Linda Lano - eine clevere Businessfrau, umringt von ihrem sterotypen Harem, wollte sich eigentlich verlieben - tut es aber doch. Ausgerechnet in den neuen Kunden. So ein Pech. Aber sie tut es gut.
Im Gegensatz zu manch anderen Romanen der Neuzeit ist dieser Roman so gut, weil er sich selbst nicht so ernst nimmt. Linda ist cool, weiß alles, hat alles im Griff - und verliebt sich, als Kontrast. Das Buch wirkt nicht so, als bemühe sich die Autorin, eine perfekte Heldin darzustellen, den Wandel von der Einzelgängerin zur Verliebten zu vervollkommnen. Ganz im Gegenteil: wer möchte denn nicht so cool sein, wer möchte sich nicht verlieben, obwohl er es nicht will? Sind die "superrealistischen" Frauenromane denn so viel besser?
Auch Lindas Kollegen sind ziemlich eingängig - man versinkt nicht in einer Flut aus Nebencharkteren, sondern kann sie alle auseinanderhalten.
Natürlich ist die Dramenkurve sehr perfekt, die Zwischenstory mit der Kontakanzeige musste noch rein - aber warum denn nicht? Wenn wir sowieso alle wissen, wie die Geschichte ausgeht, muss man das ja nicht verschleiern!
Außerdem war es sehr amüsant, manche Pointen zünden wirklcih, auch wenn das Buch manchmal sehr kurz ist, man merkt, dass die Autorin aus dem Werbbereich kommt.
Aber als Unterhaltung für zwischendurch wirklich lesenswert.