Empfohlen von einem Arbeitskollegen machte ich mich an dieses dünne Büchlein des wohl bekannten Bestseller-Autors von Leitfäden für jede Lebenslage. Nach 30 Minuten war das Drama um die 4 Mäuse und ihre verschiedenen Fähigkeiten, auf Veränderungen einzugehen, beendet; das alles schön verpackt in den langweiligen weil typisch amerikanisch überflüßigen Plot eines Ehemaligentreffens. Es geht also um Veränderung in sowohl beruflichen als auch privaten Bereichen und wie darauf reagiert wird und vor allem - mit kleinem Zeigefinger - welches die beste Reaktion ist. Es wurden kleine Wahrheiten des Alltags niedergeschrieben, welche immer wieder die Basis des Erfolgs solcher Ratgeber sind. Nichts, auf was man nicht selber kommt, wenn man denn mal nachdächte.
Problematisch am ganzen Buch finde ich die Ausgangslage, daß man sich Veränderungen willenlos ergeben, sie annehmen und - vielleicht nicht gerade hektisch und kopflos - an sich selbst Veränderungen einleiten solle. Bloß nicht nachfragen, warum es sich nun so ergeben hat, wie es ist. Davon ausgehen, daß es eine übergeordnete Macht gibt, die schon das richtige tut, ich brauch mich dem nur anschließen, dies zu tun oder zu lassen - was den Untergang bedeutet - ist meine einzige, individuell zu treffende Entscheidung. Welcher der 4 Mäusetypen ich nun bin, wird zu klären sein.