Das Buch ist wirklich klasse!!! Ich habe selten so ein kurzweiliges Buch gelesen. Es ist - für den männlichen Leser - schon wirklich erstaunlich, was manche Typen mit Frauen alles anstellen können.
Die Autorinnen sind m.E. nur zwei kleinen Irrtümern aufgesessen: Erstens glaube ich nicht, dass die beschriebenen Verhaltensmuster grundsätzlich von kindlichen Prägungen im Elternhaus herrühren. Die unterschiedlichen genetisch gesteuerten Fortpflanzungsverhalten spielen hier die Hauptrolle. (Siehe z.B. Richard Dawkins, "Das egoistische Gen", Kapitel "Kampf der Geschlechter"). Für die durchschnittliche Frau ist die beste Fortpflanzungsstrategie eben die, sich von einem möglichst "guten" Männchen befruchten zu lassen, und das Kind dem besten Mann, den man auf Dauer halten kann, als das Seine unterzuschieben...
Und der zweite Irrtum betrifft den beschriebenen Idealmann, vor dem sich der böse Mann nicht fürchten braucht. Das ist zwar richtig, aber nicht, weil es den Idealmann nicht gibt, sondern weil er von Frau gar nicht wahrgenommen wird!
Meine Erfahrung zeigt: das Dümmste, was einem Mann passieren kann, ist sich in eine Frau zu verlieben, bevor diese sich in ihn verliebt... Verliebte Aufmerksamkeit ist immer noch der sicherste Weg, eine Frau in die Flucht zu schlagen! Deswegen haben die beschriebenen "bösen Männer" soviel Erfolg bei Frauen - weil sie sich eben nicht verlieben (außer vielleicht in sich selbst) und so immer Herr der Situation bleiben.