Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schöner Abend zum Lachen, 8. Oktober 2009
Zugegeben: ein Film mit gehobenem Anspruch ist was anderes - doch wer einfach mal herzlich lachen möchte, ist mit diesem Film gut bedient. Die Geschichten und Schicksale der einzelnen Personen laufen immer wieder irgendwie im Film zusammen (das erinnert ein wenig an den engl. Film "Tatsächlich Liebe"). Und das sind die Geschichten verschiedener Männer, von denen fast alle im selben Fitnessstudio trainieren. Günther (Christian Ulmen) ist nicht nur Gewerbeaufsichtsratsbeamter mit Meerschweinchen am Arbeitsplatz, sondern auch ein blasser dürrer Hänfling, der dringend eine Frau sucht und nichts unversucht lässt... und dabei leider dem verlassenen Ehemann und Obermacho in die Quere kommt, als er sich im Fressnapf an der Kasse in dessen Frau verliebt. Til Schweiger spielt wieder einmal den Womanizer, der sich außerdem als Produzent des Schlagerfuzzis Bruce Berger versucht (genial: Justus von Dohnanyi - was muss der für einen Spaß beim Dreh gehabt haben wie er sich selbst und die gesamte Schlagerbranche aufs Korn nimmt - unbedingt den Abspann mitgucken!), obwohl er bei der Musik extrem leidet. Niklas dagegen soll demnächst heiraten und bekommt die Panik - netter Nebeneffekt wie die hinter seinem Schreibtisch hängenden Werbeplakate in Person von Stephan Luca und Bastian Pastewka ihm bei seiner Ratlosigkeit zur Seite stehen... Philipp kriegt jobmäßig nichts auf die Reihe und soll Vater werden - zunächst hat er Probleme, sich an den Gedanken zu gewöhnen, doch dann startet er durch...
Viel Musik, viele Gags und wohl auch viele Klischees (er fährt einen Smart mit dem Kennzeichen B-IG, sie natürlich mit B-MI) und dennoch witzig - natürlich und gewollt übertrieben, dennoch meint man, doch einiges aus dem wirklichen Leben wieder zu erkennen. Einziger Wehrmutstropfen: Macher Simon Verhoeven spielt selbst nicht mit (bis auf eine kurze Szene), schade!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehenswert und unterhaltsam, 18. Oktober 2009
Ich mag deutsche Filme, vor allem wenn sie so gut sind wie Männerherzen. Die Schauspieler sind Klasse, die Dialoge spritzig und humorvoll. Und dass es nur um Männer und ihre Sorgen geht, fand ich für mich als Frau recht aufschlussreich. Ist einfach mal was andres. Topfilm. Kann ich nur empfehlen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
ein buntes Mannbild-Potpourri, 11. Oktober 2009
Das Bild vom Mann in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren wahrhaft gewandelt. Auch wenn Rambotypen, Fussball, Autos, Krieg und Gewalt das Bild über Männer oftmals prägt, sind viele andere Vor- und Einstellungen dazugekommen. Damit weitet sich die Vorstellungskraft darüber, was Mann macht, denkt und fühlt.
Verhoevens Verdienst ist es, das weite Spektrum fulminant in Szene zu setzen und hierbei Leichtfüßigkeit und Tiefgang nebeneinander zu setzen. Die Anlehnung an "Tatsächlich Liebe" ist nicht zu verkennen; auch wenn dieses Mal sich die Paare und Einzelgänger nicht am Schluß zusammenfinden.
Die werbewirksame Szene ziemlich zu Beginn des Films (im Alptraum vor dem Traualtar) ist nur eine von vielen unglaublich komisch-witzigen, die aber auch zum Nachdenken anregen. So wird man zu persönlichen Antworten auf Fragen eingeladen wie: Wie lösen Männer Konflikte? Wie gehen sie mit Traumata um? Wie geplant soll das Leben sein? Wie ist mein Vaterbild? Wie gehe ich mit Patchworkfamilien-Situationen um? Welches Verhältnis habe ich zum eigenen Körper? Wie schätze ich Homosexualität? Welche Erfolgsstrategien wende ich an? Wie versuche ich, Beziehungen zu knüpfen?
Man kann sich diesen Fragen stellen oder auch an der Oberfläche bleiben und den Film mit seinen vielen komischen Szenen einfach nur geniessen.
Herausragend bei den Schauspielrollen, die allesamt gut besetzt sind, sind Christian Ulmen und Justus von Dohnanyi.
Beide schaffen es, in authentischer Weise ungewöhnliche Männerbilder abzugeben, die von einer enormen Vielseitigkeit Zeugnis abgeben.
Und den Abspann darf man auf keinen Fall verpassen. Hier wird der Witz noch einmal potenziert und von Dohnanyi krönt seine Rolle auf unnachahmliche Weise.
Die Musik und die Gesangstexte sind hervorragend eingearbeitet in die einzelnen Szenen und reichen von Rockigem bis hin zum Schnulzigen. Die Zeiten der Stille kennt der Film aber auch und wird besonders prägnant in der Altenheimszene, wo ein alter, demenzkranker Mann keinen Kontakt mehr zu seinem Sohn aufbauen kann.
Nur die an den Fussballer Zidan erinnernden "Kopf-Brust-Attacken" sind übertrieben häufig eingebracht worden. Die Werbeplakatszenen mit den "zwei Seelen in einer Brust"-Vorstellungen eines Mannes bringt sehr witzig-gelungen wieder, wie schwierig es heutzutage für Männer sein kann, sich passend zu entscheiden. Für meinen Geschmack etwas zu viel Werbemitteleinsatz im Film selber, aber vielleicht wollte ja Vonhoeven hier nicht nur Produktionsgeld eintreiben, sondern auch die Alltagsnähe des Filmgeschehens in Berlin unterstreichen.
Im Gesamten ein buntes Potpourri, das sich ideal eignet, sich damit auseinanderzusetzen, welche Männer unser Land hatte, hat und brauchen wird!
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