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Produktinformation
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"Eine atemberaubende Zerreißprobe."
Freundin
"Véronique Ovaldé hat ein beeindruckendes Buch geschrieben."
Der Bund
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Die Geschichte ist gut geschrieben, wirkt aber zum Teil etwas aufgesetzt. Zumindest als deutscher Leser - das Original ist auf französisch - fragt man sich, wo man heutzutage mit einer Naziuniform herumspazieren kann, ohne sofort festgenommen zu werden. Die Mutter erträgt die beklemmenden Familienverhältnisse ohne sich groß dagegen aufzulehnen. Die Tochter - der Sohn ist noch zu klein dazu - erscheint wochenlang nicht in der Schule, ohne dass jemand nachgefragt hätte.
Gut gelungen sind der Autorin die Passagen, in denen sie Lilis Beziehung zu Samuel beschreibt. Es sind die Dinge, die Lili und Samuel nicht tun, nicht aussprechen, die Lili - und den Leser - erkennen lassen, dass sie Samuel gegenüber nicht Liebe, sondern lediglich Dankbarkeit verspürt.
Vor allem aber überzeugt die Autorin in der Schilderung der sexuellen Begierde, die Lili immer wieder zu Yoïm treibt. Ohne Pathos, mit einer Ehrlichkeit, die man selten antrifft, erzählt die Autorin von Lilis sexuellen Abenteuern, ohne jemals vulgär zu werden.
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