Mädchenmörder ist, wie schon einige andere geschrieben hatten, schon sehr "eigen":
- keine spannende Geschichte
die Autorin ist teils so nett die Geschehnisse ein paar Seiten vorher anzukündigen, bevor sie geschehen
- kein Hauptcharakter mit dem man sich identifizieren kann
denn dieser ist unglaublich überheblich, von sich überzeugt...verweist in kleinen Kommentaren immer wieder gerne auf ihre laut eigener Aussage brillanten Arbeiten, das ja nicht jeder einen IQ von 130, 140 oder 150 haben könne, und dergleichen
- nichtmal Splatter
wenn es schon keine Spannung, und keinen Horror gibt, wäre das ja noch eine Daseinsberechtigung für Fans des Genres...aber auch da Fehlanzeige: Geschehnisse werden komplett ausgeblendet (was an sich vollkommen in Ordnung wäre, wenn denn die Geschehnisse ansonsten spannend wären), und spätestens nach den ersten hundert Seiten, erscheint mir zumindest die Abkürzung des Schimpfwortes, der Anrede mit der der Entführer sie bedenkt ("F...") als unglaublich nervig.
Insgesamt muß ich sagen das ich noch in keinem Buch einen dermaßen unsympathischen Protagonisten erlebt habe... oberlehrerhaft, arrogant... das ich in der Geschichte keinen einzigen Aspekt gefunden habe, der mich in irgendeiner Form interessierte. Die schon angesprochenen Kommentare/Bemerkungen in Fremdsprachen fand ich selbst als jemand der französisch einigermaßen versteht, mehr als anstrengend, und paßt sehr gut in die überhebliche Art die sich auch in den sonstigen Kommentaren widerspiegelt.
In der Tat ist dies das erste Buch, das ich unvollendet weggelegt habe, und das bei einem Intervall von einem Buch pro Woche (vielen Zugfahrten sei Dank).