Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Aussage dieses Buches ist schnell auf die Plattitüde gebracht: Männer sind von Natur aus faul und vertrödeln ihre hoch bezahlte Arbeitszeit mit sinnlosen Dienstreisen oder beim Surfen auf Porno-Seiten im Internet. Frauen dagegen sind fleißig wie die Bienen, rackern schneller und effektiver als die Männer und werden dafür auch noch schamlos von ihnen ausgenutzt. Deshalb hat Claudia Pinl eine schonungslose Kampfansage an das andere Geschlecht geschrieben und schont dabei leider weder die Männer noch ihre weiblichen Leser.
Das Anliegen von Claudia Pinl ist edel: Sie will ihren Leserinnen zeigen, wie Frauen lernen können, die leider immer noch typische Rangordnung in der Berufswelt zu durchbrechen und sich das Recht auf Anerkennung und Karriere zu nehmen. Dazu wäre es aber absolut nicht nötig, eine dermaßen überzogene Männerschelte zu betreiben, die die zum Teil ganz brauchbaren Tipps lauthals überschreit.
Das Buch vertritt ein wahrhaft mittelalterliches Bild von Management in Wirtschaft und Politik und reitet mit unerträglicher feministischer Vehemenz wirklich jedes Klischee über den Kampf der Geschlechter im Beruf zu Tode. Wer aber schon mal für eine "stutenbissige" Chefin gearbeitet hat, kann über diese einseitige Beurteilung nur noch lachen -- denn allzu oft sind Frauen im Beruf die schlimmeren Männer. --Dagmar Rosenberger
Kurzbeschreibung
Nicht nur im Haushalt, auch im Erwerbsleben sind Männer im Vergleich zu Frauen das faule Geschlecht. Ohne das breite Fundament weiblicher Dienstleistungen in Call Centers, Schreibpools und Assistenzfunktionen jedweder Art wären männliche Leistungen nicht möglich. Männer im Beruf wissen schon lange, wie man Kolleginnen für sich ausnutzt. Karriere machen geht schneller, wenn die Kollegin die ungeliebten Details und die Routinetätigkeiten erledigt und man(n) selbst Zeit für Höheres hat. Frauen hingegen wehren sich viel zu selten, wenn Kollegen ihre Arbeitsergebnisse übernehmen und als eigene ausgeben. Doch sie können lernen, die Tricks der männlichen »Abhänger« zu durchschauen. So werden sie nicht mehr auf den »hilflosen Jungen« hereinfallen, der Mutterinstinkte weckt und sich bedienen lässt, oder den »Greifer«, der sich mit den Leistungen anderer schmückt. Sie werden das Spiel des »Blenders«, hinter dessen strahlender Schale sich nichts verbirgt, aufdecken, ebenso die Taktiken des »Dienstrei-senden«, des »Gremienmenschen«, des »Katastrophenschützers« und des »Ehrenamtlers«, die immer unterwegs und unglaublich beschäftigt sind, nur nie am Arbeitsplatz zu finden ... Dieses Buch stärkt das Selbstwertgefühl erwerbstätiger Frauen, macht ihnen Mut zu einer eigenen Karriere ohne Selbstausbeutung und ermuntert sie, sich die Verschnaufpausen und Freiräume im Erwerbsleben zu gönnen, die für Männer so selbstverständlich sind.