Das Buch ist im Prinzip ein sehr ausführliches Reisetagebuch, in dem jede noch so kleine Begegnung, jeder Eindruck festgehalten ist.
Man lernt dadurch sehr viel über das Leben der Menschen im Iran und darüber, was sie selbst über ihren Staat denken. Vor meiner Iranreise habe ich die erste Hälfte gelesen und fand sie nicht so spannend, aber doch recht aufschlußreich.
Die zweite Hälfte habe ich dann nach dem Urlaub gelesen und fand sie schon wesentlich interessanter, da ich prüfen konnte, ob sich Bruni Prasskes Eindrücke mit meinen decken (sie tun es weitestgehend).
Im Gegensatz zu dem, was im Klappentext angekündigt wird, finde ich das Buch aber niemals spannend und nur manchmal fesselnd. Selbst die "verbotene Liebe" findet erst gegen Ende des Buches statt, und bis auf ein paar Hotelangestellte mischt sich da eigentlich auch niemand ein.
Was mir gar nicht gefällt, ist die oft ins Schwärmerische, Romantische, ja, Schwülstige abgleitende Sprache.
Insgesamt ein sehr interessantes Buch für alle, die in den Iran reisen wollen, dort einmal waren oder sonst eine Beziehung zu diesem Lande (oder zu Iranern hierzulande) haben. Es ist aber kein Buch, das ich als spannenden Abenteuer-Reise-Roman empfehlen würde.