Heute, am "wirklichen Vatertag" (jeden 3. Sonntag im Juni) eine Rezension zu "Männlichkeit leben" (und "Weiblichkeit leben")
Es handelt sich bei "Männlichkeit leben" und Weiblichlkeit leben" um zwei Leitfäden, die einen Weg zur eigenen Geschlechtlichkeit anbieten. Die Untertitel verraten, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden: Die Stärkung des Maskulinen und Die Hinwendung zum Femininen sagen dem Gender adé. Das wurde auch Zeit!
Die fehlenden Väter
Beide Werke sind nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut. Am Anfang werden gesellschaftliche Entwicklungen beleuchtet und deren Folgen dargestellt. Sie sind zum Teil gefärbt durch die eine oder andere politisch korrekte Sicht der Dinge, die Männer gerne zu Tätern macht und Frauen zu Opfern. Überwiegend aber werden wichtige Ursachen für die heutigen Verhältnisse angesprochen, in denen Mann nicht mehr Mann und Frau nicht mehr Frau sein darf. So ist zum Beispiel von den fehlenden Vätern die Rede. Die vaterlose Gesellschaft ist ein Problem und hat negative Folgen für Kinder beiderlei Geschlechts.
In Männlichkeit leben wird diese Thematik vertieft: "Wir leben in einer übertriebenen Sicherheits- und Komfortzone, die Jungen und Männer zu Versagern und Rebellen gegen alles Männliche macht, zu Männern, die ihr Leben nicht in die Hand nehmen." Zudem erfahren wir, dass immer mehr Männer ihre Freundinnen als 'besten Freund' sehen, dass sie mit Frauen ihre persönlichen Probleme und Themen besprechen. Dies sei ein Irrtum, so der Autor, eine Entwicklung, die ganz und gar nicht gut sei. Weder für den Mann, noch für die Frau. Für solche Fragen sind Männerfreundschaften gut und wichtig.
Der Leser wird mit Fakten konfrontiert, die er so aus den Mainstream-Medien nicht gewohnt ist. So lesen wir, dass ca. 95 Prozent aller tödlichen Arbeitsunfälle Männer treffen, dass mehr als drei Viertel der Prügelopfer Männer sind, dass knapp drei Viertel der Suizide in Deutschland von Männern begangen werden. Männern scheint es, sieht man sich diese Zahlen an, also gar nicht so herausragend gut zu gehen, wie uns die Mainstream-Medien immer einreden wollen. Von Privilegierungen schon gleich ganz zu schweigen!
Männlichkeit bedeutet positive Aggression
Leimbach führt in seinem Buch systematisch durch das Leben und die Entwicklung vom Jungen zum Mann und spricht die in den verschiedenen Lebensstationen auftretenden Prüfsteine und Notwendigkeiten an. Ein besonderes Augenmerk richtet Leimbach im Männerbuch auf die Aggressionen seiner Geschlechtsgenossen. Er schreibt von der besonderen Wichtigkeit der Aggression als Grundbaustein der Männlichkeit.
Er beschreibt wie Aggressionen entstehen, welche Funktion sie haben und zeigt Denkfehler der heutigen Zeit auf. Wann wird aus Aggression Gewalt? ist eine der Fragen, die er aufwirft und beantwortet. Damit ist klar, dass die Jahrzehnte andauernde Hetzte gegen alles Männliche, der Männerhass und die Verdammung männlicher Aggressionen auf Falschinformationen basieren, wie es bis heute im Feminismus üblich ist. Aggression an sich ist nämlich nicht gleich Gewalt. Sie steht vielmehr für Vitalität und Durchsetzungsfähigkeit und hat nichts mit dumpfem Proletenhandeln zu tun.
Ähnlich verfährt auch Bust in ihrem Frauenbuch. Auch hier wird am Anfang alles im gesellschaftlichen Kontext betrachtet: "Hinter all der Gleichmacherei, die lange Zeit zu Missgunst, Neid und Machtkampf geführt hat, erkennen sie [Männer und Frauen] ihre Verschiedenheit, die sie ja gerade so anziehend füreinander macht."
Beide Bücher bejahen strikt die Polarität der Geschlechter
Ein sehr wichtiger Punkt, den Bust in ihrem Frauenbuch anspricht ist die Aussöhnung der Frauen mit den Männern. Durch den Feminismus, so Leimbach, wurde das Kind mit dem Bade ausgeschüttet. Bust schreibt, dass Frauen durch den Feminismus in Männerrollen, in männliches Verhalten, gedrängt wurden. Frauen wurden hart, setzten sich durch und nahmen männliche Rituale an. Von den Ergebnissen dieses Verhaltens einmal abgesehen, die oft genug zweifelhaft sind, ist jedoch klar, dass Frauen sich selbst damit keinen Gefallen getan haben. Bust zeigt einen Weg, wie Frauen zu sich selbst finden, sich selbst wieder lieben lernen.
Bust geht in ihrem Buch immer wieder auf die Freiheit der Frauen ein. Nein, Frauen sollen nicht an den Herd gebunden werden, schreibt sie. Die Freiheit, die Frauen heute genießen ist größer, als jede die jemals eine Frau oder überhaupt ein Mensch in einer Gesellschaft genießen konnte. Man muß deshalb nicht gleich die Ehe ad absurdum führen, wie Bust es leider versucht, denn die Ehe hat nach wie vor eine stabilisierende Wirkung für die Gesellschaft, auch wenn sie immer wieder von den MainstreamMedien angegriffen und lächerlich gemacht wird. Das Diktat des Feminismus, welches den Frauen ein bestimmtes Verhalten abverlangen will, ist dann auch ein Ansatzpunkt von Busts Kritik am Feminismus. Denn dieses Verhaltensdiktat widerspricht der Freiheit.
Dem Thema Vater-Sohn-Beziehung widmet Leimbach ein eigenes Kapitel. Es ist essentiell. Ohne Vater fehlt dem Jungen ein Stück seiner Seele". Das Problem der vaterlosen Gesellschaft wird erneut angesprochen. Es wird beleuchtet, dass mit Beginn der industriellen Revolution die Väter in den Familien fehlen. Dann kam der Erste Weltkrieg, dann der Zweite. Und immer waren es die Väter, die nicht mehr heimkehrten oder als gebrochene Persönlichkeiten dahinvegetierten. In den 70er Jahren stieg die Scheidungsrate stark an. Und wieder waren es die Väter, die aus der Erziehung herausgehalten wurden. Bei solch dauerhaftem und großflächigem Väterentzug verändert sich eine Gesellschaft, sie erkrankt. Auch Bust lässt den Vater und die Beziehung Vater-Tochter nicht außeracht. Auch diese ist eine besondere Beziehung. Gibt es keinen Vater, kommt es zu Fehlentwicklungen in der Persönlichkeit von Töchtern oder Söhnen. In beiden Büchern wird deutlich: Kinder brauchen beide Elternteile.
Bei all dem Lob sei jedoch ein Kritikpunkt angeführt: Die Autoren beider Bücher wollen den Männern ein "tiefsitzendes Schuldgefühl" wegen angeblicher jahrhundertelanger Frauenunterdrückung einreden - politisch korrekter Unsinn! Muß man heute so schreiben um ernst genommen zu werden? Das klingt nach DDR-Floskeln, nach denen der Sozialismus stets siegt. Kollektivhaft bzw. Vorwürfe von Kollektivschuld orientieren sich nie an der Realität! Bei der ganzen, sich nun schon Jahrzehnte hinziehenden Ideologisierung, dem Frauenförderwahnsinn, der Kriminalisierung des Mannes, alles basierend auf fragwürdigen historischen Analysen, hat sich bei ziemlich vielen Menschen offenbar ein Selbstverständnis eingeschlichen, das Männer ganz unhinterfragt in die Unterdrückerrolle schiebt. Das ist Unfug, da die Frage von Macht und Unterdrückung in den letzten Jahrhunderten nie eine Geschlechterfrage war. Sie war allenfalls eine Frage der gesellschaftlichen Klassen und der Stände. Es gab genauso Gräfinnen, die ihre Knechte zu Tode gefoltert haben, wie es das mit umgekehrten Vorzeichen gab.
Insgesamt handelt es sich bei den beiden Geschlechterbüchern um wichtige Werke. Es wird deutlich, dass die Gender-Ideologie nur mehr Hülle ist - und im Prinzip nie etwas anderes war. Die Bücher können helfen, sich auf die eigene Geschlechtlichkeit zu besinnen, und so das Verhältnis zwischen den beiden Geschlechtern wieder zu verbessern. Die Vergiftungen durch den Feminismus haben lange genug angehalten. Und es wird auch eine ganze Zeit dauern, bis die Gesellschaft sich von diesem Spuk erholt hat.