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Kundenrezensionen

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am 2. Mai 2014
Nach der Lektüre habe ich ein ebenso verschmitztes Gesicht wie der Autor auf dem Cover. Märchen und Realität sind ineinander verschmolzen. Traumblasen lösen sich auf. Ein wenig Wehmut spielt auch mit, dass das Buch schon zu Ende ist. Ganz im Sinne des Zitats von der letzten Seite: „... das Wesen der Träume ist, dass wir sie verlieren, wenn sie in Erfüllung gehen.“

Bisher war mir Helge Timmerberg kein Begriff. Doch nach diesem Buch werde ich ihn nicht mehr vergessen. Denn er lässt mich an seiner märchenhaften Vergangenheit teilhaben. Auch wenn mir nicht klar ist, ob das alles Wahrheit sein kann. Aber das ist ja der Sinn von Märchen...

Auf burleske Art schildert der Autor seinen frühen Liebeskummer und was daraus entstand: eine Begegnung mit Peri, einer Märchenfee aus dem Orient. Die weist ihm den Weg nach Amerika und Marokko, wo er sich Träume erkauft und erneut sein eigenes Märchen erlebt. Er schildert die Stadt, seine Bewohner und die Häuser in filmreifen Szenen. Ebenso beschreibt er seine Ursprungsfamilie und die Freiheit seiner Kindheit und Jugend.

Je weiter ich in dem Buch vorankam, desto schwerer fiel es mir, es aus der Hand zu legen. Es strotzt nur so vor wiederholungswürdigen Zitaten. Da schreibt der moderne Nomade, der sich laut Vita in mehreren Städten heimisch fühlt: "… die Straße ist ein Luder, das immer will und ruft und uns keine Pausen gönnt, die länger als eine Viertelstunde sind.“

Wer sich einmal festgelesen hat, wird sich kaum noch eine Pause gönnen. Sein Märchen hält den Leser fest und lässt ihn erheitert zurück. Fazit: lesenswert!
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Im April 2014 erschien sein neuestes Buch mit dem merkwürdig anmutenden Titel „Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“ bei Malik. Timmerberg bleibt seiner unnachahmlichen, eigenen Schreibweise treu, einer Art Mischung aus amerikanischem Gonzo-Journalismus und New Journalism der 1960er/70er Jahre. Er verzichtet komplett auf journalistische Distanz, taucht direkt ein, schreibt durchwegs in der Ich-Form, immer geht es um ihn, die Geschichten, die er erlebt und was sie in ihm auslösen. Fakten spielen keine große Rolle, manchmal wird es esoterisch oder philosophisch, aber auf angenehme Art, die Geschichten fesseln, sind spannend, unterhaltsam, intelligent und witzig, es gibt schrille Personen, inspirierende Orte, dramatische Wendungen und ganz nebenbei wird eine große Geschichte erzählt, nämlich die der preußischen Märchenerzählerin Elsa Sophia von Kamphoevener, die der Erzähler in eine Drehbuch verwandeln will und jahrelang braucht, weil immer wieder Dinge schiefgehen, sich verändern, eine Planänderung erfordern. Er durchlebt dabei Hochs und Tiefs, startet voller Zuversicht, verliert die große Liebe und dann den Faden der Geschichte, versumpft in Marokko, versucht einen Neustart in den USA und dann in Istanbul, bekommt Vorschüsse von Investoren für Drehbücher, die er nie schreiben wird, erfährt Dinge, die alles über den Haufen werfen, versucht einen Sinn zu finden und kriegt schließlich irgendwie die Kurve. Timmerberg geht dabei sehr geschickt vor. Während er vordergründig die Umstände und Ursachen der Nicht-Entstehung des Drehbuchs beschreibt, erzählt er uns ohne, dass wir es merken, die eigentliche Geschichte. Es ist kein Reisebericht, sondern die postmoderne Version eines orientalischen Märchens aus der Sicht des Märchenonkels Timmerberg. Sehr lesenswert.
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am 23. Mai 2014
Ausgeflippter Reisejournalist, narzissistisch-liebenswürdiger Egomane mit überbordender Phantasie, kein bisschen zuverlässig geradezu aufreizend in seinem Schlendrian, sexbesessen, und dann doch schwer verliebt in eine für ihn letztlich unerreichbare Schöne als Inkarnation der Frau - das alles ist Helge Timmerberg in seinem Roman "Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich".
Ein Road-Movie und eine Road-Novel in einem, mitunter recht kurzweilig zu lesen, weil doch immer wieder skurril. saukomisch und amüsant unterwegs auf den Spuren der Märchenbaronesse als Vorlage zu einem nimmer fertig werdenden Drehbuch für einen nimmer zu realisierenden Film, wo sich Timmerberg als kundiger Orientexperte zu erkennen gibt, wobei er sich allerdings in seiner Selbstverliebtheit bisweilen in den Palästen der orientalischen Herrscher verliert; anders gesagt 'versackt'.
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am 25. Juli 2014
Das hat mich natürlich neugierig gemacht. Aber nicht nur das.
Helge Timmerberg, Jahrgang 1952, wohnhaft in Wien, St. Gallen und Marrakesch, ist Journalist und bekannt für seine zahlreichen Reisereportagen, u.a. für “Stern” und “Die Zeit”.

In seinem neuesten Roman erzählt er von seinem Jahrzehnte währenden Versuch, sich der “deutschen Märchenbaronin”, Elsa Sophia von Kamphoevener, anzunähern und ihre Geschichte zu einem Drehbuch für einen Film umzufunktionieren. Ein Plan, der – man darf es verraten – auf hohem Niveau scheitert. Zu komplex ist das Vorhaben, zu undurchschaubar die Figur. Die Baronin, (1878 – 1963), wuchs in Konstantinopel als Tochter eines deutschen Marschalls auf, der als Delegierter am osmanischen Hof war. Bereits als junge Frau soll sie in Männerkleidern Karawanen durch Anatolien begleitet und an deren Feuern den Märchenerzählern gelauscht haben. Später wurde sie für ihre Sammlungen orientalischer Märchen berühmt. Doch man sagt ihr eine gewisse Nähe zur NSDAP nach, was letztlich dazu führte, dass aus dem geplanten Film nichts wurde. Zum Glück möchte man sagen, denn was jetzt in Form dieses Buchs veröffentlicht wurde, ist ungleich interessanter.

Auf der Suche nach der Kunst des Geschichtenerzählens wird bei Timmerberg die eigene Biografie zu einer Reise, die zwischen Ägypten, Marrakesch, Istanbul und Nevada hin und her pendelt, ohne jemals wirklich anzukommen. Er verwebt Biographisches, Autobiographisches, Erfundenes, Erlebtes und Erdichtetes zusammen mit einer Prise Weltanschauung, jede Menge Abenteuerlust, Liebe, Drogen und balkenbiegendem Humor zu einem Konglomerat, das nur schwer fassbar ist. Breit und bequem wie ein Diwan, komplex und schön wie ein orientalischer Teppich und dabei so leicht und luftig wie der Umhang eines Tuareg. Hohe Kunst, die nur jemand zustande bringt, der viel herumgekommen ist und der seine Weisheit nicht aus Büchern, sondern aus Erlebnissen zieht. Oder um es mit den Worten von Augustinus Aurelius zu sagen: "Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon."

Dass der Handlungsfaden vielleicht zu dünn, der Rahmen etwas zu locker ist, sei dem Roman verziehen. Wer solche Geschichten liest, den dürstet ohnehin nicht nach einem straffen Spannungskorsett, er möchte unterhaltsame und zum Nachdenken anregende Lagerfeuergeschichten hören. Und die bietet „Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“ en masse.

Nach Shiva Moon, African Queen und Der Jesus vom Sexshop nun schon der vierte Timmerberg, der mich begeistert hat.
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TOP 100 REZENSENTam 17. April 2014
Die "Märchentante", um die es im Buch geht, und die mit richtigem Namen Elsa Sophie von Kamphoevener hieß, war wahrscheinlich so, wie der Autor selbst : voller Pläne, verrückter Ideen, Neugier, Sehnsucht nach der Ferne. Und so ist es auch kein Wunder, dass Timmerberg von ihrem Buch "Perlenkarawane" begeistert war, welches er Anfang der 80iger Jahre in die Hände bekam.

Und so begab er sich reisend und schreibend schließlich auf die Spuren der "Märchentante", durchstreifte Länder wie Marokko, Ägypten oder die Türkei. Was er dabei Interessantes erlebt hat, etwa die Schönheiten der Nilkaskaden, oder Sternennächte über Beduinenzelten schreibt er natürlich auch. Aber das ist aus meiner Sicht gar nicht das Besondere am Buch. Denn solche Art von Abenteuerliteratur gibt es ja eigentlich schon genug.

Das Besondere scheint mir eher zu sein, dass es für den Autor eine Art Reise zu sich selbst ist. Denn es stellt sich heraus, dass die "Märchentante" eine ebensolche war, dass sie also ihre ganzen Reisen nur erfunden hat. Und obwohl es also gar keine wirkliche Reise gab, die man hätte nacherleben können, waren die erfundenen Geschichten für Timmerberg doch der Anstoß, das Aufbruchssignal, sich auf die eigene Reise zu machen, selbst zu erleben, eigene Erfahrungen zu machen.

Und so ist sein Reisetagebuch eine Einladung an den Leser, sich von anderen inspirieren zu lassen, um sich dann selbst auf die Reise zu machen - in ferne Länder, aber auch zu sich selbst.
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am 21. August 2014
Wer etwas für Geschichten und eine verlorene Welt übrig hat ist bei Timmerberg richtig. Er schreibt in einer einzigartig schönen und direkten Art und Weise, fast etwas banal und platt manchmal, über verlorene Welten und Träumereien. Eine schöne Abwechslung dem Alltag zu entfliehen
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am 11. Juni 2014
Wer Timmerberg kennt, weiß, wie er schreibt. Das Buch reiht sich perfekt in die anderen sprachlichen Meisterwerke ein.
Wer Timmerberg nicht kennt und sich ein Bild über seinen Stil machen will, stellt sich am besten spannende, prickelnde und verruchte Geschichten vor, die ein authentischer Weltenbummler und Freigeist erlebt und niedergeschrieben hat. Zumindest bekommt man den Eindruck, dass die verrückten Storys alle echt sind. Mitten drin, im marokkanischen Haarem, auf einem Kamel reitend und in der Höhle des bösen Tschinns träumt sich der Leser zusammen mit Timmerberg durch die sagenhafte Märchenwelt des Orients. Thumbs up, Helge!
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am 22. Juli 2014
wenn man so ungefähr im gleichen Alter des Autors ist, dann erlebt man Literatur auf Augenhöhe. Allerdings nur dann, wenn man nicht damals zur Fraktion der Spießer gehörte, sondern seinen eigenen Ekstasen genießen konnte. Insofern sollten es alle damaligen Spießer und Asketen lesen, damit sie endlich nachvollziehen können, was sie so versäumt haben. Alle, die nichts ausgelassen haben, finden sich in wunderbarer Gesellschaft eines Autoren, der schöne Bilder und tolle Situationen in einen Roman gepackt hat. Viel Spaß dabei.
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am 14. Dezember 2014
Inhalt:
"Auf der Suche nach der Kunst des Geschichtenerzählens: Bei Helge Timmerberg wird die eigene Biografie zu einer langen orientalischen Reise, die sich zwischen Ägypten, Marrakesch und Istanbul entscheidet.
Lose Seiten eines Märchens, genannt »Die Perlenkarawane«: Seit einer Berliner Winternacht vor über dreißig Jahren ist Helge Timmerberg davon fasziniert - und von seiner Erfinderin, Elsa Sophia von Kamphoevener. Als Mann verkleidet hatte sie an türkischen Lagerfeuern die besten Erzählungen gesammelt. Mit großer Wucht und Sinn für Komik schildert Timmerberg, wie die Geschichte der Märchenbaronin ihm immer wieder Türen, Herzen und Geldbörsen öffnete. Er erzählt von seinen Anläufen, mit ihrer Story Hollywood zu erobern, und von seiner eigenen Suche über Jahrzehnte, die ihn nach Kairo und an den Bosporus führte. Und von Marokko, dem Land, das ihn vom hartnäckigsten Liebeskummer befreite, ihm einen guten Freund schenkte und schließlich sogar den Vater zurückgab."

Dank einer Leserunde durfte ich "Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich" von Helge Timmerberg lesen.

Schon lange hatte ich mit der Bewertung von einem Buch nicht mehr so sehr zu kämpfen wie mit diesem. Und auch jetzt fällt es mir schwer die richtigen Worte zu finden, geschweige den eine vernünftige Zusammenfassung der Handlung zu schreiben.

Eigentlich ist das Buch mit den darin enthaltenen - für mich stellenweisen sehr skurrilen - Erzählungen und Ereignissen ein Gesamterlebnis. Und wenn ich mir andere Bewertungen so anschaue, dann hat der Autor die meisten Leser mit nehmen können auf seine literatische Reise, ich habe den Reisebus und den Anschluss wohl irgendwie verpasst =(

Von mir gibt es 3 Bewertungssterne, weil das Buch und ich einfach nicht richtig zueinander gefunden haben.
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am 20. Juni 2014
Ein typischer Timmerberg, will sagen, ein spannend bunter, schräger Lesegenuss! So soll das Leben sein: Lebe lieber ungewöhnlich! Bei HT immer gegeben, in Verbindung mit seiner hervorragenden Begabung, Sätze zu komponieren. Über den ein oder anderen Satz musste ich innehalten und nachdenken, sehr gute Gedankenkonstruktion! Na, da bleibt nichts anderes übrig als schon auf den nächsten Timmerberg zu warten!
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