Die Zechen an Ruhr und Saar fördern mit Hochdruck Kohle, die Schlote der Fabriken rauchen, die Stahlwerke laufen rund um die Uhr, und überall herrscht Vollbeschäftigung. Ein Märchen? Eine Vision? Nein, die Realität in den fünfziger und sechziger Jahren: Deutschland im Wirtschaftswunderfieber. Keine Rede von Krise und Rezession, keine Trauerstimmung wie heute. Die Menschen haben damals noch "malocht" und gemeinsam für den wirtschaftlichen Aufschwung gekämpft. "Wohlstand für alle!" lautete das Motto der Ära Adenauer und Erhard.
Die filmischen Erinnerungen an die "gute alte Zeit" vermitteln hautnah und einfühlsam den Geist jener Aufbaujahre nach dem Krieg, sie zeigen aber auch, wie anstrengend und gefährlich die Arbeit der Bergleute war. Der Zuschauer erhält anhand des seltenen historischen Filmmaterials einen tiefen Einblick in den harten Arbeitsalltag der "Kumpel". Schon sieht man, wie die Technik immer mehr Einzug in die Grube nimmt, wie menschliche Arbeit durch Maschinen ersetzt wird, wie der Kohlehobel den Presslufthammer verdrängt. Der Hauptfilm "Männer unter Tage" und auch der Bonusfilm "Schätze unter Deinen Füßen" entführen einen in eine längst vergangene Welt. Der Bonusfilm "Geschichte des Ruhrgebiets" erzählt darüber hinaus vom Strukturwandel, der durch das Zechensterben in Gang kam. Die Bonusfilme über die Asse und über Goldminen in Südfrika präsentieren eindrucksvolle Filmaufnahmen, die ich so noch nie gesehen habe. Eine tolle DVD, die ich jedem empfehlen kann, der sich für Bergbau, für Technik und für Wirtschaftsgeschichte interessiert!