Kurzbeschreibung
Ludwig Bechsteins 1845 erstmals erschienenes Deutsches Märchenbuch wurde zusammen mit den unübertroffenen Illustrationen Ludwig Richters zu einem Gesamtkunstwerk, dessen Gültigkeit der Zeitenlauf keinen Abbruch tun konnte. Die Märchen des Meininger Märchenerzählers sind keineswegs nur für Kinder lesens- und erzählenswert - sie gehören zu jenen wenigen Dutzend Büchern, die gebildete Menschen in ihrer Bibliothek als echtes Hausbuch greifbar haben sollten.
Über den Autor
Am 24. November 1801 wurde Ludwig Bechstein in Weimar als uneheliches Kind geboren. Nach dem Besuch des Gymnasiums wurde er Apotheker im thüringischen Arnstadt. 1828 erschienen seine "Sonettenkränze", die den Meininger Herzog auf ihn aufmerksam machten. Der Herzog gewährte ihm ein Stipendium, um ein Studium der Geschichte, Philosophie und Literatur in Leipzig und München aufzunehmen. Werke wie "Weissagung der Libussa" oder "Haimonskinder" entstanden. Später stellte der Herzog Bechstein als Bibliothekar an. Seine Leidenschaft für Geschichte und Geschichten zeigt sich auch in der Gründung des "Hennebergischen alterthumsforschenden Verein" durch Bechstein im Jahr 1832, außerdem war er Mitglied verschiedener philologischer und historischer Vereine. Das bekannteste Werk Bechsteins ist das "Deutsche Märchenbuch". Am 14. Mai 1860 starb er.