Das Apfelmännchen, auch Mandelbrot-Menge genannt, ist wohl das bekannteste Fraktal. Fraktale, jene staubtrockenen Gebilde der reinen Mathematik, werden von Karl Günter Kröber mit viel Liebe zum Detail zum Leben erweckt.
Eingebettet in ein Abenteuer-Märchen erzählt Kröber von seinem ausrangierten Computer Alex, der auf seiner Erkundungsreise das Apfelmännchen unter seine (Zeit-)Lupe nimmt. Zahlreiche Abbildungen dieses abstrakten mathematischen Gebildes veranschaulichen die im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaften Erlebnisse von Alex. Durch die märchenhafte Erzählweise - Alex kämpft gegen Dreifachringelschwänzchendrachen, ruht sich in idyllisch gelegenen Herbergen aus, entkommt soeben einem schwarzen Loch, trifft drei Schneewitchen, taucht durch tosende Wellen und begreift, dass aus dem weißen Nichts sehr vieles entstehen kann - gelingt es dem Autor, dem Leser die Mathematik in einfacher und vor allem unterhaltsamer Sprache näher zu bringen. Die sich immer wiederholenden Muster im Inneren des Apfelmännchens, die nur auf den ersten Blick identisch scheinen, auf den zweiten Blick doch nur ähnlich sind und auf den dritten Blick eigentlich ganz verschieden aussehen, wecken Alex' Neugier und die des Lesers.
Ohne jegliche Mathematikkenntnisse versinkt man in eine wundersame Zauberwelt, mit Mathematik-Grundstudiums-Kenntnissen wird das Fraktal Mandelbrot-Menge zu einem Lebewesen zum Anfassen.