Pressestimmen
"Marian Keyes beherrscht das Genre der Tragikomödie wie nur ganz wenige." (Hamburger Morgenpost über "Märchenprinz" )
"Marian Keyes ist die Königin des modernen Frauenromans!" (HR Info über "Märchenprinz" )
Kurzbeschreibung
Was kommt dabei heraus, wenn ein umwerfend charmanter Mann mit dunklem Geheimnis versucht, vier Frauen gegeneinander auszuspielen?
Lola scheint sich den Traummann gesichert zu haben: Paddy de Courcy ist charmant, mächtig und unglaublich gut aussehend. Und er gibt seine Verlobung bekannt! Nur leider mit einer anderen ... Lola ist am Boden zerstört. Wie gut, dass eine Freundin ein kleines Häuschen an der wilden irischen Westküste hat. Dorthin zieht sich Lola aus dem allzu hektischen Dublin zurück und trauert erst einmal ausgiebig. Wunderbar blutrünstige Filme wie »Kill Bill« oder »Dirty Harry« lassen sie langsam wieder zu Kräften kommen. Und die Locals sind zwar ein bisschen merkwürdig, aber auch gar nicht so ohne ...
Dann wird Lola unvermutet von einer Leidensgenossin aufgestöbert. Auch der Journalistin Grace wurde von Paddy übel mitgespielt. Sie überzeugt Lola davon, dass sie sich verbünden und zum Gegenangriff übergehen müssen. Paddy hat nämlich ein sehr dunkles Geheimnis.
Klappentext
Für Sie
"Eine einzigartige Erzählerin, die ihren Bestsellerstatus voll und ganz verdient hat."
Irish Independent
"Vorsicht, Suchtgefahr"
Cosmopolitan
Über den Autor
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
C. S. Lewis
»Alle wissen noch, wo sie waren, als sie von Paddy de Courcys bevorstehender Hochzeit erfuhren. Ich arbeite bei einer Zeitung und bekam es deshalb als eine der Ersten mit, nämlich in dem Moment, als David Thornberry aus dem Politikressort (und der größte Mann in Dublin) die Nachricht verbreitete, dass de Courcy aufgab. Ich war überrascht. Ich meine, wir waren alle überrascht, aber ich war besonders überrascht, und zwar noch bevor ich hörte, wer die Glückliche war. Aber ich durfte mir nichts anmerken lassen. Allerdings wäre es sowieso keinem aufgefallen. Ich könnte auf der Straße tot umfallen, die Leute würden mich trotzdem fragen, ob ich sie zum Bahnhof fahre. So geht es einem, wenn man die gesunde Hälfte eines Zwillingspaars ist. Außerdem brauchte Jacinta Kinsella (Chefin) schnell einen Artikel über die Verlobung, da musste ich meine Gefühle also beiseiteschieben und professionell sein.«
Grace Gildee
»Wäre nett gewesen, wenn du mich vorher gefragt hättest.«
Alicia Thornton
»Ich war im Netz und suchte bei eBay nach einer Eulen-Handtasche (einer von Stella McCartney, nicht irgendeiner ollen Handtasche) für eine Klientin, die sie für eine Wohltätigkeitsveranstaltung des Naturschutzvereins haben wollte, als ich die Schlagzeile las: De Courcy heiratet. Dachte zuerst, es sei ein Ulk. Die Medien setzen dauernd irgendwelche Geschichten in die Welt und retuschieren Zellulitis auf ein Mädchen drauf, wo keine ist, und retuschieren sie weg bei einer anderen, die Zellulitis hat. Als ich herausfand, dass es stimmte, erlitt ich einen Schock. Glaubte sogar, ich würde einen Herzkoller kriegen. Wollte schon einen Krankenwagen rufen, aber mir fiel die Notrufnummer nicht ein. 999. Irgendwie schien mir, es müsste 666 sein. Nummer des Teufels.«
Fionnola »Lola« Daly
»Werd bloß nicht glücklich, du Mistkerl. Das war mein erster Gedanke, als ich es hörte. Werd bloß nicht glücklich, ich warne dich.«
Marnie Hunter
DE COURCY HEIRATET
In den letzten zehn Jahren wurde de Courcy, beliebter Gast in den VIP-Lounges der heißesten Nachtlokale Dublins und bekannt für seine angebliche Ähnlichkeit mit John-John Kennedy, in einem Atemzug mit einer Reihe umschwärmter Frauen genannt, darunter Zara Kaletsky, früher Model, jetzt Schauspielerin, sowie der Mount-Everest-Bezwingerin Selma Teeley; jedoch machte er bisher keine Anstalten, sich auf Dauer zu binden.
Über die Frau, die sein notorisch rastloses Herz gewonnen hat, eine gewisse Alicia Thornton, ist wenig bekannt, doch ist sie mit Sicherheit kein Model und auch keine Bergsteigerin; eher ist ihr wohl am gesellschaftlichen Aufstieg gelegen. Ms Thornton (35), dem Vernehmen nach Witwe, arbeitet bei einer bekannten Immobilienagentur, beabsichtigt aber, ihre Stelle nach der Heirat aufzugeben, um sich ganz der angehenden politischen Karriere ihres Mannes »zu widmen«. Als Ehefrau des bekanntermaßen ehrgeizigen »Quicksilver« de Courcy liegt ihr Aufgabenfeld klar umrissen vor ihr.
De Courcy (37) ist stellvertretender Vorsitzender von NewIreland, der Partei, die vor drei Jahren von Dee Rossini und anderen desillusionierten Parlamentariern gegründet wurde, nachdem sie sich von der weitverbreiteten Korruption und der in den großen Parteien Irlands üblichen Vetternwirtschaft abgewendet hatten. Entgegen landläufiger Überzeugung ist de Courcy nicht Gründungsmitglied der neuen Partei, sondern trat ihr acht Monate nach der Gründung bei, als sich abzeichnete, dass sie sich durchsetzen würde.
Lola
Der Tag null. Montag, 25. August, 14.25
Der schlimmste Tag meines Lebens. Als der teuflische Griff der ersten Schockwelle sich um mich zu lockern begann, musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass Paddy mich nicht angerufen hatte. Bedenklich. Ich war seine Freundin, die Medien überschlugen sich mit Meldungen über seine bevorstehende Hochzeit mit einer anderen, und er hatte mich nicht angerufen. Schlechtes Zeichen.
Versuchte seine private Handynummer. Nicht seine normale private, sondern sein private private, die nur ich und sein Personal Trainer kennen. Es klingelte vier Mal, dann schaltete sich der Anrufbeantworter an. Da wusste ich, dass es stimmte.
Weltuntergang.
Versuchte es in seinem Büro, versuchte es bei ihm zu Hause, versuchte es immer wieder mobil. Sprach 51 Mal auf Band - habe mitgezählt.
18.01
Telefon - er war dran!
Er sagte: »Hast du die Abendzeitungen gesehen?«
»Im Netz«, sagte ich, »ich lese nie Zeitung.« (Unerheblich, aber die Leute sagen die komischsten Dinge, wenn sie unter Schock stehen.)
»Tut mir leid, dass du es auf so brutale Weise erfahren hast.
Ich wollte es dir persönlich sagen, aber einer von diesen Journalisten -«
»Was? Es stimmt also?«, rief ich.
»Es tut mir leid, Lola, ich wusste nicht, dass du das mit uns so ernst nimmst. Es war doch nur ein netter Zeitvertreib.« »Zeitvertreib?« Zeitvertreib? »Ja, ein paar Monate.«
»Ein paar? Sechzehn. Sechzehn Monate, Paddy. Das ist ziemlich lange. Heiratest du wirklich diese Frau?« »Ja.«
»Warum? Liebst du sie etwa?«
»Natürlich. Sonst würde ich sie nicht heiraten.«
»Ich dachte, du liebst mich.«
Seine Stimme klang traurig, als er sagte: »Ich habe dir nie etwas versprochen, Lola. Du bist ein tolles Mädel, wirklich, echt klasse. Mach's gut, pass auf dich auf.«
»Warte, leg nicht auf! Ich muss dich sehen, Paddy, bitte, nur für fünf Minuten.« (Völlig entwürdigend, aber ich konnte nicht anders. War total aufgewühlt.)
»Denk nicht schlecht von mir, wenn möglich«, sagte er. »Ich werde immer gern an dich und an unsere Zeit denken. Und noch was ...«
»Ja?«, hauchte ich, begierig, etwas zu hören, das den schrecklichen, den unerträglichen Schmerz lindern würde. »Sprich mit niemandem von der Presse.«
18.05 bis Mitternacht
Habe alle angerufen. Ihn auch. Habe nicht mehr mitgezählt, aber viele Male. Kein Zweifel. Zweistellige Zahl, vielleicht dreistellig.
Außerdem lief das Telefon mit hereinkommenden Anrufen heiß. Bridie, Treese und Jem - echte Freunde - haben mich getröstet, obwohl sie Paddy nicht leiden können. (Haben es zwar nie zugegeben, aber ich wusste es auch so.) Und die falschen Freunde - Wendehälse! - haben angerufen. Wollten sich an meinem Unglück ergötzen. Und sagten: »Stimmt es, dass Paddy de Courcy heiratet, aber nicht dich? Du Arme. Das ist ja schrecklich. Das ist ja wirklich ganz schrecklich für dich. Was für eine DEmütigung! Was für eine KRÄNkung! Was für eine ErNIEdrigung! Was für eine .« Habe mich tapfer gehalten und gesagt: »Vielen Dank für eure guten Wünsche. Muss jetzt Schluss machen.«
Bridie kam zu mir in die Wohnung. »Du bist gar nicht der Typ >Frau eines Politikers««, sagte sie. »Deine Kleidung ist viel zu cool, und du hast lila Strähnchen.«
»Molichino, bitte!«, rief ich. »Lila, das klingt, als wäre ich ein Teenager.«
»Er war viel zu dominant«, fuhr sie fort. »Wir haben dich kaum noch zu Gesicht bekommen. Besonders in den letzten Monaten.«
»Wir waren verliebt! Du weißt doch, wie es ist, wenn man verliebt ist.«
Bridie hatte im vergangenen Jahr geheiratet, ist aber unsentimental. »Verliebt, ja, fein, aber man muss doch nicht dauernd aufeinandersitzen. Du hast uns immer hängen lassen.«
»Paddy hatte nur selten Zeit! Ist ein viel beschäftigter Mann! Ich musste nehmen, was ich kriegen konnte!«
»Außerdem«, sagte Bridie, »hast du nie die Zeitung gelesen. Du hast keine Ahnung von der Tagespolitik.«
»Ich hätte es lernen können«, sagte ich. »Ich hätte mich verändern können.«
Dienstag, 26. August
Habe das Gefühl, das ganze Land stiert mich an, zeigt mit dem Finger auf mich, lacht über mich. Hatte vor all meinen Freunden und vor vielen Klienten mit Paddy angegeben, und jetzt wissen sie, dass er eine andere heiratet.
Mein...
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
C. S. Lewis
»Alle wissen noch, wo sie waren, als sie von Paddy de Courcys bevorstehender Hochzeit erfuhren. Ich arbeite bei einer Zeitung und bekam es deshalb als eine der Ersten mit, nämlich in dem Moment, als David Thornberry aus dem Politikressort (und der größte Mann in Dublin) die Nachricht verbreitete, dass de Courcy aufgab. Ich war überrascht. Ich meine, wir waren alle überrascht, aber ich war besonders überrascht, und zwar noch bevor ich hörte, wer die Glückliche war. Aber ich durfte mir nichts anmerken lassen. Allerdings wäre es sowieso keinem aufgefallen. Ich könnte auf der Straße tot umfallen, die Leute würden mich trotzdem fragen, ob ich sie zum Bahnhof fahre. So geht es einem, wenn man die gesunde Hälfte eines Zwillingspaars ist. Außerdem brauchte Jacinta Kinsella (Chefin) schnell einen Artikel über die Verlobung, da musste ich meine Gefühle also beiseiteschieben und professionell sein.«
Grace Gildee
»Wäre nett gewesen, wenn du mich vorher gefragt hättest.«
Alicia Thornton
»Ich war im Netz und suchte bei eBay nach einer Eulen-Handtasche (einer von Stella McCartney, nicht irgendeiner ollen Handtasche) für eine Klientin, die sie für eine Wohltätigkeitsveranstaltung des Naturschutzvereins haben wollte, als ich die Schlagzeile las: De Courcy heiratet. Dachte zuerst, es sei ein Ulk. Die Medien setzen dauernd irgendwelche Geschichten in die Welt und retuschieren Zellulitis auf ein Mädchen drauf, wo keine ist, und retuschieren sie weg bei einer anderen, die Zellulitis hat. Als ich herausfand, dass es stimmte, erlitt ich einen Schock. Glaubte sogar, ich würde einen Herzkoller kriegen. Wollte schon einen Krankenwagen rufen, aber mir fiel die Notrufnummer nicht ein. 999. Irgendwie schien mir, es müsste 666 sein. Nummer des Teufels.«
Fionnola »Lola« Daly
»Werd bloß nicht glücklich, du Mistkerl. Das war mein erster Gedanke, als ich es hörte. Werd bloß nicht glücklich, ich warne dich.«
Marnie Hunter
DE COURCY HEIRATET
In den letzten zehn Jahren wurde de Courcy, beliebter Gast in den VIP-Lounges der heißesten Nachtlokale Dublins und bekannt für seine angebliche Ähnlichkeit mit John-John Kennedy, in einem Atemzug mit einer Reihe umschwärmter Frauen genannt, darunter Zara Kaletsky, früher Model, jetzt Schauspielerin, sowie der Mount-Everest-Bezwingerin Selma Teeley; jedoch machte er bisher keine Anstalten, sich auf Dauer zu binden.
Über die Frau, die sein notorisch rastloses Herz gewonnen hat, eine gewisse Alicia Thornton, ist wenig bekannt, doch ist sie mit Sicherheit kein Model und auch keine Bergsteigerin; eher ist ihr wohl am gesellschaftlichen Aufstieg gelegen. Ms Thornton (35), dem Vernehmen nach Witwe, arbeitet bei einer bekannten Immobilienagentur, beabsichtigt aber, ihre Stelle nach der Heirat aufzugeben, um sich ganz der angehenden politischen Karriere ihres Mannes »zu widmen«. Als Ehefrau des bekanntermaßen ehrgeizigen »Quicksilver« de Courcy liegt ihr Aufgabenfeld klar umrissen vor ihr.
De Courcy (37) ist stellvertretender Vorsitzender von NewIreland, der Partei, die vor drei Jahren von Dee Rossini und anderen desillusionierten Parlamentariern gegründet wurde, nachdem sie sich von der weitverbreiteten Korruption und der in den großen Parteien Irlands üblichen Vetternwirtschaft abgewendet hatten. Entgegen landläufiger Überzeugung ist de Courcy nicht Gründungsmitglied der neuen Partei, sondern trat ihr acht Monate nach der Gründung bei, als sich abzeichnete, dass sie sich durchsetzen würde.
Lola
Der Tag null. Montag, 25. August, 14.25
Der schlimmste Tag meines Lebens. Als der teuflische Griff der ersten Schockwelle sich um mich zu lockern begann, musste ich der Tatsache ins Auge blicken, dass Paddy mich nicht angerufen hatte. Bedenklich. Ich war seine Freundin, die Medien überschlugen sich mit Meldungen über seine bevorstehende Hochzeit mit einer anderen, und er hatte mich nicht angerufen. Schlechtes Zeichen.
Versuchte seine private Handynummer. Nicht seine normale private, sondern sein private private, die nur ich und sein Personal Trainer kennen. Es klingelte vier Mal, dann schaltete sich der Anrufbeantworter an. Da wusste ich, dass es stimmte.
Weltuntergang.
Versuchte es in seinem Büro, versuchte es bei ihm zu Hause, versuchte es immer wieder mobil. Sprach 51 Mal auf Band - habe mitgezählt.
18.01
Telefon - er war dran!
Er sagte: »Hast du die Abendzeitungen gesehen?«
»Im Netz«, sagte ich, »ich lese nie Zeitung.« (Unerheblich, aber die Leute sagen die komischsten Dinge, wenn sie unter Schock stehen.)
»Tut mir leid, dass du es auf so brutale Weise erfahren hast.
Ich wollte es dir persönlich sagen, aber einer von diesen Journalisten -«
»Was? Es stimmt also?«, rief ich.
»Es tut mir leid, Lola, ich wusste nicht, dass du das mit uns so ernst nimmst. Es war doch nur ein netter Zeitvertreib.« »Zeitvertreib?« Zeitvertreib? »Ja, ein paar Monate.«
»Ein paar? Sechzehn. Sechzehn Monate, Paddy. Das ist ziemlich lange. Heiratest du wirklich diese Frau?« »Ja.«
»Warum? Liebst du sie etwa?«
»Natürlich. Sonst würde ich sie nicht heiraten.«
»Ich dachte, du liebst mich.«
Seine Stimme klang traurig, als er sagte: »Ich habe dir nie etwas versprochen, Lola. Du bist ein tolles Mädel, wirklich, echt klasse. Mach's gut, pass auf dich auf.«
»Warte, leg nicht auf! Ich muss dich sehen, Paddy, bitte, nur für fünf Minuten.« (Völlig entwürdigend, aber ich konnte nicht anders. War total aufgewühlt.)
»Denk nicht schlecht von mir, wenn möglich«, sagte er. »Ich werde immer gern an dich und an unsere Zeit denken. Und noch was ...«
»Ja?«, hauchte ich, begierig, etwas zu hören, das den schrecklichen, den unerträglichen Schmerz lindern würde. »Sprich mit niemandem von der Presse.«
18.05 bis Mitternacht
Habe alle angerufen. Ihn auch. Habe nicht mehr mitgezählt, aber viele Male. Kein Zweifel. Zweistellige Zahl, vielleicht dreistellig.
Außerdem lief das Telefon mit hereinkommenden Anrufen heiß. Bridie, Treese und Jem - echte Freunde - haben mich getröstet, obwohl sie Paddy nicht leiden können. (Haben es zwar nie zugegeben, aber ich wusste es auch so.) Und die falschen Freunde - Wendehälse! - haben angerufen. Wollten sich an meinem Unglück ergötzen. Und sagten: »Stimmt es, dass Paddy de Courcy heiratet, aber nicht dich? Du Arme. Das ist ja schrecklich. Das ist ja wirklich ganz schrecklich für dich. Was für eine DEmütigung! Was für eine KRÄNkung! Was für eine ErNIEdrigung! Was für eine .« Habe mich tapfer gehalten und gesagt: »Vielen Dank für eure guten Wünsche. Muss jetzt Schluss machen.«
Bridie kam zu mir in die Wohnung. »Du bist gar nicht der Typ >Frau eines Politikers««, sagte sie. »Deine Kleidung ist viel zu cool, und du hast lila Strähnchen.«
»Molichino, bitte!«, rief ich. »Lila, das klingt, als wäre ich ein Teenager.«
»Er war viel zu dominant«, fuhr sie fort. »Wir haben dich kaum noch zu Gesicht bekommen. Besonders in den letzten Monaten.«
»Wir waren verliebt! Du weißt doch, wie es ist, wenn man verliebt ist.«
Bridie hatte im vergangenen Jahr geheiratet, ist aber unsentimental. »Verliebt, ja, fein, aber man muss doch nicht dauernd aufeinandersitzen. Du hast uns immer hängen lassen.«
»Paddy hatte nur selten Zeit! Ist ein viel beschäftigter Mann! Ich musste nehmen, was ich kriegen konnte!«
»Außerdem«, sagte Bridie, »hast du nie die Zeitung gelesen. Du hast keine Ahnung von der Tagespolitik.«
»Ich hätte es lernen können«, sagte ich. »Ich hätte mich verändern können.«
Dienstag, 26. August
Habe das Gefühl, das ganze Land stiert mich an, zeigt mit dem Finger auf mich, lacht über mich. Hatte vor all meinen Freunden und vor vielen Klienten mit Paddy angegeben, und jetzt wissen sie, dass er eine andere heiratet.
Mein Gleichgewicht ist zerstört. Bei einem Fototermin für den Weihnachtskatalog von Harvey Nichols in den Wicklow Hills habe ich ein austerngraues, asymmetrisch...