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Torwart Ecki sitzt in der Patsche. Ganz tief! Er hat seiner Mannschaft den Aufstieg verpatzt, ist deshalb aus dem Kader geflogen und hat der Truppe wütend Revanche geschworen! Nun soll in seinem Heimatdorf in vier Wochen das entscheidende Gegenmatch stattfinden und Ecki hat noch nicht einmal eine eigene Elf. Und dann gibt's da noch eine Kleinigkeit: Der geplagte Schlussmann hat gerade erkannt, dass er schwul ist und will nun beweisen, dass Homos mindestens ebenso gut kicken können wie Heteros. Also muss ein Tucken-Team her.
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Fußball, Homosexualität und eine Regisseurin? Das geht doch nicht zusammen! Doch, hier schon, denn Sherry Hormann ("Irren ist männlich") weiß, worauf es bei einer guten Komödie ankommt: auf die Liebe zu den Charakteren sowie deren sorgfältige Ausarbeitung. Und ganz nebenbei erzählt sie von Freundschaft, Vorurteilen und sexueller Selbstfindung, während Nachwuchstalent Maximilian Brückner seine Mannen um sich schart und Trainer Rolf Zacher allmählich an der Welt (ver)zweifelt. Ein Heimspiel für alle deutschen Comedy-Fans.
Blickpunkt: Film
Homosexualität, Frau und Fußball - für Sherry Hormann kein Problem, die scheinbaren Gegensätze in dieser wunderbar leichten Komödie über Freundschaft, Vorurteile und sexueller Selbstfindung unter einen Hut zu bringen. Nachwuchstalent Maximilian Brückner schafft es in vier Wochen, eine wilde, schwule Mannschaft zusammenzusetzen, die unter der Knute von 'Trainer' Rolf Zacher allen Schwierigkeiten trotzt und letztendlich nicht nur ins Tor, sondern auch ins Herz trifft.
Vorbei die Zeiten als Rosa von Praunheim mit aufklärerischen Schwulenfilmen provozierte, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Inzwischen darf man(n) sich auch in anspruchsvollen Komödien outen und erste sexuelle Erfahrungen sammeln wie in Marco Kreuzpaintners 'Sommersturm' oder Sherry Hormanns 'Männer wie wir'. Die Regisseurin mit geübtem Händchen für Situationskomik geht das Thema locker an.
Jungbäcker Ecki mit großer Fußballleidenschaft arbeitet im Familienbetrieb des Papas im münsterländischen Boldrup, einem kleinen konservativen Kaff, wo alles seinen geordneten Gang geht. Als der Unglücksrabe im Tor des lokalen Fußballclubs seiner Mannschaft den Aufstieg vermasselt und sich auch noch als schwul bekennt, werfen ihn seine strammen Vereinskameraden raus, der Vater steht ob der Schande vor dem Herzinfarkt, die Spießer zerreißen sich genüsslich das Maul, nur Muttern hält zum Sohnemann. Den packt eine Riesenwut und er schwört voller Rachelust, mit einer schwulen Mannschaft in vier Wochen seinen alten Verein in die Wüste zu schicken. In der Großstadt Dortmund quartiert sich das naive Landei beim Schwesterlein ein und sucht siegessicher schwule Fußballer in Kneipen, Darkrooms oder Dönerläden. Bald hat er eine bunte Truppe zusammen, die auf einem heruntergekommenen Sportplatz unter den Anweisungen eines Ex-Fußballprofis erst einmal über die eigenen Füße stolpert. Bis das desolate Häuflein den Heteros zeigt, was Sache ist, geht's nicht nur dem runden Leder hinterher, sondern auch gruppenmäßig ziemlich rund.
Sherry Hormann unterhält mit rasanten Fußballszenen, witzigen Dialogen und kleinen, persönlichen Geschichten. Wer liebt und kriegt wen (hetero- und homosexuell), wer traut sich Tacheles zu reden, wer setzt sich über Vorurteile hinweg. Ein unterhaltendes Plädoyer für Toleranz, leben und lieben lassen ohne moralinsaure Sauce oder Botschaftsdrang. Das Ensemble - darunter Christian Berkel als cooler Ledertyp und geschiedener Vater, Andreas Schmidt als schwuler Borussenfan und zwei heißblütige Brasilianer - lässt keine Gelegenheit zum Gay-Joke aus. Umwerfend als knorrige Type Rolf Zacher, der als ehemaliger Linksaußen vom BVB erst das Team-Treiben kritisch beäugt und dann im ausgebeulten Jogging-Anzug und mit eisernen Schleifermethoden zum Laufen und Toreschießen bringt. Prädikat der mit einfallsreichen Gags gespickten Screwball-Comedy: garantiert gefühlsecht. Spätestens wenn die Lattenknaller sich und ihre sangesfreudigen Fans unter den Klängen von 'I will survive' in Stimmung bringen und in roséfarbenen Trikots übers Feld flitzen, sollte auch der größte humorresistente Skeptiker hemmungslos seinem Lachtrieb folgen. mk.
Vorbei die Zeiten als Rosa von Praunheim mit aufklärerischen Schwulenfilmen provozierte, um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Inzwischen darf man(n) sich auch in anspruchsvollen Komödien outen und erste sexuelle Erfahrungen sammeln wie in Marco Kreuzpaintners 'Sommersturm' oder Sherry Hormanns 'Männer wie wir'. Die Regisseurin mit geübtem Händchen für Situationskomik geht das Thema locker an.
Jungbäcker Ecki mit großer Fußballleidenschaft arbeitet im Familienbetrieb des Papas im münsterländischen Boldrup, einem kleinen konservativen Kaff, wo alles seinen geordneten Gang geht. Als der Unglücksrabe im Tor des lokalen Fußballclubs seiner Mannschaft den Aufstieg vermasselt und sich auch noch als schwul bekennt, werfen ihn seine strammen Vereinskameraden raus, der Vater steht ob der Schande vor dem Herzinfarkt, die Spießer zerreißen sich genüsslich das Maul, nur Muttern hält zum Sohnemann. Den packt eine Riesenwut und er schwört voller Rachelust, mit einer schwulen Mannschaft in vier Wochen seinen alten Verein in die Wüste zu schicken. In der Großstadt Dortmund quartiert sich das naive Landei beim Schwesterlein ein und sucht siegessicher schwule Fußballer in Kneipen, Darkrooms oder Dönerläden. Bald hat er eine bunte Truppe zusammen, die auf einem heruntergekommenen Sportplatz unter den Anweisungen eines Ex-Fußballprofis erst einmal über die eigenen Füße stolpert. Bis das desolate Häuflein den Heteros zeigt, was Sache ist, geht's nicht nur dem runden Leder hinterher, sondern auch gruppenmäßig ziemlich rund.
Sherry Hormann unterhält mit rasanten Fußballszenen, witzigen Dialogen und kleinen, persönlichen Geschichten. Wer liebt und kriegt wen (hetero- und homosexuell), wer traut sich Tacheles zu reden, wer setzt sich über Vorurteile hinweg. Ein unterhaltendes Plädoyer für Toleranz, leben und lieben lassen ohne moralinsaure Sauce oder Botschaftsdrang. Das Ensemble - darunter Christian Berkel als cooler Ledertyp und geschiedener Vater, Andreas Schmidt als schwuler Borussenfan und zwei heißblütige Brasilianer - lässt keine Gelegenheit zum Gay-Joke aus. Umwerfend als knorrige Type Rolf Zacher, der als ehemaliger Linksaußen vom BVB erst das Team-Treiben kritisch beäugt und dann im ausgebeulten Jogging-Anzug und mit eisernen Schleifermethoden zum Laufen und Toreschießen bringt. Prädikat der mit einfallsreichen Gags gespickten Screwball-Comedy: garantiert gefühlsecht. Spätestens wenn die Lattenknaller sich und ihre sangesfreudigen Fans unter den Klängen von 'I will survive' in Stimmung bringen und in roséfarbenen Trikots übers Feld flitzen, sollte auch der größte humorresistente Skeptiker hemmungslos seinem Lachtrieb folgen. mk.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Eine schwule Fußballmannschaft tritt zum Schicksalsspiel gegen einen Hetero-Verein an.
Kurzbeschreibung
Torwart Ecki sitzt in der Patsche: Er hat seiner Mannschaft den Aufstieg verpatzt, ist deshalb aus dem Kader geflogen und hat der Truppe wütende Revanche geschworen! Nun soll in seinem Heimatdorf in vier Wochen das entscheidende Gegenmatch stattfinden, und Ecki hat noch nicht einmal eine eigene Elf. Und dann gibt's da noch eine Kleinigkeit: Der geplante Schlussmann hat gerade erkannt, dass er schwul ist und will nun beweisen, dass Homos mindestens ebenso gut kicken können wie Heteros. Also muss ein Tuckenteam her.
Produktbeschreibungen
Bei Torwart Ecki läuft′s gerade nicht so rund: Erstens hat er seiner Fußballmannschaft den Aufstieg verpatzt und ist zweitens hochkantig aus dem Team geflogen. Drittens hat er seiner Truppe eine gepfefferte Revanche versprochen - mit einer Mannschaft, die er viertens noch gar nicht hat. Fünftens soll das Ganze schon in vier Wochen mit viel Tamtam in seinem münsterländischen Heimatdorf stattfinden. Und dann gibt es sechstens noch eine Kleinigkeit: Weil Ecki gerade erkannt hat, dass er schwul ist, will er bei diesem Termin beweisen, dass Schwule genauso gut Fußball spielen wie Heteros. Jetzt muss er nur noch zehn Mitspieler finden. Nichts leichter als das in einer Fußballstadt wie Dortmund