Amerikanische und französische Filme erkenne ich nach kurzem Hinsehen! Deutsche Filme nicht. Zwischen "Der Schuh des Manitu", "Ödipussi" und "Sommer vorm Balkon" liegen für mich Welten. Auch dieser Film hat seinen ganz eigenen Mikrokosmos: "Märzmelodie" ist ehrlich, detailgetreu, gut beobachtet und ohne Klischees. Genau das mag ich an Filmen, egal ob aus Deutschland oder nicht.
Er bietet alles von frischen bis bewährte Gesichtern: Jana Pallaske und Gode Benedix gilt es, hier zu entdecken. Jan Henrik Stahlberg kennt man aus "Muxmäuschenstill". Alexandra Neldel und Gedeon Burkhard sieht man immer gern wieder.
Die wirklichen Stars sind aber nicht die Schauspieler, sondern die deutschen Lieder von Nena, Udo Lindenberg, Zarah Leander, Element of Crime und Gitte. Mit den Originalstimmen der Stars drücken die Figuren ihre Gefühle musikalisch aus. Ich singe auch immer ein Lied, wenn ich traurig, glücklich, einsam, albern oder gelangweilt bin.
Schauplatz der einfachen Handlung: Die deutsche Hauptstadt. Freunde verkuppelneinen Schauspieler ohne Engagement und eine Lehrerin ohne Durchsetzungsvermögen. Zwischen ihnen knistert, aber knallt es auch. Das Auf und Ab der Frühlingsgefühle beginnt!
Der einzige Minuspunkt für mich sind die merkwürdigen Gedächtnislücken des Hauptdarstellers, die hat der sonst so schöne Film gar nicht nötig.
Verblüffend finde ich, dass bei all den typisch deutschen Zutaten der Regisseur und Drehbuchautor Martin Walz ein Schweizer ist.