Nach einer Flut selbstverherrlichender, vielfach polemischer Frauenliteratur, die nur sich und ihre Belange wahrnimmt, ist es erfrischend auch mal die männliche Position beleuchtet zu sehen. Fast hätte man meinen können, es gibt sie nicht. Was schmunzeln lässt, ist, dass sich die modernen "Machas" sukzessive zu dem entwickelt haben, was sie an ihrem Männerbild so sehr verabscheuen. Man projiziert die Schuld auf andere, teilt aus, fühlt sich selbst als elitär und leidet unter eingeschränkter Wahrnehmung. Das alles ist menschlich. Schließlich haben wir alle unsere Licht- und Schattenseiten, Männer wie Frauen. Wer dem widerspricht, ist entweder nicht ehrlich, einseitig informiert oder er geht mit einem geschlossenen Auge durchs Leben. Ein gutes Buch muss bemüht sein diese Tatsache herauszustellen, sonst werden nur neue Gräben geschaffen. Den Autoren ist es so einigermaßen gelückt.