- und darum lieben uns vielleicht auch die Frauen. Eine urkomische Geschichte: Ehemann (Heiner Lauterbach), beruflich erfolgreich, bei Frauen auch (gehört zu seinem Selbstverständnis), erfährt, dass seine Frau einen Liebhaber (Uwe Ochsenknecht) hat. Das kränkt natürlich, denn das ist ja ganz was anderes... Also nistet er sich in seiner Not klammheimlich bei seiner Konkurrenz (einem Späthippie) ein, um kennenzulernen, was der da denn mehr hat als er selbst (das Ursprüngliche, Animalische, nicht von Luxus und "Zivilisation" Verdorbene), und natürlich, um seine Frau wiederzubekommen, was ihm auch gelingt, denn er weiss den anderen bei seiner korrupten Ader (heimlicher Hang zu Luxus) zu packen und ihn damit für die Ehefrau uninteressant zu machen (denn das hat sie ja schon zuhause). Es wird sogar Freundschaft draus... Die Charaktere sind extrem (stereotyp?) gezeichnet, aber Überzeichnen gehört eben zur Komödie. Ich fand die Situationen dieser abgefahrenen, irgendwie intimen Geschichte süss und vor allem die Dialoge unheimlich witzig ("Du musst dich zentrieren!"). Doris Dörrie hat den Mannsbildern wunderbar aufs Maul geschaut, denn die benehmen sich tatsächlich so und nehmen sich dabei auch noch ernst. Der Film ist eine gelungene Beziehungskomödie, Besseres gibt es im deutschen Film nicht oft. Und die Darsteller spielen wunderbar dämlich bis sympatisch. Ich liebe diesen Film seit es ihn gibt. Fehlt nur noch das Pendant bei den Frauen - die sind nämlich nicht besser.