Gestaltet ist das Buch in den Farben Rot und Blau. Schwarz-weiße Bilder, die Männer in der Küche zeigen, lockern das Ganze etwas auf. Die einzelnen Rezepte variieren von einfach bis raffiniert und sind, entgegen den Aussagen auf dem Buchrücken, nicht immer einfach nachzukochen. Denn nur geübte Hobbyköche haben eine ungefähre Ahnung davon, wie genau man Orangen filettiert oder Mandeln röstet. Ein ganz großer Minuspunkt ist, dass bei sämtlichen Rezepten die Zeitangaben fehlen. Denn gerade diese benötigt man, um ein Menü für seine Liebste zu planen. Nicht ein einziges Bild präsentiert dem Leser ein fertiges Rezept, so dass er allein mit seiner Vorstellungskraft bleibt. Genauso wenig gibt es Vorschläge, welche Rezepte zueinander passen könnten, um ein komplettes Menü zu planen.
Letztendlich enthält dieses Buch lediglich achtzig verschiedene Rezepte. Dieses Buch ist allerdings weder für Männer geschrieben, noch darauf ausgerichtet, ein Dinner bei Kerzenlicht zu organisieren. Da bleibt der geladenen Dame nichts anderes übrig, als im Kochbuch zu blättern, während ihr Liebster versucht, die einzelnen Gerichte zu koordinieren. Denn er hat im Gegensatz zu ihr recht wenig Interesse an den Bildern knackiger junger Männer am Herd.
Dies ist definitiv kein Kochbuch, wenn man ein entspannendes Menü für seine Frau zaubern möchte. Es fehlen einfach viele der hierfür benötigten Angaben. Lediglich begeisterte Fans von Andreas C. Studer freuen sich, weitere Rezepte von ihm zu erhalten. Alle anderen können getrost die Finger davon lassen.