Das Buch "März" von Heinar Kipphardt war Thema meines Referates im Rahmen eines Seminares mit dem Titel "Soziale Arbeit im Spiegel der Literatur".Zunächst musste ich mich oft überwinden, das Buch weiterzulesen, war der Stil doch seltsam und arg gewöhnungsbedürftig. Kipphardt stellt mosaikartig das Leben des Alexander März dar. Auch war mir März selbst zunächst recht fremd. Das Thema Schizophrenie hat mein Leben nie berührt, dementsprechend unerfahren war ich mit der Materie. Im Nachhinein bezeichne ich das Buch als eines meiner Lieblingsbücher. Der Stil ist einzigartig, man gewöhnt sich sehr schnell an ihn, und wenn man ehrlich ist, hätte zu diesem Thema auch kein anderer gepasst. März selbst ist ebenso einzigartig. Man versteht ihn im Laufe der Zeit immer besser und fragt sich später:"wer ist denn verrückt? März oder die Gesellschaft". Auf diesem Fundament lässt sich eine kritischere Betrachtungsweise der Gesellschaft und ihr Umgang mit scheinbar "Verrückten" erreichen, und genau das war ja Kipphardts Ziel. Meisterwerk.