vergewissern, um sich den Weg durch den Möglichkeitsraum zu schaffen, den man Realität nennt.
Für diese Wegbahnung werden neben Philosophie, Religion und Erkenntnistheorie die neuen Einsichten der Evolution, Kosmologie und Quantentheorie herangezogen. Einbezogen wird auch Sciencefiction und Fantasyliteratur und Jostein Gaarder mit seiner Geschichte der Philosophie in "Sofies Welt", die noch überboten wird, insofern Philosophie hier nicht erzählt, sondern philosophisches Denken selbst zum Abenteuer wird.
TeachersNews 25.10.2001
... Dringen sie in eine virtuelle Spiegelwelt ein, erleben sie einen doppelten oder dreifachen Freitag? Wie können ihre Fragen in der imaginären Welt Uredas auftauchen, dann sogar in der eigenen Zukunft? Unsinn! Alles Unsinn! - Es sei denn, sie wären erfunden, erdacht vom großen Unbekannten, einem Unbekannten, der sogar selbst erdacht sein könnte. Erdacht wie Platons Welt der Ideen, Sofies Welt, die Scheibenwelt oder das Star Trek-Universum, die hier eingeflochten sind in das Spiel um die Frage nach der realen Welt. Ist die Welt der Quanten imaginär, doch der Kosmos real? Kann man Natur und Geist trennen? Was ist der Mensch? - Die Fragen wandeln sich in Antworten in diesem Roman des neuen Denkens, das Wissenschaft und Philosophie zu einer ganzheitlichen, dynamischen Weltsicht vereint und zum Erlebnis macht. ...
Martin Lehnert im Bonner Generalanzeiger am 27.05. 2002
... Der Leser bahnt sich diesen Weg zu seiner neuen Umwelt oder Realität, indem er über das Buch neue Einsichten aus dem Gebiet der Philosophie, Religion, Erkenntnistheorie sowie der Evolution, Kosmologie und Quantentheorie erhält.
Durwen geht mit seinem Buch einen deutlichen Schritt weiter als Jostein Gaarder, der in "Sofies Welt" philosophische Inhalte einfach erzählerisch vermittelt. Für Durwens Leser wird das philosophische Denken selbst zum Abenteuer.
Reinhard Ebner in Wiener Zeitung am Sa. 11.01.2002
Iris Koch in Esslinger Zeitung am Sa. 13.07.2002:
Im Im Spiegel der Möglichkeiten" lassen sich die Schwestern Iris und Elena auf eine Expedition in die Geistesgeschichte ein - und geraten in ein philosophisches Verwirrspiel, bei dem die Grenzen zwischen virtueller und realer Welt verschwimmen. Für den Autoren lag es daher nahe, das Abenteuer um Realität und Virtualität, Bewusstsein und Menschsein" im Internet fortzusetzen: In der reizvoll gestalteten Internet-Zitadelle Ureda" können sich Interessierte in einer umfangreichen Bibliothek vom Chaos zum Kosmos, vom Androiden Data zu Aristoteles klicken.
... Elegant gelingt Durwen dabei der Brückenschlag zwischen Philosophie und Naturwissenschaft, Captain Picard und Platon. Die Popularität von TV-Serien-Figuren zu nutzen, um in höhere Sphären der humanistischen Bildung überzuleiten, findet er absolut legitim: "Mit Speck fängt man Mäuse", begründet Durwen seine Strategie. Nicht akademisch, sondern lesbar mit "ein bisschen Fun, Spannung und Unterhaltung" habe er den Text gestalten wollen.
Michael Kreisel, InKulturA 10.09.2002
Das Dasein nicht als Fixpunkt der Determination betrachtend, sondern als Möglichkeit auf dem Pfeil der Zeit. Die Gegenwart als Chance der Geschichte und die Zukunft als Klaviatur, deren richtigen Ton zu treffen uns die offenen Möglichkeiten nicht nur gestatten, sondern geradezu fordern. Dieser Roman wäre als Pflichtlektüre in der Oberstufe wahrlich nicht fehl am Platz. Vereint er doch Exkurse von Augustinus bis zur Quantentheorie, von Aritoteles zu Hans Jonas, von Platon zu Hegel und viele weitere spannende mehr. Er weckt die Neugier und die Lust sich, im philosophischen Sinn, mit sich selber zu beschäftigen.
Der Autor über sein Buch
Nach geheimnisvollen Erscheinungen auf dem PC und einem merkwürdigen Kontakt im Internet mit einem gewissen Heureka ist in der Welt der Schwestern Iris und Elena kaum mehr etwas wie zuvor. Es scheint ein interessantes Computerspiel zu sein, doch immer unerklärlicher werden Form und Inhalt der Kontakte, immer unschärfer wird die Grenze zwischen Realität und Virtualität.
Wie kann es sein, dass die Mädchen nach Gesprächen über Raum und Zeit deren Halt verlieren? Dringen sie in eine virtuelle Spiegelwelt ein, erleben sie einen doppelten oder dreifachen Freitag? Wie können ihre Fragen in der imaginären Welt Uredas auftauchen, dann sogar in der eigenen Zukunft? Unsinn! Alles Unsinn! Es sei denn, sie wären erfunden, erdacht vom großen Unbekannten, einem Unbekannten, der sogar selbst erdacht sein könnte.
Erdacht wie Platons Welt der Ideen, Sofies Welt, die Scheibenwelt oder das Star Trek-Universum, die hier eingeflochten sind in das Spiel um die Frage nach der realen Welt. Ist die Welt der Quanten imaginär, doch der Kosmos real? Kann man Natur und Geist trennen? Was ist der Mensch? Die Fragen wandeln sich in Antworten in diesem Roman des neuen Denkens, das Wissenschaft und Philosophie zu einer ganzheitlichen, dynamischen Weltsicht vereint und zum Erlebnis macht.
Karl-Josef Durwen (geb. 1951) zeigt in diesem Roman, dass angesichts der gegebenen und sich abzeichnenden Herausforderungen durch neue Medien und Umweltprobleme ein vernetztes Denken zu Lösungen führen kann und komponiert daraus ein Abenteuer des Denkens und spannenden Miterlebens.