Dieses Buch vermittelt uns einen Begriff davon, was "männlich" und "weiblich" überhaupt bedeuten, beginnend nämlich bei den ersten einzelligen Lebewesen, die sich sexuell fortpflanzen - und was kann an denen "männlich" oder "weiblich" sein? Die Antwort: Wer die größeren Samenzellen produziert (d.h. mehr pro Einheit investiert) muss weiblich genannt werden.
Nun enthalten sich die Autoren aber auf wohltuende Art einer allzu schnellen und weitreichenden Interpretation der Unterschiede der Geschlechter. Natürlich erkennen auch sie an, dass die (notwendige) Aufteilung der Lebewesen in zwei Geschlechter zu unausweichlichen Folgen auch in deren Verhalten führt, "evolutionspsychologische" Schnellschüsse (wie zum Beispiel im "Mammutjäger in der Metro") werden aber vermieden.
Insgesamt ein sehr gründlich, sorgfältig und sorgsam vorsichtig geschriebenes Buch. Danke.