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MännerVersagen. Über das Verhältnis der Geschlechter im 21. Jahrhundert
 
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MännerVersagen. Über das Verhältnis der Geschlechter im 21. Jahrhundert [Taschenbuch]

Dieter Otten
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 383 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3785720300
  • ISBN-13: 978-3785720301
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 13,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 690.023 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Dieter Otten
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Der Soziologie Dieter Otten plädiert für eine neue Männerpolitik. Er sieht die Lösung in Bündnissen, in Paaren nicht nur im privaten Bereich, sondern genauso im Beruf, wo er von Gender-Partnerschaften spricht. Diese Partnerschaften, so hofft Otten, könnten Brücken über den Geschlechtergraben schlagen, der in seiner aktuellen Studie Männerversagen tatsächlich ein Abgrund ist.

Denn nach allen Zahlen und Statistiken muss der Mann als das "anomische Geschlecht" gelten. Auf sich allein gestellt, kann er kein taugliches Sozialverhalten entwickeln. Unabhängig von Schichtzugehörigkeit oder Bildungsniveau neigt die Mehrzahl aller Männer zu abweichendem Verhalten und es handelt sich keineswegs um eine besondere Gruppe von Männern, die oft tief in kriminelles und soziopathisches Verhalten verwickelt ist. Das jedenfalls sind die Schlussfolgerungen, die aus den aufwendigen Marktforschungsstudien und Lebensstilanalysen gezogen werden müssen, die ein Konsortium von rund 50 Forschern um das "Deutsche Institut zur Erforschung der Informationsgesellschaft" und das "Institut für empirische Sozialforschung" von 1987 bis heute betreute.

Zunächst ging es in diesen Untersuchungen nicht um Geschlechterpolitik; nach der Befindlichkeit Mann oder Frau zu fragen, ist eine Routine der Sozialforschung. In den erwähnten Untersuchungen brachte sie allerdings Brisantes zu Tage. Angefangen beim Wahlverhalten (junge Männer wählen mehrheitlich rechts) bis hin zur Beantwortung der sogenannten Moralskala, wo Eigentumsdelikte, Gewalt und Tötung "bei Männern erschreckend hohe Zustimmung" fanden: in ihren Einstellungen zeigt sich ein enormer Unterschied zwischen den Geschlechtern, der nicht für die über 60.000 getesteten männlichen Probanden spricht. Um nicht in asoziales Verhalten abzurutschen, resümiert Otten, brauchen Männer harte Hierarchien und strenge Regeln. Tatsächlich wünschen sie sich aufgrund ihres Geschlechtscharakters Repression.

Doch die postmoderne Informations- und Dienstleistungsgesellschaft ist eher liberal und unübersichtlich als streng reguliert und hierarchisch. Sie ist nicht repressiv, sondern permissiv und setzt Mündigkeit voraus. Hier geraten Männer auf die Verliererseite und mit ihnen womöglich die Gesellschaft -- sofern Männlichkeit nicht neu konstruiert und konstituiert wird. Dabei müssen Männer gemeinsam mit Frauen agieren. Männer schneiden auf der Moralskala sofort sehr viel besser ab, sobald sie eine Beziehung mit einer Frau eingegangen sind. "Frauen sozialisieren Männer nach, einmal durch ihre bloße Existenz, zum anderen weil sie bestimmtes Verhalten nicht tolerieren." Was Dieter Otten ebenfalls seiner Statistik entnimmt: Vaterschaft, die tatsächlich mit persönlichem Einsatz, mit richtigem Kümmern um das Kind, mit Kindererziehung einhergeht, macht Männer gleichfalls zu Menschen. --Brigitte Werneburg

Kurzbeschreibung

Verbrechen ist männlich. Organisierte Kriminalität, Sex-Tourismus, Gewalt gegen Kinder, sexueller Mißbrauch, Hooliganismus, stets stehen Männer dahinter. Den meisten von ihnen fehlt eine moralische Orientierung. Schulisch wie beruflich befinden Männer sich auf dem absteigenden Ast. Frauen dagegen brillieren in allen Gesellschaftsbereichen. Wie gehen die Enkel der Machos mit dem neuen Geschlechtergraben um? Hier tickt die soziologische Zeitbombe des 21. Jahrhunderts. Was ist los mit dem »starken Geschlecht«? Warum versagen die Männer, und woher rührt bei ihnen der gefährliche Hang zu abweichendem Verhalten? Dieter Otten entwickelt ein neues, zukunftsfähiges Lebenskonzept für den Mann, das ihn aus der Sackgasse wieder herausführt. Wenn er will ...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zum besseren Verständnis 26. April 2010
Von D. Wagner
Format:Taschenbuch
Ich empfehle dringend zum besseren und erweiterten Verständnis dieser Materie den Titel von Vera F. Birkenbihl: Vera F. Birkenbihl - Männer/Frauen - Mehr als der kleine Unterschied Als DVD zu erhalten.
Sie hat das Buch von Herrn Otten intensiv studiert und ihr Referat zu dem Thema durch Studium von vielen anderen Quellen und Inhalten stark erweitert. Sie bezieht sich oft auf sein Buch aber ebenso auf Studien zu Genetik, Wachstum, Hormonen und anderen Büchern, die sich mit der Thematik befasst haben.
In ihrem Seminar werden weit deutlicher als in dem Buch von Herrn Otten alleine, die Unterschiede klar und vor allem überzeugt sie durch Hinweise zur Verbesserung der Lage, mit ganz konkreten und einfach machbaren Vorschlägen. Zum besseren Verständnis zwischen Mann und Frau und vor allem auch Junge/Mädchen und Eltern!

Ich empfinde unsere Gesellschaft als heute (2010) noch nicht in der Lage die offensichtlichen Unterschiede der Geschlechter zu einer Symbiose zu nutzen. Statt dessen wird geleugnet, weggeschaut, versucht gleich zu machen und im letzten Fall dogmatisch, beleidigt und unreif argumentiert oder angegriffen.

Sicher ist Herr Otten nicht über alle Zweifel erhaben; ich bin sicher, dass er das auch nicht von sich behaupten würde. So gibt das Buch dennoch jedem einen Eindruck, was eigentlich für Details zusammenhängen, um aus einem Jungen etwas werden zu lassen, was unsere Kultur dann als "MANN" akzeptiert und wie wenig angepasst das Gehirn eines solchen Menschens eigentlich ist, um diesem Druck gerecht werden zu können.
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20 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Da ich die beiden vorstehenden Kritiken völlig unsachlich, unpassend und ohne Sachargumentation empfinde, übermittle ich hier eine Kritik des Magazins »Chrismon«:
"Ausgehend von Daten der Kriminalstatistik beschreibt der Soziologieprofessor Dieter Otten ein Auseinanderdriften der Geschlechter - zum Nachteil der Männer. Nicht weil Männer an Macht verlieren, sondern weil sie mit ihren Reaktionen,Verhaltensmustern und Lösungsansätzen zunehmend ungeeignet sind, die Welt zu steuern. Müssen sie gleich ganz ausrangiert werden?
Natürlich nicht. Aber viel gewonnen wäre schon, wenn die Männer aufhören würden, die Welt zu zerstören, meint Otten. Sein Buch, beruhend auf einer Vorlesungsreihe, ist Soziologie im allerbesten Sinne: Assoziativ vorgehend, dem Gedanken Freiheit lassend, aber doch von hoher begrifflicher Präzision und guter statistischer Fundierung. Nicht unbedingt jede These überzeugt - oder gar die Schlussfolgerung. Aber dem Weg der Argumentation zu folgen ist eine Freude. Eine unterhaltsame Lektüre, für alle die die »Männer«-Debatte verfolgen." Christian Sauer
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Traurig aber wahr ... 7. Oktober 2010
Von Robert G
Format:Taschenbuch
Natürlich löst das Buch bei männlichen Lesern Beklemmung aus: hier ist viel von Männergewalt und männlicher Zerstörung die Rede. Das wird vor allem jene Leser stören, die sich noch nicht mit dem Konzept der vielfältigen Männlichkeiten auseinandergesetzt haben, das ja die männliche Sippenhaftung ("das kann man doch nicht pauschal allen Männern vorwerfen!") auflöst.
Wer jedoch die sozialwissenchaftliche Literatur zur Genderforschung verfolgt hat (für die psychologische Ratgeberliteratur übrigens erstmals übernommen von Peter Jedlicka in seinem Buch Männercoaching: Ermutigende Ziele für neugierige Männer) kann das Buch durchaus mit einem kritischen Blick auf die eigenen Geschlechtsgenossen sehen.
Dass es im Rahmen einer Uni-Vorlesung erstellt wurde und lt. Autor sehr kritisch bereits dort diskutiert wurde, bürgt für wissenschaftliche Qualität. Erfreulich auch, dass der Humbug mit den "männlichen Initiationsriten", die in Männerseminaren so populär geworden sind, hier endlich einmal entlarvt wird als das, was sie sind und immer schon waren: die Zurichtung auf eine Männlichkeit, die Gefühle wie Angst und Schmerz unterdrückt - und so den Weg freimacht für ein emotional gestörtes Männerleben, in dem Männergewalt in einem so hohen Ausmaß möglich wird.
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